
Rheinhessen. Für die vier Wormser Landesliga-Mannschaften beginnt an diesem Wochenende mit dem 19. Spieltag der Pflichtspielauftakt in das zweite Halbjahr. Während zwei Teams im Aufstiegsrennen mitmischen, haben die beiden anderen Vereine in den kommenden Monaten nur ein Ziel: den Klassenerhalt. Ein kurzer Ausblick vor dem Wiederauftakt.
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Man könnte behaupten, dass die Winterpause für den Wormatia-Nachwuchs zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam. Sieben von acht Spielen vor dem Jahreswechsel gewann die Mannschaft von Trainer Björn Weisenborn und rückte auf Rang zwei der Tabelle vor. Die Hoffnung, möglichst schnell den „Flow” aus Herbst und Winter wieder aufzunehmen, ist beim VfR also berechtigt. Aber: Drei der ersten vier Gegner im neuen Jahr rechnen sich ebenfalls noch Chancen im Aufstiegsrennen aus. Die U21 der Wormaten ist also auf Anhieb gefordert.
Positiv: In der Winterpause verlängerten mehrere Spieler ihren Vertrag beim VfR – ein Zeichen, dass anders als in den Vorjahren die Wormser Zweitvertretung auf Kontinuität setzt und sich die „VfR-Zwote” auch über die Saison hinaus weiterentwickeln kann. Besonders brisant dürfte das letzte Saisonheimspiel des Wormatia-Nachwuchses werden (17. Mai), wenn der VfR II die TSG Pfeddersheim empfängt, wobei es für die einen noch um den Aufstieg und für die anderen um den Abstieg gehen könnte. Erstes Spiel zum Jahresauftakt: am Sonntag gegen den FC Speyer (Platz 5, 31 Punkte).
In den vergangenen Jahren gehörten die Gimbsheimer stets zu den stärksten Mannschaften in der Landesliga Ost. Auch in dieser Spielzeit startete das Team von Trainer Steven Jones stark, rutschte dann vor der Winterpause (nur fünf Punkte in sieben Spielen) jedoch in der Tabelle noch auf Rang acht ab. Doch aktuell nur sechs Punkte hinter dem Wormatia-Nachwuchs (sieben hinter Spitzenreiter SV Büchelberg) bedeuten auch: Eine Siegesserie und die Altrheiner sind zurück im Aufstiegsrennen.
Vor allem die Heimstärke ist seit jeher ein Trumpf der Schwarz-Weißen und dürfte ein Vorteil in den verbleibenden zwölf Ligaspielen sein. Die ersten drei Landesligaspiele in diesem Jahr bestreiten die Gimbsheimer gegen schlechter platzierte und abstiegsbedrohte Mannschaften. Die Topteams aus Büchelberg und Grünstadt müssen zudem noch in Gimbsheim antreten. Heißt: Die Altrheiner dürften noch ein gewichtiges Wort bei den vorderen Tabellenplätzen mitreden. Erster Gegner zum Jahresauftakt: am Sonntag beim TuS Knittelsheim (Platz 14, 15 Punkte).
Nach zwei Abstiegen zuletzt fanden sich die Fußballer der TSG Pfeddersheim auch in dieser Spielzeit schnell wieder im Abstiegskampf. Mehrere Trainerwechsel inklusive. Vorrangiges Ziel von Neu-Trainer Pietro Berrafato ist zweifellos der Klassenerhalt – am besten so früh wie möglich. Leicht macht es ihnen der Spielplan allerdings nicht. In den kommenden Wochen treffen die Pfeddersheimer auf vier Top-7-Mannschaften, in denen die TSG die Außenseiterrolle einnehmen wird.
Es könnte also sein, dass sich TSG-Kapitän Fabio Schmidt und Co bis Saisonende im Tabellenkeller feststecken werden und es in den letzten zwei Heimspielen der Saison im Mai gegen die Mitkonkurrenten Phönix Schifferstadt (Platz 15, 15 Punkte) und TuS Knittelheim (Platz 14, 15 Punkte) zu „Endspielen” um den Klassenverbleib kommen wird. Erstes Spiel zum Jahresauftakt: am Samstag gegen den VfR Grünstadt (Platz 3, 34 Punkte).
Tabellenletzter, mit Kontakt zur Nichtabstiegsregion. Der letztjährige Bezirksliga-Aufsteiger werde „die Flinte noch nicht ins Korn werfen“, hatte TuS-Trainer Franz Graber kürzlich erst gesagt. Die Hoffnung, doch noch die Klasse halten zu können, lebt bei den Wormsern. Der Rücktritt vom Rücktritt von Stürmer-Routinier Philipp Bach macht Hoffnung.
Die ersten fünf Spiele im neuen Jahr, von denen vier Direktduelle gegen ebenfalls abstiegsbedrohte Mitkonkurrenten sind, dürften wegweisend für die restliche Saison sein. Der Druck, in diesen Spielen punkten zu müssen, ist jedenfalls groß. Erster Gegner zum Jahresauftakt: am Sonntag beim SpVgg Ingelheim (Platz 11, 19 Punkte).