2024-07-12T13:30:11.727Z

Ligabericht
Die Kirchardter wollen auch in der Landesliga allen Grund zum Jubeln haben.
Die Kirchardter wollen auch in der Landesliga allen Grund zum Jubeln haben. – Foto: Berthold Gebhard

"Wollen uns etablieren"

Landesliga Rhein-Neckar +++ Die SG Kirchardt startet selbstbewusst in die Vorbereitung +++ Anfang August geht’s ins Trainingslager nach Bartholomä

Die Pause war lang genug. "Wir haben uns auf den Start gefreut, wegen mir hätte es auch schon früher losgehen kann", sprüht Denis Schwager regelrecht vor Tatendrang. Der Spielertrainer der SG Kirchardt bereitet seine Schützlinge seit Sonntagvormittag gezielt auf die Landesliga-Saison 2024/25 vor. Nach 13 Jahren Abstinenz ist der Klub zurück in selbiger Klasse, in der er Mitte und Ende der 1990er Jahre regelmäßig zur Spitzengruppe gehörte. Seitdem hat sich vieles getan.

Den Aufstieg hätten die Kirchardter schon vergangenen Sommer haben können, damals verzichtete der Kreisliga-Meister jedoch auf sein Aufstiegsrecht. "Das war vor meiner Zeit", sagt Schwager, der zu Beginn der abgelaufenen Runde bei der SG anheuerte und dort direkt eine tragende Rolle und in der Winterpause schließlich den Trainerposten übernommen hatte. Er erläutert: "Zu Rundenbeginn wurde im Verein gesagt, dass wir bei einer erneuten Meisterschaft auch aufsteigen würden."

Eine Klasse höher weht ein anderer Wind, das mussten in den vergangenen Jahren die Sinsheimer Vertreter gleich reihenweise erfahren. "Die Liga ist einfach sehr gut besetzt mit vielen Mannheimer und Heidelberger Vereinen, die ganz andere finanzielle Möglichkeiten und darüber hinaus ein größeres Einzugsgebiet haben", zählt Schwager die offenkundigsten Vorteile der größeren Kreise in der Landesliga Rhein-Neckar auf.

Die Kirchardter wollen dem die erfolgreiche Meistermannschaft, mit gezielt ausgewählten Neuzugängen entgegensetzen. Der Spielertrainer sagt: "Wir haben Jungs dazu bekommen, die charakterlich sehr gut zu uns passen und darunter sind auch vielversprechende junge Kicker." Außerdem kommen die Neuen aus der näheren Umgebung. Schwager betont: "Wir wollten nicht Exorbitantes machen."

Ob das am Ende reicht, um die Klasse zu halten, wird die Zukunft zeigen. Die Konkurrenz ist gut, aber keinesfalls übermächtig. Die Teams, die vergangene Runde zu kämpfen hatten, Neckarau, Ketsch oder Viernheim, werden auch diese Runde keine Bäume ausreißen. Dazu gesellen sich mit der SG-SV Lobbach und der SG Horrenberg zwei Mitaufsteiger, vor denen die SG keinesfalls in Ehrfurcht erstarren muss. Etwas stärker sind da sicher die Mannheimer Aufsteiger VfB Gartenstadt und VfR Mannheim II, die vermutlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden, einzuschätzen.

Allzu sehr will sich Schwager zusammen mit seinem spielenden Co-Trainer Marcus Willert dann aber auch nicht mit der Konkurrenz beschäftigen. Der Fokus liegt auf der eigenen Verfassung und dafür ging es am Sonntag mit einer knackigen Einheit inklusive gemeinsamem Mittagessen los. Die Zusammensetzung des Kaders zwischen jung und talentiert sowie alt und erfahren, passt laut dem Coach: "Mein Co. Marcus Willert und ich sind als Ü35er nicht mehr die Schnellsten, wir werden dennoch versuchen unsere Erfahrung einzubringen." Es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden weiterhin auch auf dem Feld tragende Rolle übernehmen. Der 35-Jährige erklärt: "Ich werde zumindest so mittrainieren, dass ich in der Lage sein werde auf dem Platz helfen zu können."

Als weitere Maßnahme den Teamgeist zu stärken, geht es vom 2. bis 4. August ins Trainingslager nach Bartholomä bei Heidenheim. Das war ein großer Wunsch des Trainers, der konstatiert: "Zwei Wochen vor dem Rundenstart ist das der ideale Zeitpunkt, um auch taktische Dinge zu verfeinern."

Bis dahin werden die Kirchardter mindestens eine erste Standortbestimmung bekommen haben. Am 21. Juli gastieren sie nämlich in der ersten Runde des badischen Pokals beim VfL Mühlbach, der in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls zur Kreisliga-Spitzengruppe gehörte.

Aufrufe: 010.7.2024, 15:00 Uhr
red.Autor