2026-01-15T09:41:53.693Z

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Fußball Saison 2024/25 Kreisliga Relegation zwischen dem SV Hohenfurch (In Rot) und dem TSV Burggen/Bernbeuren am 4. Juni 2025
Fußball Saison 2024/25 Kreisliga Relegation zwischen dem SV Hohenfurch (In Rot) und dem TSV Burggen/Bernbeuren am 4. Juni 2025 – Foto: Roland Halmel

„Wollen ein Wörtchen mitreden“: Hohenfurch will zurück in die Kreisliga

Kreisklasse

Der SV Hohenfurch würde nach dem Abstieg gerne wieder eine Klasse nach oben gehen. Der Saisonstart verlief dabei erfolgreich.

Hohenfurch – Es war schon eine feine Sache da oben in der Kreisliga gewesen. Obwohl Christopher Resch mit seinen Kickern nur eine einzige Saison in der höchsten Spielklasse im Kreis Zugspitze mitspielte, hat sie seine Einstellung völlig beeinflusst. „Das möchte ich auch weiter bei uns haben, dass wir richtigen Fußball spielen“, hat sich der Trainer des SV Hohenfurch geschworen. Bei seinen Fußballern stieß das Ansinnen des Übungsleiters auf offene Ohren. Alle haben im vergangenen Jahr erkannt, was in ihnen steckt, und dass eine feine Klinge sich besser anfühlt als ein breiter Säbel. „Wir sind eine technisch starke Mannschaft“, findet Resch. Also soll das Gebolze für immer ein Ende nehmen.

Zwei von drei Partien wurden gewonnen

Das ist in der Kreisklasse leichter gesagt als getan. Zwar hat der Absteiger zwei seiner bisher drei Partien – gegen Geltendorf (3:0) und Issing (3:1) – gewonnen, bei der SG Lechsee kassierte er jedoch eine schmerzliche 1:2-Niederlage. Und das nur, weil sich der Landkreisrivale partout weigerte, das Spiel offen zu gestalten. Stattdessen igelte sich der Gegner in der eigenen Hälfte ein, was auf dem engen Geläuf in Prem nicht die verkehrteste Idee darstellte.

Resch ist bewusst, dass es solche Begegnungen immer wieder geben kann. Aber er vertraut auch darauf, dass seine Elf mit der Zeit Lösungen entwickelt, wie so ein Bollwerk zu knacken ist. Personell kann er auf den selben Kader zurückgreifen, der ihm bereits in der vergangenen Runde zur Verfügung gestanden hatte. Alle Kicker haben sich dafür entschieden, in Hohenfurch weiterzumachen. Mit Robin Swoboda hat sich sogar ein Neuzugang vom SV Apfeldorf/Kinsau dazugesellt. „So einen Spieler wie ihn kann man gebrauchen“, freut sich der Coach über den 40-Jährigen, der ohnehin im Ort wohnt. Da auch Samuel Fischer seine Ausbildung in der Oberpfalz abgeschlossen hat, steht auch der Standardspezialist seinem Heimatklub wieder voll und ganz zur Verfügung. Zusätzliche Verstärkung hat das Aufgebot durch die ehemaligen A-Junioren Felix Huber, Julian Kögel und Maximilian Strauß erhalten, die bereits in den vergangenen Monaten an den Erwachsenenbereich herangeführt wurden.

„Wir wollen wieder ein Wörtchen mitreden“, hat sich Resch vorgenommen, direkt an die beiden vergangenen Jahre anzuknüpfen. Die bisherigen Ergebnisse nähren die Hoffnung, dass dies auch gelingen kann. Denn in der Gruppe 4 der Kreisklasse schlägt bisher jeder jeden. Allerdings hat seine Mannschaft einen Abstieg zu verdauen, der in der Relegation recht unglücklich zustande kam. Auf zu viele wichtige Akteure musste der Coach wegen diverser Verletzungen gegen den TSV Burggen/Bernbeuren verzichten. Träfen sich die beiden Kontrahenten in diesem Spätsommer wieder, besäße der SVH wohl eine bessere Chance.

Zumal sich die eine Saison in der Kreisliga richtig ausgezahlt hat. „Wir haben da viel gelernt“, versichert Resch. Vor allem hat sein Team die Erfahrung gesammelt, wie man sich verhalten muss, um ein Spiel clever zu beruhigen und in die eigene Richtung zu lenken. „Mal auf den Ball treten, mal zurück zum eigenen Torwart spielen“, zählt der Trainer nur ein paar der Tricks auf, um sich wieder einen Vorteil zu verschaffen. Zwar zahlten seine Kicker zunächst auch jede Menge Lehrgeld, aber am Ende genossen es alle, auf starke Kontrahenten zu stoßen. „Uns hat es in der Kreisliga gut gefallen“, schwärmt Resch noch immer von dieser großartigen Zeit.

Rege Beteiligung an Trainingseinheiten

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass ihm seine Schützlinge seit dem Beginn der Vorbereitung signalisierten, dass er wieder auf sie bauen kann. Bis zu 26 Akteure begrüßte er bei den einzelnen Übungseinheiten. Das ist natürlich eine Ansage und ein Beweis, wie stark die Sehnsucht auf die Kreisliga in den Herzen der Hohenfurcher lebendig ist. Weitere Gelegenheiten, zu zeigen, wie ernst es ihnen in Sachen „Wiederaufstieg“ ist, haben die Resch-Schützlinge am kommenden Sonntag, 31. August, im Heimspiel gegen den SV Igling sowie im Nachholspiel am Mittwoch, 3. September, beim TSV Peiting II.

Aufrufe: 028.8.2025, 09:55 Uhr
Christian HeinrichAutor