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WSV Wendschott vor richtungsweisender Rückrunde

Trainer Giuseppe Millemaci setzt auf strukturierte Vorbereitung und klare Korrekturen – Ziel ist der schnelle Weg aus dem Abstiegskampf

von red · 21.01.2026, 16:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Volkhard Patten

Der WSV Wendschott 1 steht in der Bezirksliga Braunschweig, Staffel 1, vor einer wichtigen Rückrunde. Nach einer enttäuschenden Hinserie will Trainer Giuseppe Millemaci mit gezielten Maßnahmen sportlich die Wende einleiten. Die Vorbereitung beginnt Ende Januar, personell gibt es Veränderungen – und auch der Blick auf die Konkurrenz ist klar.

Vorbereitung mit Struktur und Teambuilding

Nach der Winterpause startet der WSV am 23. Januar in die Vorbereitung. Millemaci setzt dabei auf eine Mischung aus klassischen Trainingseinheiten und alternativen Belastungsformen.

„In der Vorbereitung gibt es Einheiten auf dem Sportplatz. Einige Läufe, aber auch Spaß-Einheiten wie Spinning und BodyTemp“, erklärt der Coach. Neben der physischen Komponente sollen auch Teambuilding und Motivation nicht zu kurz kommen.

Unzufriedenheit mit der Hinrunde

Mit dem bisherigen Saisonverlauf zeigt sich Millemaci offen unzufrieden. Die Erwartungen konnten bislang nicht erfüllt werden – vor allem im Hinblick auf die sportliche Entwicklung.

„Wir sind mit dem Abschneiden der Hinrunde nicht zufrieden. Wir laufen leider unseren Erwartungen hinterher“, sagt der Trainer. Besonders die Integration der Neuzugänge habe sich schwieriger gestaltet als erhofft: „Wir konnten unsere Neuzugänge noch nicht dort integrieren, wie wir uns das gewünscht haben – im spielerischen und taktischen Bereich.“

In der Rückrunde soll genau dort angesetzt werden, um bessere Ergebnisse zu erzielen und den Tabellenplatz zu verbessern.

Gute Stimmung als positives Fundament

Trotz der sportlichen Defizite hebt Millemaci einen wichtigen Pluspunkt hervor: den Teamgeist.

„Wir konnten unsere Neuzugänge schnell ins Teamgefüge anpassen, so dass wir eine gute Stimmung im Team haben.“ Diese positive Atmosphäre müsse nun auch auf dem Platz sichtbar werden: „Diese gilt es jetzt auf dem Platz abzurufen.“

Defizite bei Standards und Chancenverwertung

Klar benennt der Trainer auch die sportlichen Schwachstellen seiner Mannschaft. Vor allem bei Standardsituationen und in der defensiven Absicherung sieht er Nachholbedarf.

„Wir sind sehr anfällig bei Standards und in der Restabsicherung.“ Ziel sei es, in der Rückrunde weniger Gegentore zu kassieren. Auch in der Offensive blieb der WSV hinter den Möglichkeiten zurück: „Die vielen ausgelassenen Torchancen in der Offensive haben dazu beigetragen, dass wir Spiele nicht für uns entscheiden konnten und einige Spiele unglücklich verloren haben.“

Ziel: Raus aus dem Abstiegskampf

Die Marschroute für die zweite Saisonhälfte ist klar formuliert. Der WSV will sich schnell von den unteren Tabellenregionen lösen. „Wir wollen so schnell wie möglich aus dem Abstiegskampf herauskommen und versuchen, ins ruhige Fahrwasser zu kommen“, so Millemaci.

Personell gibt es bereits Veränderungen. Zwei Spieler haben den Verein verlassen. „Glenn Kari spielt kein Fußball mehr und Rudi Ibrahim ist in die Kreisliga zu SSV Kästorf Warmenau gewechselt“, berichtet der Trainer. Gleichzeitig laufen Gespräche mit möglichen Neuzugängen: „Bei den Neuzugängen werden gerade Gespräche geführt und wir hoffen, diese zeitnah zu präsentieren.“

Blick auf die Konkurrenz

Auch die Liga-Konkurrenz hat Millemaci genau im Blick. Für ihn gibt es klare Favoriten auf den Meistertitel.

„Für mich ist der SSV Vossfelde die spielstärkste Mannschaft. Sie spielen einen attraktiven und erfolgreichen Fußball und haben eine junge und dynamische Mannschaft.“ Dahinter sieht er den SV Hillerse: „Gleich dahinter sehe ich Hillerse, die mit erfahrenen Spielern oben mitspielen.“