
Er kam, sah und siegte. Mohammad Rashidi wurde in der 57. Minute in der Partie zwischen Rot-Weiss Wittlich und der SG Mülheim-Kärlich eingewechselt und drückte dem Spitzenspiel seinen Stempel auf. Der 25-Jährige legte ein Tor auf und traf selbst zum 3:1.
„Wir haben schwer ins Spiel gefunden. Die Gäste haben eine starke erste Hälfte gespielt. Am Ende haben wir dominiert“, sagte der durchsetzungsstarke Offensivakteur strahlend. Seine Hereinnahme belebte das ohnehin starke Spiel der Hausherren. Zielstrebig spielten die Rot-Weißen nach vorne und fanden die Zielspieler um Yannick Lauer und Christopher Bibaku.
Video von der Pressekonferenz mit Nenad Lazarevic und Fahrudin Kuduzovic
Nach einer Ecke bereitete Jonas Ercan das 1:0 vor. Seine Hereingabe vollendete Alexander Klein per Grätsche (15.). Kurz vor dem Pausentee traf Daniel Aretz sehenswert zum verdienten Ausgleich – einen Freistoß von der rechten Außenbahn veredelte Aretz per Hacke in die Maschen (42.). 500 Zuschauer sahen eine hochklassige Partie, in der die Gäste (noch) mithalten konnten. Vor dem Ausgleich zwang Paul Heuser Wittlichs Torwart Philipp Berhard mit einem strammen Abschluss zu einer Parade.
Wittlich-Trainer Fahrudin Kuduzovic konstatierte: „Beide Mannschaften haben ihr Herz auf dem Platz gelassen und für einen offenen Schlagabtausch gesorgt. Mir hat unser Auftritt Freude bereitet. Beide Mannschaften haben in der ersten Hälfte gut verteidigt und Chancen kreiert. Wir haben den Oktober Anfang November vergoldet.“
Im zweiten Durchgang wurde Bibaku aufseiten der Hausherren immer stärker. Er machte Bälle fest und setzte sich mehrfach gegen Gegenspieler durch.
Nach einem Einwurf vollendete er eine Flanke per Kopf zum 2:1 (60.). Nur drei Minuten später traf Rashidi, als er eine scharfe Hereingabe aus kurzer Distanz ins Ziel brachte. Den Schlusspunkt setzte erneut Bibaku.
Mülheim-Kärlich zeigte ein gutes Auswärtsspiel, fand aber kein Gegenmittel und lief (zu) oft hinterher. In der Schlussphase animierte Kuduzovic seine Jungs: „Haltet die Konzentration weiter hoch. Frühes Pressing, dann haben wir Erfolg. Bravo.“
Gäste-Trainer Nenad Lazarevic bilanzierte: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen das Spitzenteam der Liga. In der ersten Hälfte haben wir gut agiert und Chancen kreiert. Im zweiten Durchgang hat man den Unterschied gesehen, da Wittlich mehr individuelle Qualität besitzt. Die Niederlage fällt ein bis zwei Tore zu hoch aus. Ich hoffe, dass ihr am Saisonende ganz oben steht. Denn eure Leistung rechtfertigt das.“
SV Rot-Weiss Wittlich – SG 2000 Mülheim-Kärlich 4:1 (1:1) Wittlich: Philipp Berhard – Ralf Rizvani (77. Maximilian Uhlig), Ömer Kahyaoglu, Christopher Bibaku (83. Leonard Tonner), Nicolae Stefan, Alexander Klein, Ayman Habbouchi, Timo Wollny (57. Mohammad Rashidi), Jonas Ercan (83. Luca Herrig), Yannick Lauer (69. Daniel Littau), Anton Moroz
Mülheim-Kärlich: Felix Lehmann – Niklas Wilmsmann, Daniel Aretz (66. Hendrik Hillen), Martin Jacobs, Pascal Steinmetz (83. Steven Moosakhani), Paul Heuser (73. Maxim Pede), Dominic Fuß (34. Tizian Sauer), Lauro Männchen (81. Yannic Semmler), Niklas Ternes, Christian Scheu, Tobias Uhrmacher
Schiedsrichter: Philipp Michels (SV Oberkyll Lissendorf)
Zuschauer: 500
Tore: 1:0 Alexander Klein (15.), 1:1 Daniel Aretz (42.), 2:1, 4:1 Christopher Bibaku (60., 79.), 3:1 Mohammad Rashidi (63.)