
Nach der zwischenzeitlichen Abmeldung vom Spielbetrieb bringen Ex-Spieler den SC Fürstenfeldbruck wieder auf Kurs. Ungeschlagen führen sie die A-Klasse an.
Der SC Fürstenfeldbruck war auf seinem absoluten Tief angekommen. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga im Vorjahr hatte der Verein Trainer und Spieler verloren. Die Folge: Beide Mannschaften mussten vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Doch im Frühjahr 2024 kehrte die Hoffnung auf eine sportliche Zukunft zum früheren Landkreis-Primus zurück – in Form von zwei Ex-Spielern und ihren Fußball-Freunden.
Patrick Lapper und Nickoy Ricter sind einst aus der Jugend des SCF entsprungen, haben aber seitdem ihr Glück in anderen Gefilden gesucht. Lapper war unter anderem in der Landesliga für Olching und vor allem Oberweikertshofen aktiv. Ricter schaffte es bei Stationen in Dachau und Pipinsried sogar bis in die Bayern- und Regionalliga. Jetzt haben sie große Ziele. „Wir wollen in absehbarer Zeit wieder zum Landkreis-Primus werden“, sagte Lapper kurz nachdem er und Ricter aus alten Bekannten und motivierten jungen Kickern eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt hatten.
Und nach der Quereinstufung in die A-Klasse – der SCF hatte sogar auf die Kreisklasse gehofft – scheint es so, als könne der Verein bald den ersten Aufstieg bejubeln. Ungeschlagen führt der SCF zur Winterpause die Tabelle an – wenn auch nicht mit einem großen Polster nach hinten. RW Überacker hängt den Bruckern im Nacken und profitiert dabei ebenfalls von alter SCF-Erfahrung. Spielertrainer Sebastian Heiß kickte auch schon für die Brucker.