2026-01-19T08:28:16.618Z

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Die Elf des Wormser Oberligisten jubelt gemeinsam mit ihren treuen Fans nach dem Abpfiff gegen Cosmos Koblenz.
Die Elf des Wormser Oberligisten jubelt gemeinsam mit ihren treuen Fans nach dem Abpfiff gegen Cosmos Koblenz. – Foto: Claus-Walter Dinger

Wormatia: Die zentralen Positionen sind vergeben

Beim Oberligisten aus Worms wird immer deutlicher, welche Spieler eine größere Rolle einnehmen dürften

Worms. Die ersten Saisonspiele liegen hinter dem Oberligisten VfR Wormatia Worms. Eine (zu) hohe Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern, ein knapper Sieg bei der Liga-Heimpremiere gegen Cosmos Koblenz (1:0) und das Weiterkommen im Verbandspokal beim FC Basara Mainz (3:1). Drei Spiele, zwei Siege. Der Auftakt ist nicht perfekt, aber solide. Einen frühen “Downer” wie in der vergangenen Saison, als das frühe Ausscheiden im Verbandspokal für schlechte Stimmung sorgte, verhinderte das Team von Trainer Anouar Ddaou dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei. Was den Wormatia-Coach auch freuen dürfte: So langsam kristallisiert sich eine Achse im VfR-Team heraus. Diese zentralen Positionen sind vergeben:

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Im Tor ist Tobias Edinger unbestritten die Nummer eins. Die ersten Spiele des Sommerneuzugangs waren gut. Seine fußballerischen Fertigkeiten, teilweise auch sehr risikobehaftet wohlbemerkt, kommen dem Spiel seiner Mannschaft zugute. Gegen Cosmos war der Keeper 90 Minuten beinahe beschäftigungslos und hauptsächlich als Anspieler gefragt, um dann aus dem Nichts einen Elfmeter zu parieren. Im Pokalspiel in Mainz verhinderte Edinger mit einer starken Parade das 2:2 und ermöglichte dadurch die 3:1-Vorentscheidung der Wormaten im direkten Gegenzug.

Vrella ist der Anführer der Wormatia

Seit Beginn der Vorbereitung ging Innenverteidiger Altin Vrella voran und überzeugte Trainer sowie Mitspieler mit Leistung und Einstellung. Kurz vor dem Saisonstart berief Ddaou Vrella zum neuen Wormatia-Kapitän. Ein Zeichen, dass der Innenverteidiger zum absoluten Stammpersonal der Wormser gehören wird. Dank seiner Zweikampf- und Kopfballstärke, sowie der Fähigkeit seine Mitspieler anzuleiten, ist Vrella der Anführer der „neuen” Wormatia-Mannschaft.

Auf dem Spielfeld vor Kapitän Altin Vrella ist Tom Fladung im zentralen Mittelfeld gesetzt. Der neue Vize-Kapitän zeigte in den ersten Spielen, worauf sich Ddaou bei ihm verlassen kann. Laufstärke, giftiges Zweikampfverhalten und einen ruhigen Spielaufbau. Während sein Nebenmann Laurenz Graf, gemeinsam mit Spielmacher Mert Özkaya der einzige gesetzte Wormate, der schon in der Vorsaison dabei war, auch offensiv häufiger in Erscheinung tritt, hat Fladung in dieser Hinsicht noch Verbesserungspotenzial. Sowohl gegen Cosmos Koblenz als auch beim FC Basara vergab Fladung aussichtsreich aus zweiter Reihe jeweils recht kläglich.

Achse im Sturm fehlt noch

Sind die Plätze im Zentrum vor Edinger mit Vrella, Graf, Fladung und Mert Özkaya aktuell in fester Hand, hat sich im Sturm in den ersten Spielen noch keine 1A-Lösung präsentiert. Der bislang gesetzte Noah Maier, treffsicher in den Vorbereitungsspielen, entwickelt noch nicht die erhoffte Durchsetzungskraft. Trotz seiner Körpergröße (1,99 Meter) verliert der erst 20-jährige Angreifer zu viele Bälle als Wandspieler, agiert technisch zu unsauber und kommt zu selten in aussichtsreiche Abschlusspositionen. Weil auch sein Ersatzmann Bobby Edet, trotz Tor in Mainz, noch zu wenig auf sich aufmerksam machen konnte, wird Maier weitere Einsatzminuten erhalten, um sich zu zeigen. Den Status anderer hier aufgezählter Neuzugänge haben sich in der noch jungen Saison jedenfalls weder Maier noch Edet erarbeiten können.

Roetynck ist gesetzt - ohne feste Position

Thomas Roetynck hat seine Fähigkeiten als Allrounder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Innerhalb eines Spiels zwischen Linksaußen und Rechtsverteidiger zu wechseln? Kein Problem. Der 22-jährige Franzose, der mit seinen Mitspielern auf Englisch kommuniziert, ist technisch stark, macht als Verteidiger seine Seite zu und schiebt in offensiver Position immer wieder das Offensivspiel an. Er führt Freistöße aus und sucht immer wieder das direkte Eins-gegen-Eins. Obwohl in keiner zentralen Position gesetzt, hat sich Roetynck auf Anhieb einen Stammplatz gesichert. Egal, ob in einer defensiven oder offensiven Rolle.

Auf den drei offensiven Position hinter der Sturmspitze ist Mert Özkaya im Zentrum gesetzt. Und daneben? Niklas Meyer setzte Akzente als Joker, Nico Jäger als Rechtsaußen mit Tiefenläufen an die Grundlinie. Aber den besten Eindruck der offensiven Neuzugänge hinterließ bislang Marc Nauth. Spielstark und mit Zug zum Tor kreierte der ehemalige FCKler bei seinen Auftritten Torgefahr. Auf dem Betzenberg beim Auftakt und im Pokal in Mainz gehörte Nauth zu den auffälligsten Wormaten. Beim Pokalspiel ersetzte der 23-jährige gebürtige Mainzer den angeschlagenen Mert Özkaya im Zentrum – und gefiel auch auf dieser Position.

Aufrufe: 020.8.2025, 11:00 Uhr
Stefan MannshausenAutor