
Der Lupo Martini Wolfsburg II gibt eine komfortable Führung aus der Hand und verliert gegen den FC Schwülper noch mit 2:3. Nach dominanter Phase und Doppelschlag kippt die Partie in der Schlussphase komplett.
Es war ein Spiel, das lange nach einem Heimsieg aussah und am Ende doch in Enttäuschung mündete. Trainer Junior Laubach fand klare Worte: „Es war ärgerlich.“
Dabei hatte der Lupo Martini Wolfsburg II die Partie über weite Strecken im Griff. Schon vor dem Anpfiff war klar, welche Art Spiel die Gastgeber erwarten würde. „Das war uns klar, dass es ein Geduldsspiel sein wird“, erklärte Junior Laubach.
Die erste Halbzeit bestätigte diese Einschätzung voll und ganz. Lupo dominierte den Ballbesitz, ohne jedoch zwingend zu werden. „Es war viel Ballbesitz von uns, wir kamen aber nicht zu großartigen Chancen“, so Junior Laubach. Auch der FC Schwülper blieb offensiv blass: „Sie sind viel hinterhergelaufen, aber hatten auch keine Chance.“
Folgerichtig ging es torlos in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild, zumindest zunächst. Lupo stellte um und erhöhte den Druck. „In der zweiten Halbzeit kamen wir wirklich sehr gut rein, haben ein bisschen umgestellt und es hat gefruchtet“, berichtete Junior Laubach.
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Mit aggressivem Pressing erzielte Mahmoud Kaabi in der 67. Minute das 1:0 und legte nur eine Minute später direkt das 2:0 nach (68.).
Die Partie schien entschieden. „Wir waren uns dann relativ sicher, okay, jetzt haben wir die Jungs geknackt und auch den Sieg in der Tasche“, sagte Junior Laubach.
Doch genau in dieser Phase verlor Lupo plötzlich die Kontrolle. „Leider ist es halt anders gekommen“, so der Trainer. Ein entscheidender Faktor: die Wechsel. „Da muss ich auch selber als Trainer Schuld nehmen, dass die Ein- und Auswechslungen nicht so funktioniert haben wie erwartet.“
„Es kam dann wie ein Bruch im Spiel“, beschrieb Junior Laubach die Wendung.
Der FC Schwülper nutzte diese Phase konsequent aus und wurde in der Schlussphase immer stärker. „Sie haben dann die letzten 20, 25 Minuten sehr stark gespielt und haben dort das Spiel noch gedreht“, so Junior Laubach.
Den Anfang machte Andrej Ganski mit dem Anschlusstreffer (76.). Kurz vor Schluss glich Julian Ellmerich zum 2:2 aus (85.), ehe Lauritz Macht in der Nachspielzeit (90.+1) die Partie komplett drehte.
Für Junior Laubach blieb die Bewertung ambivalent. „Verdient? Nein, weil wir halt auf jeden Fall die bessere Mannschaft waren“, sagte er, schränkte jedoch ein: „Aber unverdient bestimmt auch nicht, weil wenn sie ein 2:0 zu einem 3:2 drehen, zeigt das, welche Stärke die haben.“
Am Ende überwog die Enttäuschung über eine verpasste Chance. „Daher ist es halt traurig, dass wir das Spiel verloren haben“, so Junior Laubach, der zugleich den Blick nach vorne richtete: „Wir nehmen das Spiel als eine Lektion und versuchen es dann beim nächsten Spiel besser zu machen.“