
Alex Geiger betont es extra noch einmal, obwohl er es gar nicht müsste. "Heute bin ich richtig stinkig." Dass der Sturm-Trainer alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Truppe ist, ist deutlich zu spüren. Die 1:2-Niederlage vor heimischen Publikum gegen den FC Ismaning ist seiner Meinung nach absolut unnötig, "Wir haben kein gutes Spiel gemacht", bleibt der 41-Jährige kurz angebunden, aber weiter deutlich. "Und das habe ich den Burschen auch so gesagt", schiebt er hinterher.
Man weiß am Staffelberg, dass man in der Bayernliga Süd nicht alles kurz und klein schießen wird. Dennoch ist der Hauzenberger Trainer am 31. Spieltag mit der Offensive gar nicht zufrieden. "Wir sind kein Sturm vor dem Tor, sondern ein laues Lüftchen", geht der Geiger-Klartext weiter. Der Aufsteiger konnte selbst beste Chancen - wie die Möglichkeit von Nico Wipplinger in der Nachspielzeit - nicht nutzen. "Dann würdest du zumindest einen Punkt holen - auch wenn es schlecht gelaufen ist."
Die Gäste aus Ismaning hingegen zeigten, wie man sich Tore erarbeitet und erzielt. "Wir wussten, dass Alessandro Cazorla ein guter Stürmer ist. Und dennoch haben wir gegen ihn schlecht verteidigt", geht Geiger weiter hart ins Gericht mit seinen Mannen. "Ismaning hat mit vielen hohen Bällen agiert - und es hat bei uns immer gebrannt." Denn dieses Mal hakte es auch in der Sturm-Defensive. "Und punkten können wir nur, wenn wir gut stehen."
Ein Aufeinandertreffen zum Vergessen für den FC Sturm Hauzenberg, Und auch im Lager der Gäste ist die Rede von einem "schwierigen Spiel". Erst hätte der FC Ismaning den Ausführungen seines Trainer Xhevat Muriqi höher führen müssen, ehe man sich auf das Glück verlassen müsste. "Die Gefahr war durchaus da, dass wir nur mit einem Punkt nach Hause fahren", gesteht der 52-Jährige. "Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Der Sieg ist aber nicht unverdient." Muriqi ist zufrieden, weil sein Team gewonnen hat. Der stinkige Geiger ist das Gegenteil...