2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

„Wir sind selbst schuld“, Hehlingen lässt Chancen liegen

Fallersleben II nutzt Effizienz und Kampfgeist eiskalt aus

von NB · Heute, 18:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Lea Bindewald

Hehlingen kann sich trotz guter erster Halbzeit nicht belohnen und steht somit nur noch einen Punkt vor Fallersleben II, die durch Effizienz und Willen die drei Punkte mit nach hause nehmen.

Dabei begann die Partie aus Sicht der Gastgeber vielversprechend. Hehlingen dominierte die erste Hälfte klar, erspielte sich Möglichkeiten ließen sie jedoch ungenutzt. „Wir waren in der ersten Halbzeit die deutlich spielbestimmende Mannschaft. Haben 3-4 hochkarätige Chancen und machen nichts draus. Hatten wirklich 100%ige Möglichkeiten, die dann aber überragend pariert wurden vom Fallersleben Torwart“, so Silas Mörsch.

Ganz anders die Gäste: Mit ihrer ersten echten Aktion schlugen sie eiskalt zu. Nach einem Ballverlust im Aufbau fing Malik Ibrahim den Ball ab und traf spektakulär aus großer Distanz. „Er dreht gut auf und chippt dann von der Mittellinie aus knapp 40, 50 Metern über den Torwart ins leere Tor“, schilderte Trainer Cedric Wienhold die Szene. Für ihn ein Wendepunkt: „Ab dem Moment war das Spiel auch ein ganz anderes. Wir sind sehr gut dann in die Partie reingekommen, haben gleich kurz danach auch die Chance auf das 2:0 durch Dorent Berisha, den er aber leider vergibt im 1 gegen 1.“

Dabei hatte Fallersleben zunächst große Probleme. Cedric Wienhold gab offen zu: „Wir sind nicht gut in die Partie reingekommen. Wir hatten in den ersten 30 Minuten wirklich in zwei, drei Szenen Glück.“ Zudem musste Torhüter Leon Rauth früh verletzt raus, Max Mohnke kam ungeplant ins Spiel und überzeugte. „Max musste noch einmal wirklich überragend zur Stelle sein. Den holt er wirklich gut aus dem Winkel“, lobte Wienhold.

Nach dem Rückstand verlor Hehlingen zunehmend den Faden. Statt weiter strukturiert nach vorne zu spielen, setzte die Mannschaft vermehrt auf lange Bälle, ohne Erfolg. „Wir haben viel zu viel über lange Bälle versucht und standen mindestens zehn Mal im Abseits“, kritisierte Silas Mörsch.

Auch Fallersleben musste kämpfen, vor allem nach der Gelb-Roten Karte gegen Elias Pidde in der 65. Minute. Rund 30 Minuten in Unterzahl verteidigten die Gäste leidenschaftlich. „Hehlingen hat uns dann natürlich ein bisschen hinten reingedrückt, aber da war nichts wirklich Zwingendes dabei, außer ein Lattentreffer“, so Cedric Wienhold.

Hehlingen kam in dieser Phase kaum noch zu klaren Chancen. Eine der besten vergab Jonas Bergsträßer, der nach gutem Zuspiel im Strafraum ausrutschte. „Obwohl er schon fast am Keeper vorbei war“, ärgerte sich Silas Mörsch.

Stattdessen setzte Fallersleben in der Schlussphase den entscheidenden Konter. Nach einem erneuten Ballverlust nutzte Philip Meusel seine Chance im Eins-gegen-Eins zum 2:0-Endstand. „Er riecht den Fehlpass gut und versenkt das Ding sauber“, sagte Cedric Wienhold.

Unterm Strich sah der Gästetrainer einen verdienten Erfolg: „Wir haben die Chancen, die wir hatten, dann auch wirklich gut genutzt. Wir hatten im Spiel heraus wirklich nur fünf Chancen. Davon machen wir dann zwei.“ Vor allem die Einstellung überzeugte ihn: „Die Jungs haben wieder die gleiche Leidenschaft gebracht. Wir hatten einen unfassbaren Kampfgeist. Und somit gehen wir dann unterm Strich mit einem sehr, sehr verdienten Sieg unsererseits nach Hause. Wir freuen uns über die drei Punkte und haben jetzt den nächsten Schritt gemacht. Jetzt steht Ventshot vor der Brust und da müssen wir nachlegen.“

Auf der anderen Seite blieb die Erkenntnis, dass sich Hehlingen selbst um den Lohn brachte. „Es lässt sich sagen, dass wir selbst schuld sind, hier nichts Zählbares mitzunehmen“, resümierte Silas Mörsch.

Für VfB Fallersleben II geht es am Donnerstag, 9. April, gegen den WSV Wendschott weiter, mit der Chance, sich weiter Luft im Tabellenkeller zu verschaffen. Der TSV Hehlingen reist am Sonntag, 12. April, zum HSV Hankensbüttel.