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Spielvorbericht

Wormatia-Trainer Ddaou: »Wir müssen abliefern»

Vor dem Heimspiel von Oberligist Wormatia Worms gegen den FV Dudenhofen ist der Druck auf Spieler und Trainer groß +++ Der VfR-Coach spricht deswegen Klartext

von Stefan Mannshausen · 10.04.2026, 12:00 Uhr · 0 Leser
Einsatz und Leidenschaft sind gefragt: Wormatias Rechtsverteidiger Fridel Ralda de Oliveira (rotes Trikot) kommt vor dem Gau-Odernheimer Philip Kohlstadt an den Ball. 	Archivfoto: Christine Dirigo/pakalski-press
Einsatz und Leidenschaft sind gefragt: Wormatias Rechtsverteidiger Fridel Ralda de Oliveira (rotes Trikot) kommt vor dem Gau-Odernheimer Philip Kohlstadt an den Ball. Archivfoto: Christine Dirigo/pakalski-press

Worms. Wormatia-Trainer Anouar Ddaou fasst prägnant zusammen: „Das, was wir uns in der Wintervorbereitung erarbeitet haben, hat man genau zwei Spiele gesehen. Danach nicht mehr.” Das Problem: Inzwischen haben die Wormaten schon fünf Spiele im neuen Jahr bestritten und sind in der ohnehin wenig zufriedenstellenden Oberliga-Spielzeit endgültig aus dem Tritt gekommen. Im Heimspiel gegen den FV Dudenhofen am Samstag (14 Uhr, EWR-Arena) sind die Wormser nach mehreren schwachen Auftritten zuletzt unter Druck. Sie drohen, in der Tabelle weiter abzurutschen.

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Spieler gesucht, die Verantwortung übernehmen

Anouar Ddaou sieht es pragmatisch. „Wir erleben eine komplett schwierige Saison, und sind jetzt alle gefragt.” Neben dem Trainerteam fordert er jeden einzelnen Spieler dazu auf, „abzuliefern”. Dieses Wort verwendet der 45-jährige Coach innerhalb weniger Minuten mehrfach. „Wir müssen dahin kommen, dass jeder, egal wo er spielt, egal neben wem er spielt, in der Lage ist, abzuliefern.” Die zuletzt drei Spiele in Folge torlose Angriffsreihe seiner Mannschaft spricht er direkt an: „Wir haben zwei Spieler, die regelmäßig treffen. Das sind Mert Özkaya und Nico Jäger.” Und weiter: „Unsere Stürmer haben nicht so abgeliefert, wie sie und wir es uns gewünscht haben”, deswegen komme es umso mehr auf alle Spieler an.

Doch das mit Verantwortung übernehmen ist in einem Kader, in dem zwar viele Talente stehen, sogenannte Führungsspieler aber zuletzt aus unterschiedlichen Gründen eben nicht ablieferten, gar nicht so leicht. Worms’ Coach präzisiert: „Im Winter ist unser Kapitän (Altin Vrella, Anm. d. Red.) von Bord gegangen. Unser neuer Kapitän (Tom Fladung, Anm. d. Red.) ist seit Wochen verletzt und sein Vize (Laurenz Graf, Anm. d. Red.) fehlte jetzt gesperrt.”

Einige Spieler aus dem VfR-Kader werden wohl mit Schmerzen am Wochenende auflaufen

Neben Graf (Ampelkarte zuletzt bei Hertha Wiesbach) fehlen den Wormaten gegen die abstiegsbedrohte Mannschaft aus Dudenhofen die ebenso gesperrten Kaan Özkaya (noch ein Spiel) und Niklas Meyer (ebenfalls Ampelkarte zuletzt). Auch die weiter verletzten Tobias Edinger und Marc Nauth sind keine Option für das Wochenende. Dafür beißen voraussichtlich mehrere angeschlagene Spieler auf die Zähne. „Wenn sich die Verletzung durch einen Einsatz nicht verschlimmern kann, spielen die Jungs”, sagt Ddaou, der sich in puncto Einsatzwillen vor seine Mannschaft stellt. „Meine Spieler wollen, das sehe ich in jedem Spiel.”

Und genau deshalb bleibt für den Coach bei gleich mehreren angeschlagenen Akteuren mit Blick auf die Einsatzchancen im Dudenhofen-Spiel ein „Hoffnungsschimmer”. Kapitän Fladung könnte im zentralen Mittelfeld sein Comeback feiern, Leo Klein in der Innenverteidigung. Auch Lukas Sundin (Knie) und Jabez Makanda (Schulter) werden, wenn im Abschlusstraining nichts mehr passiert, laut ihres Trainers wohl „mit Schmerzen spielen” können.

Nach einer deutlichen Ansage seitens des Trainers am Montagabend habe, erzählt Ddaou, die Mannschaft eine Reaktion gezeigt. „Im Training ging es richtig zur Sache und mein Eindruck ist, dass die Spieler die Situation verstanden haben und genau wissen, um was es aktuell geht”. Seinen und den Job des Trainerteams beschreibt er vor dem wichtigen Heimspiel wie folgt: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Jungs weiter an sich glauben.” Kein leichtes Unterfangen angesichts 315-torlos-Minuten, fehlender Ergebnisse, Unruhe und Diskussionen im Umfeld und hoher Erwartungen, denen die Mannschaft in den vergangenen Monaten nur selten gerecht wurde.