
In den vergangenen Jahren war der„ Gocher Sommer“ nett, manche Angebote kamen auch richtig gut an, häufig blieb der Markt aber ziemlich leer. Teuer war’s für die Stadt trotzdem, schließlich musste eine Agentur, die die Veranstaltung organisierte und begleitete, bezahlt werden. In diesem Sommer wird das anders sein: Möglicherweise führen die Stadtwerke den „Gocher Fußball-Sommer“ in Eigenregie durch. Stadtwerke-Geschäftsführer Carlo Marks verblüffte die Kommunalpolitiker in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses mit den entsprechenden Plänen. Es ist ein Mammutprojekt, das sich da ankündigt – wenn es denn zustande kommt.
Das Thema stand nicht auf der Tagesordnung der Sitzung, was die Überraschung umso größer machte. Dass es eine Sonderratssitzung dazu geben wird, vermutete Jerome Vermaten vom BFG richtig. Und den einen oder anderen Vorschlag aus den übrigen Fraktionen nahm Marks auch gerne mit. Klar ist aber: Das Gerüst steht, entwickelt, wie er sagt, von der neuen Zuständigen fürs Gocher Stadtmarketing, Annika Cleve, ihm selbst und dem Bürgermeister. „Es gibt noch keine Genehmigungen von den Behörden, nicht von der Wirtschaftsförderung, auch nicht vom Aufsichtsrat der Stadtwerke. Und wie viel es kostet, davon habe ich auch noch keinen Plan“, so Marks. Wobei davon auszugehen ist, dass der findige Geschäftsführer durchaus schon mal grob gerechnet hat. Und er sagt ganz klar: „Wenn sich das Ganze nicht durch Eintrittsentgelte und Sponsoring deckt, machen wir’s nicht.“
Der Fußball muss, finden die Planer, im Zentrum des Geschehens stehen, aber das Event sollte auch andere Interessen bedienen. Live-Musik etwa, leckeres Essen und Trinken, ein Kicker-Turnier für den Nachwuchs. Und die Gocher Geschäftsleute sollen etwas davon haben. Das „White Table Dinner“ des Werberings soll in dieser Phase wiederholt werden, der Schützenumzug muss mit ins Konzept passen, ein ökumenischer Gottesdienst, ein Weinfest, eine Fahrradbörse – und das ist längst nicht alles. Viel Geld kostet unter anderem eine bereits angefragte Abba-Revival-Band erster Güte.
Und natürlich die Technik: Der Videowürfel mit entsprechender Tontechnik soll mitten auf dem Markt unter einem Zelt aus Lichterketten seinen Platz finden, je nach zu erwartender Publikumsmasse (Vorrundenspiel oder Finale mit deutscher Beteiligung) wird die Fläche für 1500 Stehende oder gemütlich in Strandsesseln lungernde Zuschauer vorbereitet. Ein einziger verantwortlicher Profi (da hat Marks schon jemanden im Sinn) soll die gastronomische Verantwortung tragen und möglichst viele Getränke und Snacks verkaufen, dass sich das Ganze über die prozentuale Beteiligung des Veranstalters, über Sponsoring und einen Beitrag der Wirtschaftsförderung finanziert. Das Schlechtwetter-Ausfallrisiko tragen laut Marks, wenn der Aufsichtsrat zustimmt, die Stadtwerke.
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