
Der Tabellenführer TSV Hillerse trifft am 22. Spieltag der Bezirksliga Braunschweig 1 auf den abstiegsbedrohten WSV Wendschott. Während Hillerse mit 47 Punkten vorneweg marschiert, reist Wendschott nach zuletzt starken Auftritten mit Selbstvertrauen an.
Die Rollen scheinen klar verteilt und doch steckt Brisanz in diesem Duell. Wenn der Spitzenreiter TSV Hillerse (47 Punkte) am Sonntag (16 Uhr) den WSV Wendschott (14., 18 Punkte) empfängt, treffen Dominanz und Widerstandswille aufeinander.
Das Hinspiel endete deutlich: 5:1 für Hillerse. Doch die Gäste wollen sich diesmal anders präsentieren. Trainer Giuseppe Millemaci kündigt selbstbewusst an: „Wir wollen uns auf keinen Fall verstecken.“
Dabei ist der Respekt vor dem Gegner unüberhörbar. „Ist natürlich ein Kracher-Spiel in Hillerse.“ Dennoch formuliert Millemaci einen klaren Plan: „Wir wollen gucken, dass wir da so lange wie möglich die Null halten.“
Entscheidend sei vor allem der Start in die Partie. „Dass wir ab der ersten Halbzeit sofort wach sind und nicht einen Fehler machen wie gegen Isenbüttel, dass wir zu spät aufstehen.“ Stattdessen setzt Wendschott auf Mut: „Wir wollen dort frech agieren.“
Die Marschroute ist eindeutig defensiv geprägt, mit gezielten Nadelstichen. „Wir wollen gucken, dass wir da die Null so lange wie möglich halten, dass wir da Nadelstiche setzen können mit eventuell ein paar Kontern.“ Ziel sei es: „Das Spiel so lange wie möglich spannend zu halten.“
Der jüngste 3:2-Erfolg gegen den MTV Isenbüttel sowie zuvor ordentliche Auftritte geben Rückenwind. „Wir können mit breiter Brust hinfahren.“ Millemaci betont: „Starke Mannschaften liegen uns.“
Trotz personeller Sorgen bleibt der Glaube erhalten. „Wir haben ein paar angeschlagene Spieler, ein paar verletzte Spieler und auch unsere gesperrten Spieler.“ Doch: „Nichtsdestotrotz haben wir einen guten Kader, wo ich glaube, dass man vielleicht für eine kleine Überraschung sorgen kann.“
Auf Seiten des Spitzenreiters spricht die Form für sich, auch wenn das jüngste 5:4 beim FC Schwülper ein wildes Spektakel war. Nach 0:2-Rückstand kämpfte sich Hillerse zurück und entschied die Partie in der Nachspielzeit. Außerdem gewann der Tabellenführer die letzten fünf Spiele allesamt.
Für Wendschott ist dieses Spiel auch eine Frage der Haltung. „Dann schauen wir mal, was am Ende dabei rauskommt.“