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Interview

"Wir waren zu unbeständig"

FuPa Baden Sommercheck +++ TSG Lützelsachsen

von red. · 27.07.2025, 12:00 Uhr · 0 Leser

Rick Hutter, Trainer des Mannheimer Kreisligisten TSG Lützelsachsen, macht den FuPa Baden Sommercheck.

1) Wie fällt euer Fazit zur vergangenen Saison aus?

Wir hatten immer wieder starke Phasen und auch begeisternde Einzelspiele in der vergangenen Saison. Leider waren wir insgesamt zu unbeständig und haben gerade am Saisonende heftige Niederlagen einstecken müssen. Somit sind wir im Gesamtfazit nur bedingt zufrieden.

2) Was sind eure Ziele für 2025/26?

Wichtig wird es wieder für uns sein, die hochgekommenen Jugendspieler in die Mannschaft zu integrieren und generell die „junge“ Generation auf und neben dem Platz in die Verantwortung zu nehmen. Wir wollen uns durch ein starkes Mannschaftsgefühl auszeichnen. Sportlich gilt es natürlich die Ausreißer nach unten zu minimieren, darüber hinaus haben wir uns kein klassisch messbares Saisonziel gesetzt.

3) Wer wird eurer Meinung nach Meister und warum?

Die größten Chancen sehen wir beim SC Käfertal, da sie schon in den beiden vergangenen Saisons bis zum Schluss ganz oben mitgespielt haben und für den letzten Schritt, im Vergleich zu den anderen Teams, wahrscheinlich die geringsten Veränderungen vornehmen müssen.

4) Der Amateurfußball wird aktuell attraktiver und die Bundesliga eher unattraktiver. Stimmt Ihr diesem Trend zu?

Sicher wird der internationale Wettbewerb mit Champions League Reform und Klub-WM aufgrund einer Übersättigung immer unattraktiver. Die Bundesliga selbst wehrt sich bisher recht erfolgreich gegen eine Überkommerzialisierung. Die Rückkehr von Traditionsvereinen mit einer großen Fangemeinde wie Köln und Hamburg werden der Bundesliga ebenfalls guttun.

Der Amateurfußball hat meiner Meinung nach aufgrund der sinkenden Anzahl an Jugendmannschaften und Ehrenamtlichen eine schwere Phase zu überstehen. Eine medial höhere Präsenz durch Social Media könnte diesem Trend entgegenwirken, jedoch würde ich nicht behaupten, dass der Amateurfußball per se attraktiver wird.

5) Mit Blick auf die Spitze und Bezug zur Vize-Europameisterschaft der U21: Gehört der deutsche Fußball wieder mit zum Besten in der Welt?

Es ist sehr erfreulich, dass unser Nachwuchs so begeistern konnte. Und auch in der Vergangenheit war eine erfolgreiche U21 ja schon öfter Indikator für eine positive Entwicklung des deutschen Fußballs. Allerdings muss ich eingestehen, dass wir gerade in der A-Nationalmannschaft individuell nicht mit der Weltspitze mithalten können, was jüngst auch das Final Four Turnier der Nations League gezeigt hat. Und auch im Vereinsfußball fällt es den deutschen Vereinen schwer den Anschluss zu halten, was wohl hauptsächlich an den finanziellen Möglichkeiten im Vergleich zu anderen europäischen (v.a. englischen) Vereinen liegt.