
Worms. Oberligist VfR Wormatia Worms hat am Samstagnachmittag für einen versöhnlichen Jahresabschluss gesorgt und kann „entspannt“ in die Winterpause gehen. Das Team von Coach Marco Reifenscheidt gewann vor 623 Zuschauern sein abschließendes Ligaspiel in 2024 in der heimischen EWR-Arena gegen den TuS Mechtersheim mit 2:1 (1:0). Die Wormatia überwintert damit auf dem siebten Tabellenrang. Der Vorsprung zum Liga-13. Sportfreunde Eisbachtal beträgt sechs Punkte. Die beiden ersten Tabellenplätze sind allerdings kein Thema mehr. Der Ligazweite 1. FC Kaiserslautern II hat bereits 20 Zähler mehr als die Wormser (27 Punkte) gesammelt. Der Wormser Klub hat Veränderungen für die Winterpause angekündigt. Eine erste Personalie wurde am Samstag publik, als die Wormatia Physiotherapeut Dominik Rudy verabschiedete. Er wird künftig dem Betreuerstab des 1. FC Kaiserslautern in der 2. Bundesliga angehören.
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Guter Gast, aber das Heimteam trifft
Zum Spiel: „Die Beine und Köpfe waren schwer. Wir haben lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Zehn Minuten vor der Halbzeit hatten wir dann die Kontrolle“, befand der Wormser Cheftrainer Marco Reifenscheidt nach dem knappen Sieg und sagte: „Das Tor vor der Halbzeit war ein Dosenöffner. Die Jungs haben im zweiten Durchgang alles reingeworfen. Wir dürfen nach dem 2:0 die Mechtersheimer nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Letztlich ging es aber darum, dass die drei Punkte hier bleiben. Jeder hat sicherlich gesehen, dass der Rasen wahnsinnig tief gewesen ist. Wir haben einen Arbeitssieg gelandet.“
Mechtersheim war in den ersten 35 Minuten die bessere Mannschaft. Das Team des bundesligaerfahrenen Coachs Jürgen Kramny, das mit nur 17 Punkten auf einem Abstiegsplatz steht, hatte die ersten guten Chancen der Partie. Die Wormatia hätte sich nicht beschweren können, wenn sie nach einer halben Stunde in Rückstand gewesen wäre. Zwischen der 20. uns 35. Minute hatte der TuS seine beste Phase. Der Mechtersheimer Everest Sulejmani prüfte Wormatia-Keeper Luca Pedretti (21.). Kurz darauf vergaben Dennis Arnst (23., 28.) und Max Lichti (32.) gute Möglichkeiten. „Worms hatte mehr Ballbesitz, aber wir dafür die besseren Chancen“, klagte Kramny später und betonte: „Das 0:1 kurz vor der Pause darf halt so nicht fallen.“ Ausgerechnet der ehemalige Mechtersheimer Spielführer Mert Özkaya staubte zum 1:0 (44.) ab. Der Wormser Führungstreffer fiel in einer Phase, in der der VfR erstmals auch feldüberlegen war.
„Es war eine anstrengende Hinrunde für alle“
Nach der Halbzeitpause drückten wieder die Pfälzer. Bei einer Direktabnahme von Arnst reagierte Pedretti erneut hervorragend (52.). Josip Saravanja verzog für den TuS nur knapp (57.). Nach einer Stunde konnten sich die Wormser vom Mechtersheimer Druck befreien. Und Mert Özkaya vergab das 2:0 (76.). Besser machte es dann drei Minuten später Angreifer Jan Dahlke, der mit einem tollen Dribbling mehrere Mechtersheimer Spieler samt TuS-Keeper Maxime Klein ausspielte und den zweiten Treffer erzielte (79.). Das hätte eigentlich die Vorentscheidung sein können. Doch der kurz zuvor eingewechselte Can Güney nutzte einen Fehlpass des Wormsers Laurenz Graf und leitete einen Konter ein, den Arnst zum 1:2 (81.) abschloss. Die Wormatia musste also noch mehrere schwierige Momente in der Schlussphase überstehen, kämpfte sich aber zum 2:1-Sieg.
Reifenscheidt sagt: „Es ist wichtig, dass wir mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen. Es war eine sehr anstrengende Hinrunde für alle hier. Ich selbst bin noch nicht so lange hier, aber was ich so bislang gehört habe, reicht, um nun erst einmal eine Pause zu haben.“ Nach der Begegnung versprach der Trainer den Wormatia-Anhängern: „Wir werden in der Wintervorbereitung auf jeden Fall richtig Vollgas geben.“
Die Pflichtspielpause ist lang. Am 28. Januar hat die Wormatia aber ein erstes Testspiel beim Hessenligisten Bayern Alzenau angesetzt. In der Oberliga trifft die Wormatia dann zum Auftakt in das zweite Halbjahr auswärts auf den FV Diefflen (8. März).