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„Wir wollten hinten kompakt stehen“, WSV gewinnt kämpferisches Duell

Wendschott überrascht Hankensbüttel und Trainer Millemaci kritisiert Kollegen

von NB · 01.12.2025, 20:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: VfL Wahrenholz

Der WSV Wendschott setzt im Kellerduell der Bezirksliga Braunschweig 1 ein Ausrufezeichen und schlägt den favorisierten HSV Hankensbüttel mit 1:0. Trainer Giuseppe Millemaci erklärt den strikten Plan und findet außerdem Worte zu den Äußerungen seines Trainerkollegen.

Wendschott belohnt sich für klaren Defensivplan – Millemaci reagiert auf Kritik des Gästetrainers

Der WSV Wendschott hat am 17. Spieltag der Bezirksliga Braunschweig 1 für eine Überraschung gesorgt: Mit 1:0 (1:0) besiegten die Gastgeber den Tabellenfünften HSV Hankensbüttel und verschafften sich wichtige Luft im Abstiegskampf.

Das Tor des Tages erzielte Ron-Joel Giesecke in der 38. Minute, als er einen Freistoß aus dem linken Halbfeld annahm und überlegt vollendete. Es war die erste klare Offensivaktion der Gastgeber und sie saß.

WSV-Trainer Giuseppe Millemaci machte nach dem Spiel deutlich, dass genau das eingeplante Spielverlauf gewesen sei. „Wir haben einen Plan gehabt. Wir haben gesagt, wir wollen hinten kompakt stehen“, erklärte er. Hankensbüttel sollte bewusst den Ball haben: „Wir wollten Hankensbüttel kaum Chancen lassen, weil sie eigentlich spielstark und schnell sind. Deswegen haben wir uns in die Defensive ausgerichtet und wollten ihnen den Ball überlassen.

Defensive Disziplin und „kämpferische Leistung“

Millemacis Konzept ging auf: Hankensbüttel fand kaum Räume, blieb über weite Strecken ohne zwingende Tormöglichkeiten, während Wendschott organisiert verteidigte.

Auch nach der Pause hielt der WSV am Ansatz fest. „Wir wussten, dass Hankensbüttel am Freitag gespielt hat. Sie müssen, sie liegen gegen uns zurück, also bleiben wir kompakt.

Für Millemaci war der Sieg deshalb verdient: „Durch die kämpferische Leistung ist es am Ende auch verdient gewesen, weil wir im Kämpferischen einfach stärker waren.

Klare Worte in Richtung des Gästetrainers

Deutliche Töne fand Wendschotts Trainer jedoch gegenüber den HSV-Coach, der das Spiel laut Millemaci in der regionalen Presse kritisiert hatte.

Man muss ein bisschen Respekt gegenüber dem Gegner haben. Sowas, was er in der Zeitung erzählt hat, gehört sich in meinen Augen nicht“, stellte Millemaci klar. Beide Teams hätten hart, aber vergleichbar intensiv gespielt: „Es gab viele Fouls, die gleich waren auf beiden Seiten.

Vorwürfe von Theatralik oder unsportlichem Verhalten weist er entschieden zurück: „Ich finde, das gehört sich für einen gestandenen Trainer auf keinen Fall.

Millemaci zeigte sich insbesondere enttäuscht über die öffentliche Art der Kritik: „Das macht man nicht in einer Presse, in der man so schlecht über einen Gegner spricht.

Wendschott schöpft Hoffnung

Mit dem Sieg verbessert der WSV sein Punktekonto auf 14 Zähler und bleibt zwar im Tabellenkeller, sendet jedoch ein deutliches Lebenszeichen. Hankensbüttel dagegen verpasst es, den Anschluss an die oberen Plätze zu halten und Ehmens Ausrutscher vom Samstag zu nutzen.

Wendschott gewann nicht nur drei Punkte, sondern präsentierte auch einen klaren Plan und einen Trainer, der sich vor seine Mannschaft stellt.