
Worms/Pirmasens. Doppel- statt Dreierpack. Aus den drei geplanten Topspielen an diesem Wochenende, bei denen sich die aktuell besten sechs Oberliga-Mannschaften im direkten Duell gegenüberstehen sollten, sind zwei geworden. Die Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und TuS Koblenz wurde wegen ordnungsbehördlicher und polizeilicher Auflagen verschoben und soll am zweiten Dezember-Wochenende (13./14.) ausgetragen werden. Folglich sind an diesem Wochenende nur die Teams auf den Tabellenplätzen eins, vier, fünf und sechs im Einsatz.
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Die Wormaten erlebten am vergangenen Wochenende in Eppelborn eine große Enttäuschung, als sie dem Tabellenletzten FV Eppelborn 1:4 unterlagen und nach dem Pokalaus gegen Pirmasens, und der ebenfalls deutlichen Niederlage gegen TuS Koblenz im Spitzenspiel (1:4) die dritte bittere Niederlage innerhalb kürzester Zeit einstecken mussten. Die Mannschaft von Trainer Anouar Ddaou steckt das erste Mal unter ihrem neuen Trainer in einer schwierigen Phase. Das Selbstvertrauen, dass die VfR-Spieler mit starken Auftritten zuvor gesammelt hat, hat gelitten. Bei einer weiteren Niederlage würden die Wormser im Aufstiegsrennen der Oberliga endgültig eine Verfolgerrolle einnehmen. Die Konstellation lässt aber auch eine andere Richtung zu. Denn gewinnt die Wormatia am Samstag (14:30 Uhr) beim FC Emmelshausen-Karbach und am Mittwoch ihr Nachholspiel beim FK Pirmasens, wäre sie statt in der Verfolgung eines Quintetts, plötzlich sogar wieder ganz in der Nähe von Platz eins.
Von Rang eins und dem Aufstieg in die Regionalliga war vor der Saison beim FC Emmelshausen-Karbach (bis Sommer FC Karbach) nicht die Rede. Gemeinsam mit dem FV Engers gehört das Teams aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis zu den bisherigen Überraschungsteams unter den Top-Sechs des Oberliga-Tableaus. Der aus mehreren TV-Formaten und der Baller League bekannte Goalgetter Max Wilschrey (zwölf Tore in 13 Spielen), das spielstarke Eigengewächs Janik Otto (acht Tore in 15 Spielen) und Dylan Esmel (kam im Sommer vom TuS Koblenz) sind nur drei individuell starke Akteure in den Reihen des Kaders, zu dem auch die Ex-Wormaten Marco Bresser und Jamal Chinedu Willrich zählen.
Eine weitere Positiv-Überraschung der Liga gastiert am Samstag (14 Uhr) beim Tabellenführer in Pirmasens. Die bisherige Topspiel-Bilanz liest sich für den FVE ausbaufähig. 0:4 auf dem Betzenberg bei der FCK-Reserve, 1:4 in Worms und 0:2 gegen Emmelshausen-Karbach. Einziger Sieg der Mannschaft vom Wasserturm gegen ein Top-Sechs-Team war der 2:1-Heimsieg gegen TuS Koblenz Anfang Oktober. Ganz anders die Pirmasenser, die genau wie Engers (0:5 gegen Eintracht Frankfurt) ein frühes Saisonhighlight erlebten, als sie in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen einen Bundesligisten antraten (1:2 gegen den Hamburger SV nach Verlängerung). Der FKP punktete bislang in jedem „Topspiel”. 1:1 gegen TuS Koblenz, 3:0 gegen 1. FC Kaiserslautern II, 3:3 gegen FC Emmelshausen-Karbach. Auch im Verbandspokal besiegten die Pfälzer dramatisch den VfR Wormatia Worms (9:8 nach Elfmeterschießen), den sie nach der Engers-Partie zum Nachholspiel erwarten (12. November).