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Allgemeines

Wörle: "Es wäre wünschenswert den nächsten Schritt gehen zu können"

Die Aussagen von Trainer Thomas Wörle aus der Pressekonferenz vor dem Spiel

von Matthias Kloos · 12.12.2024, 20:52 Uhr · 0 Leser
Nachdem in den vergangen Tagen das Donaustadion im Fokus stand, gilt die ganze Aufmerksamkeit nun dem HSV
Nachdem in den vergangen Tagen das Donaustadion im Fokus stand, gilt die ganze Aufmerksamkeit nun dem HSV – Foto: Timo Scharer

Am Samstag erwartet der SSV Ulm 1846 Fußball im heimischen Donaustadion eine der schwierigsten Aufgaben dieser Zweitligasaison: Der Hamburger SV kommt mit Interimstrainer Merlin Polzin zum 16. Spieltag der 2. Bundesliga. Vor 17.400 Zuschauern, darunter 2.500 HSV-Fans, will das Team von Trainer Thomas Wörle ein weiteres Mal unter Beweis stellen, dass es jedem Gegner Probleme bereiten kann. Ein Hinweis für die Fans wäre noch, dass der Parkplatz P4 nur eingeschränkt zur Verfügung stehen wird. Deshalb empfiehlt der SSV eine frühzeitige Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Personelle Situation

Der SSV muss auf Thomas Geyer und Niklas Kölle verzichten, während bei zwei bis drei angeschlagenen Spielern kurzfristige Entscheidungen anstehen. Ein Lichtblick: Philipp Strompf kehrt nach seiner Sperre zurück und auch Jo Reichert hat nach seiner überstandener Verletzung wieder gegen Hannover 90 Minuten gespielt. „Die letzten Spiele hat sich die Verteidigung quasi von selbst aufgestellt. Jetzt haben wir wieder mehr Optionen, was für unsere Stabilität wichtig ist“, so Wörle.
Ob Christian Ortag sein Comeback geben wird ließ Wörle noch offen: "Wir haben alle drei Torhüter am Start und werden alles weitere dann einfach sehen, wie wir damit umgehen."

Lehren aus der Niederlage in Hannover

Die bittere 2:3-Niederlage gegen Hannover 96, bei der Ulm eine 2:0-Führung aus der Hand gab, hat das Team analysiert. „Wenn du auswärts 2:0 führst, willst du das Spiel natürlich gewinnen. Der Druck wurde größer, und wir haben es verpasst, bei unseren Umschaltaktionen ein drittes Tor zu erzielen“, resümierte Wörle. Dennoch hob er das Positive hervor: „Es zeigt, dass wir in der Lage sind, gegen einen starken Gegner wie Hannover eine solche Führung herauszuspielen.“

Ein Gegner mit hoher individueller Qualität

Mit dem Hamburger SV kommt ein „Riesenverein“, der seit 2018 versucht, in die Bundesliga zurückzukehren. „Der HSV ist ein gefühlter Erstligist mit einem Kader, der den zweithöchsten Marktwert der Liga hat“, stellte Wörle fest. Trotz der Schwankungen in den Partien der Hanseaten, die zuletzt 2:2 gegen Darmstadt spielten, bleibt Wörle vorsichtig: „Sie haben eine starke Offensive, spielen variabel im Ballbesitz und können schnell umschalten. Wir müssen viel verteidigen, aber das können wir.“

Mutige Auftritte und die Fans im Rücken

Der SSV Ulm baut auf die Unterstützung der Fans. „Das Donaustadion ist ausverkauft, und unsere Anhänger werden uns wie immer überragend unterstützen“, sagte Wörle. Er betonte, dass die Leidenschaft und der Einsatz von der Mannschaft ausgehen müssen: „Wir müssen vorangehen, füreinander kämpfen und zeigen, wozu wir bereit sind. Dann springt der Funke auch auf die Ränge über.“
Trotz der klaren Favoritenrolle des HSV sieht Wörle Chancen für sein Team: „Wir glauben fest daran, dass wir auch gegen Hamburg gefährlich werden können. Unsere Auftritte gegen Hannover haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, uns Chancen zu erarbeiten. Wenn wir an unser Top-Level herankommen, können wir auch gegen den HSV bestehen.“

Zur Zukunft des Donaustadions

Die Diskussion um die Zukunft des Donaustadions verfolgt Wörle aus sportlicher Perspektive: „Wir fühlen uns hier wohl. Aus sportlicher Sicht ware es für uns natürlich wünschenswert, wenn wir da den nächsten Schritt gehen können um im Donaustadion Dinge zu verändern." Ob es eine Überdachung oder ein näheres Heranrücken ans Spielfeld wäre, die Atmosphäre könnte dadurch nochmal um einiges verbessert werden.

Unter dem Motto "Gebt das Donaustadion frei" ruft der D-Block zu einem Fanmarsch auf, Treffpunkt ist am Samstag um 9:30 Uhr am Rathausplatz. Hintergrund dazu ist die Diskussion, das Donaustadion zu einem reinen Fußballstadion umzubauen und für die Leichtathletik des SSV eine neue Sportstätte zu realisieren. Das ganze Statement des D-Blocks dazu gibt es hier.

Als Wünsche kurz vor Weihnachten äußerte Thomas Wörle erstmal das alle gesund sind oder werden und zum zweiten nochmal sehr gute Leistungen in den verleibenden beiden Spielen des Jahres 2024 auf den Platz zu bringen.