2026-01-09T09:36:09.492Z

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Verein beim FCRJ: Xherdan Shaqiri (l.) und Präsident Rocco Delli Colli
Verein beim FCRJ: Xherdan Shaqiri (l.) und Präsident Rocco Delli Colli – Foto: fcrj.ch

Xherdan Shaqiri steigt beim FC Rapperswil-Jona ein

Promotion-League-Klub vermeldet Coup

Einer der erfolgreichsten Schweizer Fussballer plant seine Karriere nach der Spielerlaufbahn unter anderem am Obersee. Beim FC Rapperswil-Jona aus der Promotion League kauft sich der ex-Nationalspieler als Aktionär ein. Erst kürzlich ist bereits dessen Bruder bei «Rappi» eingestiegen.

Paukenschlag am Obersee: Xherdan Shaqiri beteiligt sich beim FC Rapperswil-Jona. Das teilt der Promotion-League-Club am Dienstagabend mit. Danach berichtete auch das Online-Portal «Linth24» darüber.

Der 33-Jährige wird Minderheitsaktionär. Damit wolle er seinen Weg nach der Karriere vorbereiten, wird Xherdan Shaqiri in der Mitteilung des Vereins zitiert. Dazu gehöre es, die Strukturen eines Clubs kennenzulernen.

«Der FCRJ ist für mich dazu der ideale Verein. Er hat eine gute Grösse, ein schönes Stadion und eine lange Tradition», lässt sich Xherdan Shaqiri im Communiqué zitieren. Zudem stehe der Club für seriöse Arbeit, Jugendförderung, Integration und soziales Engagement.

Zwei Mal Shaqiri für «Rappi»

Zu Beginn dieses Jahres stiegen bereits Xherdan Shaqiris Bruder Erdin Shaqiri sowie dessen Geschäftspartner Arber Sakiri beim FCRJ ein. Die beiden sind schon lange als Berater im internationalen Fussballgeschäft tätig.

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Die beiden hatten Nationalstürmer Breel Embolo in ihrem Portfolio, bis es letzten Sommer zur Trennung kam. Ausserdem berät die gemeinsame Agentur noch die beiden Internationalen Remo Freuler und Grégory Wüthrich.

Erdin Shaqiri und Arber Sakiri sollen ihr Fachwissen und ihr Beziehungsnetz beim FCRJ einbringen. Fürs Erste sollen sich die beiden primär um die Talententwicklung und das Transferwesen kümmern und die Professionalisierung des Clubs weiter vorantreiben

Zukunftspläne angedeutet

Allzu überraschend kommt das künftige Engagement von Xherdan Shaqiri nicht. Kürzlich sagte er gegenüber dem «Sonntagsblick» auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, einen Klub zu besitzen «Sicher! Das ist eine Vision von mir. Falls etwas in diese Richtung passiert, werden Sie es erfahren.»

Nach dieser Ankündigung, wie es schien, und nach dem Einstieg seines Bruders konnte man vermuten, dass auch der aktuelle Spieler des FC Basels gewisse Zukunftspläne am Obersee hat. Xherdan Shaqiri und seine beiden Brüder sind mit FCRJ-Präsident Rocco Delli Colli befreundet.

Zurück in die Challenge League?

Delli Colli zeigt sich denn auch «sehr glücklich» über den Einstieg Shaqiris. «Mit Xherdan kommt nicht nur ein Publikumsliebling und Spitzenfussballer nach Rapperswil-Jona, sondern auch ein grossartiger Mensch», wird der Präsident zitiert.

Zudem ist es Delli Collis erklärtes Ziel, die Verantwortung beim FCRJ auf noch mehr Schultern zu verteilen. Der Verein zählt mit über 40 Teams, 300 Erwachsenen und 600 Jugendlichen zu den grössten Fussballvereinen des Landes. Shaqiri soll sich und seine grosse Erfahrung sowohl im Bereich Leistungssport wie auch im Bereich Breitensport einbringen und unterstützen.

Der FC Rapperswil-Jona hat klare Ambitionen. Kurz- bis mittelfristig will der Verein zurück in die Challenge League, wo der Club von 2017 bis 2019 bereits spielte. Aktuell liegt die Mannschaft von Trainer David Sesa in der Promotion League auf dem fünften Zwischenrang, mit einigen Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze.

Viel Bezug zu Rapperswil-Jona

Aber auch sonst hat Xherdan Shaqiri einen engen Bezug zum FC Rapperswil-Jona und zur Sportanlage Grünfeld. Mit der Schweizer Fussballnationalmannschaft hat Shaqiri viele Male auf dem Joner Grünfeld trainiert.

Abgesehen davon organisierte sein Bruder Arianit Shaqiri mit seiner «Prio Soccer Academy» spezielle Camps für ambitionierte junge Fussballtalente, die «Shaqiri Camps» - so vor einigen Jahren auch eines auf dem Grünfeld. Als Botschafter der Academy war Xherdan Shaqiri damals im Sommer 2017 auch persönlich vor Ort, um mit Juniorinnen und Junioren zu kicken (siehe Video - wir berichteten vor Ort).

Keine Interessenskonflikte

Das Engagement ist sowohl mit dem FC Basel als auch mit der Swiss Football League abgesprochen. Daraus ergebe sich weder für Shaqiri noch für den FCB ein Interessenskonflikt.

Nach dem Ausscheiden der Schweiz im Viertelfinale der Europameisterschaft gegen England gab Shaqiri seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt und kehrte dann auf die neue Super-League-Saison hin zu seinem Stammverein dem FC Basel zurück.

Lange und erfolgreiche Karriere

In seiner langen Aktiv-Karriere spielte er zuvor zwölf Jahre im Ausland – für Bayern München, Inter Mailand, Stoke City, Liverpool und eben Chicago Fire. Mit Bayern München und Liverpool gewann er je einmal die Champions League. Zudem ist er englischer und deutscher Meister, Klub-Weltmeister, deutscher Pokalsieger und natürlich Schweizer Meister und Schweizer Cupsieger.

Für die Schweizer Nationalmannschaft machte Shaqiri 125 Länderspiele. Nur der alleinige Rekordnationalspieler Granit Xhaka ist noch häufiger für die Schweiz aufgelaufen. Shaqiri erzielte 32 Tore. Die drittmeisten Länderspieltreffer für die Schweiz zusammen mit Max Abegglen und nach Alex Frei und Kubilay Türkyilmaz. Dazu lieferte 34 Assists. Er nahm an sieben grossen Turnieren (vier Weltmeisterschaften und drei Europameisterschaften) teil. Damit zählt Shaqiri zu den besten Schweizer Fussballspielern der Geschichte.

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Aufrufe: 014.1.2025, 22:45 Uhr
Marco HuberAutor