2026-06-11T13:43:19.051Z

Relegation

Würzburg schlägt Lok Leipzig: Kickers steigen in die 3. Liga auf

Die Würzburger Kickers gewinnen auch das Rückspiel der Relegation zur 3. Liga +++ "Wir sind wieder da" und "Meister müssen aufsteigen"

von Boris Manz · 01.06.2026, 21:27 Uhr · 0 Leser
Würzburg geht nach oben, Leipzig am Boden: Die Kickers schlagen Lok auch im Rückspiel.
Würzburg geht nach oben, Leipzig am Boden: Die Kickers schlagen Lok auch im Rückspiel. – Foto: Imago/Jan Hübner

Die Relegation zur 3. Liga ist entschieden. Die Würzburger Kickers gewinnen auch das Rückspiel und steigen auf. Lok Leipzig bleibt dagegen trotz der Titelverteidigung in der Regionalliga Nordost.


Vier Jahre Regionalliga Bayern und jetzt sind sie zurück: Die Würzburger Kickers spielen in der Saison 2026/27 wieder in der 3. Liga. Auch das Relegations-Rückspiel gegen Lok Leipzig entschieden die Unterfranken für sich und sorgten für grenzenlosen Jubel auf der einen und große Enttäuschung auf der anderen Seite.

Bonga bereitet erneut den Weg: Würzburg schlägt Leipzig und steigt in die 3. Liga auf

Gegen den Meister der Regionalliga Nordost gingen die Kickers mit Rückenwind: Das Hinspiel gewannen die Rothosen mit 1:0 dank eines Tors von Liam Omore. Vorlage von Tarsis Bonga, der auch im Rückspiel entscheidend beteiligt war.

Der Bruder von Basketball-Weltmeister Isaac Bonga nutzte in der 30. Minute sein Tempo, marschierte auf Rechtsaußen durch und knallte die Kugel scharf vor das Leipziger Tor. Der eingestartete Jermain Nischalke ließ Lok-Keeper Andreas Naumann im Anschluss keine Chance. 1:0! 2:0 nach Hin- und Rückspiel. Auf der Gegenseite hatten Eren Özturk und Lukas Wilton zuvor Chancen liegen lassen. Beide Male verhinderte Daniel Hägele den Einschlag.

Beflügelt von der Führung erhöhten die Kickers den Druck und rissen das Spiel mehr und mehr an sich: Besonders Bonga bekamen die Leipziger nicht in den Griff. Das 2:0 verpassten die Würzburger aber. Leipzig bäumte sich auf, und belohnte sich trotz des starken Kickers-Auftritts selbst. Der eingewechselte Christoph Meier fand Djamal Ziane, der den mitgereisten Lok-Anhang zwischenzeitlich wieder Träumen ließ. Doch nur Sekunden später platzte der Traum.

Michael Schiele brachte Cherif Cissé, der seinem Trainer das Vertrauen umgehend zurückzahlte: Nach geblocktem Schuss von Nischalke tauchte Cissé freistehend im Leipziger Strafraum auf und legte die Kugel an Naumann vorbei. Vorentscheidung! Lok Leipzig bemühte sich auch im Anschluss, der Ausgleich gelang aber nicht mehr. Kurz nach dem Abpfiff entbrannte grenzenloser Jubel bei den Würzburgern.

"Wir sind wieder da!", kommentierten die Kickers ihren Erfolg auf Instagram, das die einmaligen Jubelszenen aus der Nahperspektive zeigt. Lok Leipzig reagierte dagegen mit einem knappen Statement auf die Enttäuschung: "Meister müssen aufsteigen. Für immer Lok Leipzig!" Für Leipzig, den Titelverteidiger der Regionalliga Nordost, ist es bereits der dritte verpasste Aufstieg trotz Meisterschaft.