Insgesamt stand ein Remis, das dem Spielverlauf entsprach: Leipzig hatte vor der Pause deutlich mehr Spielanteile und die besseren Möglichkeiten, Wolfsburg war nach dem Seitenwechsel effizienter und zeigte eine deutlich stabilere zweite Halbzeit.
So., 15.02.2026, 17:30 Uhr
Bauer hatte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Dortmund auf drei Positionen verändert. Für den verletzten Kilian Fischer rückte Sael Kumbedi in die Anfangsformation, außerdem begannen Moritz Jenz statt Konstantinos Koulierakis sowie Lovro Majer anstelle von Kevin Paredes.
Grabara hält Wolfsburg im Spiel – Amoura nutzt Umschaltmoment
Leipzig übernahm von Beginn an die Initiative und setzte die Wolfsburger Defensive früh unter Druck. Torhüter Kamil Grabara war in der Anfangsphase mehrfach gefordert und verhinderte mit mehreren Paraden einen frühen Rückstand. Wolfsburg blieb in der ersten Halbzeit vor allem mit vereinzelten Umschaltaktionen präsent, hatte durch Christian Eriksen eine der wenigen Abschlusssituationen.
Je länger der erste Durchgang dauerte, desto tiefer wurden die Wölfe in die eigene Hälfte gedrückt. Leipzig erspielte sich klare Chancen, unter anderem durch Willi Orban per Kopf und Brajan Gruda, der frei vor Grabara scheiterte. Wolfsburg überstand diese Phase jedoch ohne Gegentor und ging nach einer disziplinierten Defensivleistung mit einem 0:0 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel blieb Leipzig zunächst gefährlich, doch Wolfsburg schlug eiskalt zu. Adam Daghim behauptete den Ball auf der rechten Seite energisch und legte im Strafraum quer auf Amoura, der direkt abzog und zum 1:0 traf (52.). Der VfL hatte nun mehr Zugriff, stand höher und kam häufiger in Entlastungssituationen.
Fehler, erneute Führung, erneuter Ausgleich
In der 70. Minute fiel dennoch der Ausgleich – begünstigt durch einen Patzer. Ein zu kurzer Abschlag von Grabara landete bei Leipzig, Gruda legte quer, Diomande schob ins leere Tor ein. Wolfsburg ließ sich davon jedoch nicht brechen und ging nur acht Minuten später erneut in Führung: Über Majer und Jeanuel Belocian kam der Ball in den Lauf von Svanberg, der links im Strafraum ruhig blieb und zum 2:1 einschob (78.).
In der Schlussphase stellte Bauer auf eine Fünferkette um, um die Führung abzusichern. Leipzig erhöhte jedoch den Druck und kam in der 89. Minute zum Ausgleich: Nach einer unzureichend geklärten Hereingabe setzte sich Gruda am Strafraumrand durch und traf mit einem Schlenzer unhaltbar ins obere Eck.
Die Nachspielzeit verlief hitzig, Wolfsburg verteidigte den Punkt mit großem Einsatz – und nahm am Ende einen Zähler mit, der nach den vergangenen Wochen vor allem psychologisch wichtig sein dürfte.
Trainerstimmen
Daniel Bauer:
„Es war ein sehr intensives Bundesliga-Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. In der ersten Hälfte sind wir stark unter Druck geraten, haben zu viele Fehler im eigenen Ballbesitz gemacht und nicht die Entlastung gefunden, die wir uns vorgenommen hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann alles auf den Platz gebracht, was wir zeigen können. Trotz zwei Führungen hat es am Ende nur für ein Unentschieden gereicht, aber dieser Punkt ist für uns unglaublich wichtig und aus meiner Sicht auch verdient.“
Ole Werner:
„Es war insgesamt eine gute Leistung, aber mit einem Ergebnis, das nicht passt. Vor allem in der ersten Halbzeit müssen wir in Führung gehen. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner meist gut und geduldig bespielt, aber unsere Chancenverwertung hat heute nicht für drei Punkte gereicht.“
Tore: 0:1 Amoura (52.), 1:1 Diomande (70.), 1:2 Svanberg (78.), 2:2 Gruda (89.)