
Oberligist SC St. Tönis wird die Saison als Tabellenfünfter beenden. Das steht nach dem 33. Spieltag fest, denn nach der 2:4 (1:3)-Niederlage beim SV Sonsbeck am vorletzten Spieltag ist weder nach oben noch nach unten etwas möglich.
Der Sportclub bestätigte damit die gute Performance der letzten Saison, auch wenn er zum fünften Mal in Folge sieglos blieb. Eine Negativserie, die sicher auch den Ereignissen der letzten Wochen geschuldet ist, in denen der Niederrheinpokal und die Teilnahme am DFB-Pokal nicht auszublenden waren.
Die Niederlage deutete sich schon in den ersten Minuten an, denn die Gastgeber legten durch zwei Treffer von Klaus Keisers (1./4.) in einer furiosen Anfangsphase einen Blitzstart hin. Zwar verkürzte Yigit Taha Siyak nach Zuspiel von Mario Knops (7.), doch die um den Klassenerhalt kämpfenden Hausherren schlugen durch Niklas Binn direkt zurück (9.). Mit seinem Anschlusstreffer erzielte Siyak bei seinem Debüt direkt einen Treffer. Neben dem 19-jährigen Mittelfeldspieler durfte mit Lukas Noczenski ein weiterer Akteur aus der Zweiten Mannschaft ran. Beide gehören in der nächsten Saison zum Oberliga-Kader. „Mit beiden war ich zufrieden“, sagte Trainer Bekim Kastrati nach dem Spiel.
Der Sportclub versuchte sich mit spielerischen Mitteln durchzusetzen, investierte aber unterm Strich nach vorne zu wenig und präsentierte sich in der Defensive zu löchrig. Wesentlich entschlossener ging das Team von Heinrich Losing zur Sache, das am Ende durch den Sieg auch die vorzeitige Rettung feiern konnte. Das Ergebnis hätte zur Pause deutlicher sein können, denn den Rot-Weißen boten sich noch zwei dicke Chancen, trafen einmal den Querbalken. Außerdem vereitelte Keeper Lucas Nießen eine Großchance von Binn (39.). Auf der anderen Seite scheiterte Siyak an SV-Schlussmann Kenan Mehmedovic. Auch in der zweiten Halbzeit erwischten die Gastgeber den besseren Start. Ein Tor fand zunächst keine Anerkennung, doch kurz danach war die Vorentscheidung gefallen. Nach Foul von Nießen verwandelte Philipp Elspaß den fälligen Strafstoß zum 4:1 (60.). Den Endstand für die in der zweiten Halbzeit besser agierenden Gäste markierte Julian Suaterna-Florez mit seinem 22. Saisontor (69.).
„Wir haben katastrophal angefangen“, meinte Kastrati. „Aber mit der Reaktion der Mannschaft nach dem 2:0 und mit der Leistung in der zweiten Halbzeit war ich zufrieden. Leider haben wir wieder ein Spiel gegen einen Abstiegskandidaten nicht gewinnen können. Jetzt wartet mit dem Spiel gegen den VfB Hilden ein weiteres Highlight. Und ich hoffe, dass wir uns mit einem Sieg aus einer verrückten Saison verabschieden können.“