
Worms. Vier Spiele bestritt Wormatia Worms in der laufenden Spielzeit, viermal gab es anschließend Applaus und Beifall der VfR-Fans von den Rängen. Wenig verwunderlich nach den Siegen gegen Rot-Weiss Koblenz (4:1) und FK Pirmasens (4:0). Doch auch bei der ersten Niederlage bei der SV Elversberg II (0:1) und beim Pokalaus beim TSV Schott Mainz (1:3 n.V.) honorierten die Wormser Anhänger die Leistung und den Einsatz ihrer Mannschaft. Das Gefühl der Fans: die Wormaten und ihr Trainer Artur Lemm sind auf dem richtigen Weg.
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Ein gutes Gefühl für die gerade erst begonnene Spielzeit hat auch Rückkehrer Altin Vrella, der nach einem halbjährigen Intermezzo beim hessischen SV Hummetroth nun wieder mit dem Drachen auf der Brust aufläuft. Trotz der vermeidbaren Pleite im Saarland. Trotz des frühen Ausscheidens im Pokal beim Titelverteidiger. „Ich hatte keine tolle Nacht“, erklärte der Abwehrspieler tags darauf. Das Pokalspiel spukte wenig verwunderlich noch durch den Kopf des 27-Jährigen. Für Vrella hatte das Spiel schlecht begonnen. Beim Vorwärtsverteidigen trat er seinem Gegenspieler auf Höhe der Mittellinie schon früh auf den Fuß und sah nach 16 Minuten die Gelbe Karte. Kein gutes Vorzeichen gegen die exzellent besetzte Offensivreihe der Mainzer.
„Der 18-jährige Altin wäre dann vielleicht nicht mehr noch 100 Minuten auf dem Platz gestanden“, sagt Vrella, der sich des Risikos, vom Platz zu fliegen, fortan bewusst war. „Ich wusste schon, ich muss jetzt verantwortungsbewusst agieren und darf mir nichts mehr erlauben.“ Nah am Mann dran, sichere Tacklings – der Abwehrspieler spielte die Erfahrung aus, die Wormatia-Joker Isaac Okwubor noch fehlt. Der Stürmer kam in Halbzeit eins für den angeschlagenen Nicolas Obas, musste nach seinem Tor in Durchgang zwei aber wieder vom Feld, da er kurz vor seiner zweiten Gelben Karte stand.
Altin Vrella berichtet von einer kurzen Unterhaltung in der Halbzeitpause mit Trainer Artur Lemm. „Er meinte zu mir: ‚Altin, ich muss dir nicht sagen, wie du dich auf dem Feld verhalten musst.‘“ Diese Ansage seines Coaches genügte. Anders als seine Mitspieler Raphael Akoto (Gelb-Rot in der 105+3. Minute) und Kapitän Tom Fladung (Zeitstrafe, 113.) spielte Vrella durch und verteidigte mit Geschick und auch jeder Menge Dusel bis in die 84. Minute die Führung der Wormser. Das Aus kam dennoch.
In ein Loch wie im Vorjahr, als die Wormaten am bitteren Pokalaus gegen Pirmasens monatelang zu knabbern hatten, glaubt der ehemalige Wormatia-Kapitän mit seiner Mannschaft jedoch nicht zu fallen. Schon im Heimspiel gegen den SV Auersmacher (Samstag, 14 Uhr, EWR-Arena) soll der nächste Dreier eingefahren werden. „Wir denken gar nicht darüber nach, dass nochmal so eine Negativserie kommen könnte“, sagt Vrella und macht das an verschiedenen Punkten fest. „Wir haben ein Top-Trainerteam und eine Mannschaft mit Top-Charakteren, die alle weiter hart arbeiten wollen und nicht in den zweiten Gang schalten werden.“
Gegen die Saarländer, die mit Pleiten gegen TSV Gau-Odernheim (1:2) und TuS Koblenz (0:4) in die Saison starteten, zuletzt gegen Hertha Wiesbach aber den ersten Saisonsieg einfuhren (2:1), setzt Altin Vrella auf einen weiteren Trumpf und wesentlichen Unterschied zum Pokalaus im Vorjahr. „Wir haben Fans, die uns absolut supporten und für eine ganz andere Stimmung sorgen.“ Die Spiele bei der SV Elversberg II und in Mainz waren dafür zuletzt der beste Beweis.