
Für die Gäste hingegen wird die Lage im Tabellenkeller immer prekärer: Mit nun sieben Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz geht Arenshausen in die letzten fünf Spiele – und auch im Derby blieb die erhoffte Trendwende aus.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Wüstheuterode zollte dem hohen Aufwand der ersten Hälfte Tribut, agierte weniger intensiv und verlor an Zugriff. Arenshausen kam – auch dank gelungener Wechsel – besser ins Spiel und erhöhte den Druck. Die Partie wurde offener, ohne dass die Gäste zunächst zu klaren Chancen kamen. Der Anschlusstreffer fiel schließlich nach einer umstrittenen Szene: Ein Ball sprang zunächst an den Kopf eines Wüstheuteröder Spielers und anschließend an die Hand – der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Michael Drost verwandelte sicher zum 1:2 (75.). In der Folge wirkte Germania verunsichert, zog sich weit zurück und fand kaum noch Entlastung. „Da hätte ich mir mehr Klarheit und Souveränität gewünscht“, kritisierte Henke. Arenshausen witterte seine Chance, kam jedoch nicht mehr zu einer zwingenden Möglichkeit. Stattdessen setzte Wüstheuterode in der Schlussphase den entscheidenden Konter – und der hatte es in sich: In der 90. Minute schnappte sich Felix Bachmann den Ball in der eigenen Hälfte, setzte zu einem beeindruckenden Solo über den gesamten Platz an und drang bis in den gegnerischen Strafraum vor, wo er nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte anschließend Luca Hagemann sicher zum 3:1-Endstand (90.+2). „Der Sieg war verdient. Es war ein dreckiger Sieg, den wir in dieser Situation auch mal gebraucht haben“, resümierte Henke. „Wir wollen Platz drei ins Ziel bringen.“
Bemerkenswert: Auf beiden Seiten mussten im Derby die Torhüter ausgewechselt werden. Bei Wüstheuterode begann Torwarttrainer Kay Sobieraj für den angeschlagenen Tobias Trümper, musste jedoch selbst nach rund 50 Minuten verletzt vom Feld, sodass Trümper doch noch zum Einsatz kam. Auch Arenshausen blieb von einem Torwartwechsel nicht verschont.