2026-01-14T07:55:46.445Z

Allgemeines
Erste Ansagen im neuen Jahr: Wormatia-Trainer Anouar Ddaou (schwarze Jacke) dirigiert beim Trainingsauftakt der Wormser seine Überlegungen den VfR-Spielern.	Foto: Christine Dirigo/pakalski-press
Erste Ansagen im neuen Jahr: Wormatia-Trainer Anouar Ddaou (schwarze Jacke) dirigiert beim Trainingsauftakt der Wormser seine Überlegungen den VfR-Spielern. Foto: Christine Dirigo/pakalski-press

Wormatia Worms: Auftakt ohne Innenverteidiger

Beim Startschuss ins Fußballjahr 2026 fehlen auf dem Trainingsplatz auf der "Problem"-Position mehrere Akteure

Worms. Fünf Grad, nasskalt, immer wieder setzt Nieselregen ein. Nicht gerade verlockend. Doch angesichts der bitterkalten Tage zuvor mit Minustemperaturen und Glätte, konnten sich die Oberliga-Fußballer des VfR Wormatia Worms bei ihrem Auftakt in die Wintervorbereitung über die Wetterbedingungen beinahe sogar freuen. Thermokleidung, Mützen und Schlauchschals waren dennoch angesagt, als die Spieler von VfR-Trainer Anouar Ddaou zur ersten Einheit des Jahres auf den Kunstrasenplatz der Alzeyer Straße schritten.

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19 Spieler plus zwei Torhüter – so groß war die Spieleranzahl der Wormaten zum Auftakt. Auch Leo Klein erschien zeitweise auf dem Platz, begnügte sich nach seinem monatelangen Fehlen (Schambeinverletzung) jedoch mit Laufeinheiten. Physiotherapeut Patrick Matos begleitete ihn bei seinen Runden um den Platz teilweise und sagte anschließend: „Bei Leo gehen wir es langsam an, denn wir brauchen ihn.” Womöglich in der kommenden Woche, so der Wunsch des Wormser Verantwortlichen, könne Klein bei ersten Teilen des Mannschaftstrainings wieder mitmischen.

„Wir gehen es langsam an, denn wir brauchen ihn”

In dieser Spielzeit lief Klein in gerade mal vier Ligaspielen für den VfR auf. Vertreten wurde der 22-Jährige von Luca Baderschneider, der den Trainingsauftakt seinerseits verpasste, weil er berufsbedingt fehlte. Der Linksfuß spielt eine solide Saison. Schwache Spiele hielten sich mit souveränen Auftritten die Waage. Spielerische Mängel machte der Defensivmann dabei mit Einsatzwillen und Kampfgeist wett. Rechts an seiner Seite war im ersten Halbjahr dieser Saison Altin Vrella gesetzt. Auch er fehlte beim Trainingsauftakt und wird es auch noch mindestens die nächsten drei Wochen tun. Mit einem gebrochenen Kahnbein schleppte sich der Wormatia-Kapitän durch die vergangenen Monate – nun ließ Vrella die notwendige Hand-OP über sich ergehen.

Für die ersten Trainingswochen im neuen Jahr bedeutet das für Trainer Anouar Ddaou: Innenverteidiger gesucht. Neben Baderschneider dürften in den ersten Testspielen des neuen Jahres Defensivallrounder a la Laurenz Graf im Abwehrzentrum auftauchen, denn eine Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers steht aktuell nicht bevor.

Torhüter soll Wormatia noch verstärken

Mit Mittelfeldspieler Jabez Makanda begrüßte Ddaou zum Trainingsauftakt einen „Neuen“ auf dem Platz, der bereits Ende des vergangenen Jahres mit seinen künftigen Mitspielern mittrainierte. Den VfR im Winter endgültig verlassen haben Thomas Roetynck, Malik Yerima (SG Hüffelsheim), Ajet Grajcevci und Torhüter Timo Ulpins (SV Unter-Flockenbach). Ein dritter Keeper soll deswegen das Duo um die unumstrittene Nummer eins Tobias Edinger und dessen Stellvertreter John Dos Santos noch verstärken.

Schon jetzt denken die Wormatia-Verantwortlichen bei der Kaderplanung über die aktuelle Saison hinaus. Diese werden die Wormaten, im Niemandsland der Oberliga-Tabelle platziert, maximal erfolgreich zu Ende spielen wollen, ehe in der kommenden Spielzeit der Abstand auf die Top-Mannschaften weiter verringert werden soll.

Alle Innenverteidiger im März wieder da?

Für viele aktuelle Wormatia-Spieler, die im ersten Teil dieser Spielzeit hinter ihren (wohl auch eigenen) Erwartungen geblieben waren, geht es in den anstehenden Monaten auch darum, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Und damit um einen Vertrag über den Sommer hinaus. In der ersten Trainingseinheit des neuen Jahres gingen die VfRler beherzt zur Sache. „Ball nicht nur tropfen lassen, Pass spielen”, rief Ddaou seinen Spielern immer wieder zu. Kurz darauf unterbrach er eine Passübung, bei der sich drei Teams gegenseitig die Bälle abluchsten. „Wenn wir gegen den Ball kompakt und aggressiv sind, kommt das im Spiel unserer Offensive zugute. Das, was einfach ist, müssen wir also besser machen.”

Definitiv nicht einfach für den Wormatia-Trainer wird kurzfristig die Besetzung der Innenverteidiger-Position. Gut für Anouar Ddaou und Co: Wenn im März die Liga wieder ihren Betrieb aufnimmt, sind, wenn alles nach Plan verläuft, neben Luca Baderschneider auch Kapitän Altin Vrella und „Dauerpatient” Leo Klein einsatzfähig.

Aufrufe: 014.1.2026, 12:00 Uhr
Stefan MannshausenAutor