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Wormatia Worms: Ein Wochenende, zwei Ziele

U19-Coach John Antuna betreut den Oberligisten auch gegen Ludwigshafen +++ Kein neuer Trainer in Sicht

von Stefan Mannshausen · 11.10.2024, 22:12 Uhr · 0 Leser
Wormatia-Kapitän Sandro Loechelt (mitte) kann gegen Ludwigshafen wohl nicht mittun.	Archivfoto: Christine Dirigo/pakalski-press
Wormatia-Kapitän Sandro Loechelt (mitte) kann gegen Ludwigshafen wohl nicht mittun. Archivfoto: Christine Dirigo/pakalski-press

Worms. Der Zeitplan von John Antuna ist auch an diesem Wochenende pickepackevoll. Wie fast jeden Tag in der Woche ist der Fußballtrainer des VfR Wormatia Worms auch am Samstag und am Sonntag im Doppeleinsatz. Samstags mit seiner U19 bei der TSG Bretzenheim, sonntags mit dem Oberliga-Team der Wormaten gegen Arminia Ludwigshafen (14 Uhr, EWR-Arena). Die Ziele des Interimstrainers, der nach den Rücktritten von Chefcoach Peter Tretter und dessen Co Benny Früh aktuell auch die Aktiven-Mannschaft der Wormser betreut, sind klar: Sieg mit der U19 und den Oberligisten zurück in die Erfolgsspur führen.

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„Wir hatten eine gute Trainingswoche”, berichtet Antuna, der bereits mithalf die krankheitsbedingte Abwesenheit von Tretter gemeinsam mit Christoph Schunck (Co-Trainer Analyse) und Früh zu überbrücken und die Wormatia-Fußballer nach der 0:1-Niederlage beim SC Idar-Oberstein nun eine Woche lang hauptverantwortlich auf die nächste Begegnung vorbereiten konnte. Er habe ganz viele Ideen im Kopf, hatte er schon nach der Partie in Idar-Oberstein berichtet, und den Fokus im Training anschließend auf die Defensive und das Zweikampfverhalten sowie das Verteidigen von langen und hohen Bällen gelegt. Dinge, mit denen die Gegner den Wormsern zuletzt viel zu leicht Schwierigkeiten bereiten konnten. „Ich will natürlich noch nichts verraten”, sagt der Deutsch-Amerikaner mit Blick auf den kommenden Gegner, erklärt aber: „Am liebsten sehe ich attacking soccer.” Heißt: Schnelle Ballgewinne, Tempo im eigenen Ballbesitz, vertikales Passspiel in die Spitze.

Ein Wormatia-Spieler, der für schnelle Ballstafetten und zielstrebigen Angriffsfußball prädestiniert ist, fällt gegen die Arminia aus Ludwigshafen jedoch vermutlich aus. Sandro Loechelt, der Kapitän der Wormser ist krank und konnte die gesamte Woche nicht trainieren. Er dürfte für Antuna deswegen am Spieltag wohl kaum eine Option sein. „Sandros Ausfall täte uns weh, denn er ist einer der besten Spieler der Liga”, sagt der 38-jährige Interimstrainer, dem allerdings ansonsten bis auf die fehlenden Langzeitverletzten der gesamten VfR-Kader zur Verfügung steht.

Ein Ausfall, der schmerzt

Wie lange John Antuna auch über das Ludwigshafen-Spiel hinaus im VfR-Kosmos künftig mit U19 und Oberliga „zweigleisig“ fährt, ist noch nicht klar. Zwar erklärte Wormatias Sportlicher Leiter Aydin Ay am Freitagmittag, dass es „vor der nächsten Woche keine Verkündung“ in der Trainerfrage geben werde, man aber natürlich schnellstmöglich einen Durchbruch bei der Trainersuche anstrebe. Nach zuletzt drei ernüchternden Auswärtspleiten innerhalb einer Woche drängt die Zeit, denn bei weiteren Niederlagen droht den Wormsern endgültig Oberliga-Mittelmaß.

Stellt sich die Frage, für welche Art Fußball der neue Wormatia-Trainer stehen soll? Nahe liegt, dass Ay einen Trainer sucht, der für Ballbesitz, fußballerische Lösungen und attraktiven Offensivfußball steht. Komponenten, auf die auch der Ex-Trainer Ay bei seinen vorherigen Stationen in Waldalgesheim und Schott Mainz und nicht zuletzt auch bei den Spielertransfers im Sommer großen Wert legte. Der Sportliche Leiter erklärt diplomatisch: „Ich lasse meine Person da raus, denn es geht nur darum, für die Wormatia den besten Trainer zu finden.“ Kommt also auch ein erfahrener Coach, der das fragil wirkende Konstrukt mit Stabilität, dafür aber weniger fußballerischen Komponente wieder aufrichtet in Frage? Aydin Ay, so viel ist sicher, wird darauf demnächst eine Antwort geben.