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Spielvorbericht

Wormatia Worms: „Gezwungene“ Rotation gegen Hertha Wiesbach

Im Vergleich zum vergangenen Wochenende muss Worms’ Trainer Anouar Ddaou seine Startelf im Oberliga-Duell gegen den FC Hertha Wiesbach umbauen +++ Ein Allrounder fehlt gesperrt

von Stefan Mannshausen · 19.09.2025, 08:30 Uhr · 0 Leser
Zu Saisonbeginn mit wenig Einsatzminuten, aber zuletzt sehr gut in Form: Wormatias Mittelfeldspieler Kaan Özkaya (links) im Kampf um den Ball mit Bastian Hommrich von der Arminia aus Ludwigshafen.
Zu Saisonbeginn mit wenig Einsatzminuten, aber zuletzt sehr gut in Form: Wormatias Mittelfeldspieler Kaan Özkaya (links) im Kampf um den Ball mit Bastian Hommrich von der Arminia aus Ludwigshafen. – Foto: Christine Dirigo - Archiv

Worms. Trainingswoche statt englischer Woche. Wie schon in der vergangenen Woche, als sich die Oberliga-Fußballer des VfR Wormatia Worms „umsonst” auf die Partie beim FK Pirmasens vorbereiteten (das Spiel wurde wegen eines unbespielbaren Rasens kurzfristig abgesetzt), hatten die Wormaten auch in dieser Woche genügend Zeit, um sich auf den kommenden Gegner (14 Uhr, Samstag, EWR-Arena) einzustellen. Den FC Hertha Wiesbach.

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Der Gegner

Die Gäste aus dem Saarland feierten in diesem Sommer nach zwei Jahren in der Saarlandliga die Rückkehr in die Oberliga und haben im Vergleich mit den zwei anderen Aufsteigern TSV Gau-Odernheim (10 Punkte) und FV Dudenhofen (4) bislang die meisten Zähler eingefahren (12). Zuletzt gewannen sie das emotionale Derby gegen den FV Eppelborn 3:1. „Sie haben wenig Druck, weil sie schon viele Punkte gesammelt haben”, sagt Ddaou und verweist bei Wiesbach auf eine „kompakte Defensive”, „wenig Platz im Zentrum” und „gefährliche Umschaltaktionen”. Bis auf den Sieg gegen den SV Gonsenheim (2:0) punkteten die Saarländer bislang gegen Teams aus dem Tabellenkeller dreifach (Arminia Ludwigshafen, Sportfreunde Eisbachtal, FV Eppelborn). „Sie werden sicher auch noch gegen favorisierte Mannschaften punkten”, glaubt Ddaou, der FC-Stürmer Pascal Piontek (sechs Spiele, drei Tore) für einen „klasse Stürmer” hält. Noch mehr Tore für Wiesbach schoss in dieser Spielzeit aber Sören Maas (sieben Spiele, fünf Tore).

Die Taktik

„Unabhängig von der Formation des Gegners”, sagt 45-jährige Wormser Coach, „geht es darum, dass wir uns an die Grundprinzipien unseres Spiels halten.” Da Ddaou von einem abwartenden Gegner und einer Fünferkette im Spiel gegen den Ball ausgeht, rechnet der Wormatia-Trainer mit viel Wormser Ballbesitz am Wochenende. „Wir müssen den Gegner bespielen und haben verschiedene Varianten dafür in den letzten Wochen trainiert”, sagt Ddaou, der in dieser Trainingswoche den Fokus auf den Spielaufbau und das eigene Offensivspiel seiner Mannschaft richtete.

Zuletzt machte Kaan Özkaya im zentralen Mittelfeld des VfR mit guten Leistungen auf sich aufmerksam und überzeugte als Graf-Ersatz (bei dessen Gelb-Rot-Sperre) mit einer etwas offensiveren Ausrichtung. Doch ob im wie zu Saisonbeginn klassischen 4-2-3-1-System oder wie zuletzt in der Variante mit nur einem Sechser und zwei offensiven Achtern daneben (4-1-4-1), ist Ddaou wichtig, dass seine Mannschaft den Gegner bespiele. Nicht andersrum.

Das Personal

Schon am vergangenen Sonntag auf dem Petersberg war klar, dass sich die Aufstellung der Wormatia gegen Wiesbach zwangsläufig ändern würde. Allrounder Thomas Roetynck hatte dort unmittelbar vor dem 2:1 der Gau-Odernheimer die Ampelkarte gesehen. Er sitzt gegen Wiesbach also seine Sperre ab und muss zusehen. Das gleiche „Los” könnte Leo Klein treffen. Der Innenverteidiger konnte in dieser Woche genauso wie Marc Nauth (beide muskuläre Probleme) nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. „Das ist beides nichts Wildes, aber für die Startelf reicht es wahrscheinlich nicht”, hatte Ddaou bei seinen Stammspielern am Donnerstagnachmittag aber noch die Hoffnung, dass es zumindest für Jokereinsätze reichen könnte. Einer, der von den Ausfällen seiner Teamkollegen profitieren könnte, ist Nicolas Obas, der seine Adduktoren-Problemen auskuriert hat, seit der vergangenen Woche wieder ohne Beschwerden trainiert und laut Ddaou „sicher eine Option” für das Wiesbach-Spiel ist.