2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Yasin Yilmaz beendet seine Karriere und strebt Trainerposten an

Karriereende beim FC Deisenhofen

von Umberto Savignano · 11.03.2026, 09:10 Uhr · 0 Leser
Führungsduo beim FC Deisenhofen: Spielmacher Yasin Yilmaz (r.) und Trainer Andreas Pummer. Amateurfußball-Legende Yilmaz hört nach dieser Saison als Spieler auf und strebt ebenfalls die Trainerlaufbahn an.
Führungsduo beim FC Deisenhofen: Spielmacher Yasin Yilmaz (r.) und Trainer Andreas Pummer. Amateurfußball-Legende Yilmaz hört nach dieser Saison als Spieler auf und strebt ebenfalls die Trainerlaufbahn an. – Foto: brouczek

Der 37-Jährige hängt nach hartnäckigen Wadenproblemen die Schuhe an den Nagel. Yasin Yilmaz will nun in der Bayernliga oder Landesliga trainieren.

Yasin Yilmaz wird dem FC Deisenhofen im heutigen Bayernliga-Nachholspiel zuhause gegen den SV Kirchanschöring (Anstoß 19.30 Uhr) fehlen - wieder einmal, denn die Wade zwickt. Noch bedauerlicher für Trainer Andreas Pummer (und für alle Fußball-Feinschmecker) ist es, dass der Edel-Techniker mit dem linken Zauberfuß nach dem Saisonende seine aktive Karriere beschließt, die ihn im Münchner Landkreis von der SpVgg Unterhaching, für die er 67 Drittligaspiele bestritt, über den FC Unterföhring und den FC Ismaning zum FCD führte.

Außerdem marschierte er - gemeinsam mit Pummer - bei Türkgücü München von der Landesliga in die Regionalliga durch, spielte bei Türkspor Augsburg sowie in der 2. und 3. türkischen Liga bei Adanaspor und Tarsus IY. Nun sucht Yilmaz eine Aufgabe als Trainer, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung verrät.

Wie lange ist schon klar, dass Sie im Sommer aufhören werden?
Das haben wir am Anfang der Saison schon besprochen. Seit einem Jahr habe ich immer wieder Wadenprobleme. Das nervt, wenn man sich immer wieder heranarbeiten muss. Dann bin ich auch 37, das ist ein gutes Alter zum Aufhören. Ich habe zwei Kinder, sieben und fünf Jahre alt, und arbeite beim Kreisverwaltungsreferat in München.
Sie haben 80 Pflichtspiele für Deisenhofen bestritten. Nur für die SpVgg Unterhaching waren es in ihrer langen Karriere mehr.
Ich fühle mich hier wirklich wohl und wenn der Körper noch mitspielen würde, hätte ich auch gerne noch eine Saison drangehängt. Aber man muss auch Platz machen für die Jungen, zum Beispiel Noah Semmler (der 20-Jährige fehlt derzeit ebenfalls verletzt - d. Red.). Von den Fähigkeiten her sehe ich ihn auf meiner Position top geeignet. Ich verstehe mich auch so sehr gut mit ihm. Er hört zu, er fragt nach und versucht umzusetzen, was man ihm sagt. Da hat man auch das Gefühl einer gewissen Wertschätzung.
Bleiben Sie dem Fußball erhalten?

Ich liebe den Fußball sehr und möchte gerne eine Mannschaft trainieren. Während der Corona-Zeit habe ich die B-Lizenz gemacht. Seit dieser Saison bin ich in Deisenhofen offiziell Spieler-CoTrainer, darf die Videoanalysen zur Spielvorbereitung und -nachbereitung machen, konnte bei Andi Pummer, den ich seit 2014 aus unserer gemeinsamen Zeit in Unterföhring kenne, schon Trainingsinhalte leiten, als ich verletzt war. Außerdem habe ich schon zweimal bei der Zweiten Mannschaft eine Trainingseinheit geleitet, als die Trainer mal nicht da waren.

Gibt es Möglichkeiten beim FCD?
In der Jugend ist hier alles besetzt, der Cheftrainer-Posten mit Andi Pummer natürlich auch. Und ich sehe mich nicht als Co-Trainer, denn ich glaube, ich gebe schon viel Input.
Welche Liga schwebt Ihnen zum Einstieg vor?
Ich bin schon ehrgeizig, bin 31 Jahre im Fußball und seit der U14 oder U15, als ich beim FC Bayern spielte, im Leistungssport unterwegs. Da will ich nicht bei einem Verein trainieren, wo die Spieler kommen und gehen, wie sie wollen. Es soll ein ambitionierter Verein sein mit guter Trainingsbeteiligung, guter Umgebung. In der Bayernliga oder Landesliga wäre diese Konstellation gegeben. Wenn es vom Gefühl her passt, ist die Liga aber nicht hundertprozentig entscheidend.
Wenn Sie sich zurückerinnern: Was war Ihr schönstes Erlebnis als Spieler?
Das war, als wir mit Haching gegen Galatasaray im Sportpark ein Freundschaftsspiel hatten. Ich schätze, vor 8000 bis 10000 Zuschauern. Da war ich 21 oder 22, viele Verwandte und Freunde waren da. Aber auch die Aufstiege mit Türkgücü, der Regionalliga-Aufstieg mit Unterföhring, Die erste Einwechslung in der 3. Liga bei Haching unter Klaus Augenthaler. Das waren schon besondere Momente.
Wollen Sie langfristig auch höher hinaus als Trainer?
Sag niemals nie. Ich bin schon ambitioniert. Und im Fußball kann viel passieren.