2026-03-25T14:09:28.761Z

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Wuppertaler SV: Geschlossene Gegengerade und viele offene Fragen

Es ist zweifelsohne kein entspanntes Osterfest für den Regionalligisten Wuppertaler SV. Neben den massiven sportlichen Problemen zieht der Verein nun wirtschaftlich eine Handbremse.rnrn

von Jörn Koldehoff · Heute, 11:45 Uhr · 0 Leser
Die Gegengerade im Stadion am Zoo bleibt mindestens für die verbleibenden Heimspiel dieser Saison geschlossen.
Die Gegengerade im Stadion am Zoo bleibt mindestens für die verbleibenden Heimspiel dieser Saison geschlossen. – Foto: Tobias Schätzlein

Bereits vom Heimspiel gegen den 1. FC Bocholt an, das am 4. April 2026) um 14 Uhr angepfiffen wird, bleibt die Gegengerade gesperrt. Und das dann auch bis zum Saisonende in den darauffolgenden vier Partien (Gladbach U23, FC Gütersloh, Bonner SC) an der Hubertusallee.

Zuschauerschnitt lässt zu wünschen übrig

„Mit dieser Maßnahme reagiert der Verein auf die wirtschaftliche Situation und kann bereits in der aktuellen Spielzeit mehrere tausend Euro an Betriebskosten einsparen“, teilte der WSV am Mittwoch (25. März) mit. Womit nicht nur der Einsatz von Ordnerinnen und Ordnern, sondern auch die Reinigungskosten gemeint sind. Fans, die bislang auf der Gegengerade gestanden oder gesessen haben, werden gebeten, auf die Nordtribüne oder die Haupttribüne auszuweichen.

Wie genau die finanzielle Situation beim WSV aussieht, ist nicht bekannt. Der von seinen bisherigen Aufgaben freigestellte Sportchef Gaetano Manno hatte mehrfach betont, stets im Rahmen des vom Vorstand freigegebenen Budgets geblieben zu sein. Nicht zuletzt aufgrund des fehlenden sportlichen Erfolgs liegt der Zuschauerschnitt allerdings bei nur 1.919. Zu den bisherigen 13 Heimspielen kamen insgesamt lediglich 24.944 Besucherinnen und Besucher.

Mitgliederversammlung steht an

Ob die Maßnahme vorsichtshalber vollzogen wird, um ein Abrutschen in ein Defizit zu vermeiden, oder sich der Saisonetat bereits im Minus befindet, darüber dürfte die Mitgliederversammlung am Donnerstagabend (26. März) im Barmer Bahnhof Aufschluss geben. Zumindest wird dann der obligatorische Finanzbericht vorgelegt, der allerdings nicht die tagesaktuellen Zahlen umfasst. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass es spätestens aus dem Auditorium entsprechende Rückfragen gibt.

Alles andere als rosig ist weiter die sportliche Lage. Zwar ist der erste Nichtabstiegsplatz weiterhin in erreichbarer Nähe. Zumindest gegen Bocholt muss der WSV aber auf jeden Fall auf Subaru Nishimura und Celal Aydogan verzichten, die gegen Lotte (0:0) jeweils rote Karten gesehen hatten. Wie lange sie gesperrt werden, steht nach Angaben des WSV noch nicht fest. Zudem droht Levin Müller verletzungsbedingt eine Pause.