
Worms. Schon bei der harmonisch abgelaufenen Mitgliederversammlung des VfR Wormatia Worms am Dienstag, bei der die Vorstände Florian Natter (Erster Vorsitzender) und Holger Busch (Stellvertretender Vorsitzender) wenig überraschend in ihren Ämtern bestätigt wurden, kam das bevorstehende Spiel der Wormser gegen den TuS Mechtersheim (Samstag, 14 Uhr) mehrfach zur Sprache. Die Vorfreude und die Motivation, den aktuellen Tabellenführer der Oberliga zu stürzen, das merkte man, ist groß bei den Wormaten.
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Fünf Punkte trennen die Mannschaft von Wormatia-Trainer Artur Lemm vom Primus, bei dem der ehemalige Trainer der TSG Pfeddersheim, Nauwid Amiri, an der Seitenlinie steht. Nach dem Oberliga-Abstieg 2025 übernahm der Bruder von Nationalspieler Nadiem Amiri das Traineramt in Mechtersheim und führte die Mannschaft auch dank des einen oder anderen kostspieligen Transfers zurück in Liga fünf. „Das ist eine total crazy erfahrene Mannschaft, sehr routiniert”, sagt Lemm, „mit sehr viel Qualität.”
Im Kader der Blauen stehen zahlreiche Spieler, mit denen sich auch Topvereine der Oberliga oder gar Regionalligisten in der jüngeren Vergangenheit beschäftigten, Vereine wie die Wormatia aber „leer“ ausgingen. In den vergangenen Monaten wurde mehrfach auch die Stärke der diesjährigen Aufsteiger thematisiert, die wie erwartet ihren Teil in der so ausgeglichenen Oberliga-Spielzeit beisteuern. Klar ist dennoch: Von der individuellen Klasse des Kaders thront die Amiri-Elf nochmal über den anderen Neulingen. Artur Lemm findet: „Mechtersheim ist ein außergewöhnlicher Aufsteiger.”
Zu den Topspielern der Liga gehören mit Etienne Portmann (96 Regionalligaspiele), Dennis de Sousa Oelsner (6 Drittligaspiele) und Nico Pantano (unter anderem 323 Oberligaspiele) auch drei TuS-Offensivspieler, die den herausragenden Angreifer und Ex-Wormser Andrew Wooten flankieren. „Der hat Bundesliga, zweite Liga, MLS oder Nationalmannschaft für die USA gespielt”, zählt Lemm die beeindruckende Vita des schon 36-jährigen Stürmers auf, der in der bisherigen Saison in zehn Spielen elf Tore erzielt hat.
Als Favorit gehen die Wormser also nicht in das Spiel. Auch wenn sie in den Heimspielen gegen die Topteams der Liga in der bisherigen Spielzeit bislang immer gut aussahen. 4:0 Pirmasens, 3:2 TuS Koblenz, 5:1 Wittlich – die Punktdifferenz zu Mechtersheim verspielten die Wormaten gegen Underdogs. Ein besonders schlechtes Pflaster: Teams aus dem Saarland (0:1 Elversberg II, 1:2 Auersmacher, 2:3 Wiesbach).
Die Tabellenkonstellation, Derbycharakter, ein starker Gegner – Artur Lemm spricht von einer „absoluten Motivation” innerhalb seiner Mannschaft und hofft, dass sein Team „alle relevanten Themen für einen Sieg gegen ein Topteam am Samstag ein bisschen mehr” wolle, als der Gegner. Dazu gehöre, „Zweikämpfe anzunehmen und sie zu gewinnen.” Im Spiel mit dem Ball wünscht sich der Wormatia-Trainer mehr Klarheit.
Gegen Ahrweiler, mit der Führung im Rücken, habe seine Mannschaft mehrere Angriffe hergeschenkt, weil seine Spieler diese zu „schlampig” zu Ende gespielt hätten. Diese Räume, die es gegen die spielstarken Mechtersheimer zwangsläufig geben dürfte, gilt es, wenn es nach dem Wormser Coach geht, besser zu nutzen. Für das Mechtersheim-Spiel stehen Artur Lemm die zuletzt fehlenden Laurenz Graf, Volkan Rona, Ufuk Kömesögütlü und Nathan Büker weiter nicht zur Verfügung.