
Wieder war die Mannschaft gut im Spiel, doch erneut machte der Gegner den einen entscheidenden Fehler weniger. Dieses Mal führte ein Handspiel im eigenen Strafraum zu einer 0:1-Niederlage – und das im wichtigen Duell mit dem direkten Konkurrenten FC Wacker München: Die Situation im Abstiegskampf spitzt sich zu für den Fußball-Landesligisten Eintracht Karlsfeld.
Trainer Florian Hönisch glaubt dennoch an seine Mannschaft: „Wir werden nicht aufgeben und versuchen, ein Momentum zu erzeugen – so, wie vor einer Woche in Haching.”
Die Ausgangssituation war klar: Karlsfeld ging als Tabellenvorletzter und mit drei Punkten Rückstand auf Wacker ins Spiel, während die Gäste den letzten Nichtabstiegsplatz belegten. Nach dem 5:1-Erfolg bei Unterhaching II waren die Karlsfelder optimistisch, durch einen weiteren Sieg mit Wacker gleichzuziehen. Der Unterschied zum Spiel vor einer Woche: Wacker konnte abwarten – und damit die Rolle übernehmen, die die Eintracht bei Haching eingenommen hatte. Karlsfeld wiederum brauchte einen Sieg – und musste deshalb aktiver sein.
Die Karlsfelder fanden aber selten Lösungen gegen die massive Abwehr der Gäste. Eine der wenigen Ausnahmen war ein Treffer von Jonas Kuhn, den der Schiedsrichter wegen eines vorangegangenen Fouls zurücknahm. Wenig später sprang auf der anderen Seite der Ball nach einer Flanke aus dem Halbfeld an einen Karlsfelder Arm. Elfmeter für Wacker. Norbert Bzunek schoss hart, aber unplatziert aufs Tor. Eintracht-Keeper Dario Schmucker tauchte in die richtige Ecke ab, doch der Ball ging unter ihm hindurch ins Tor (15.). Statt der möglichen Führung lag Karlsfeld plötzlich 0:1 zurück.
Im Anschluss lief der Ball zwar gut durch die Reihen, doch in der Offensive fehlte es an Ideen – und auch an Durchschlagskraft. Karlsfeld gelang es kaum, sich in Abschlussposition zu kombinieren oder Eins-gegen-eins-Duelle zu gewinnen. Lange Bälle brachten ebenfalls keinen Erfolg. So verpuffte die optische Überlegenheit bis auf wenige Ausnahmen.
Auch nach dem Seitenwechsel tauchte die Eintracht selten vor dem Tor von Hannes Weyherter auf. Und als der Gäste-Keeper dann doch einmal umspielt war, entschied der Schiedsrichter erneut auf ein Foul in der Entstehung. Die Karlsfelder versuchten zwar bis zum Schlusspfiff alles – doch es blieb beim 0:1.
„Das ist ernüchternd, weil wir trotz optischer Überlegenheit und einer klaren Idee es nicht geschafft haben, ihre Abwehr spielerisch zu durchbrechen”, sagte Hönisch nach dem Schlusspfiff. „Wir müssen aus diesem Strudel rauskommen – und hoffen, dass uns das Quäntchen Glück zufällt.” Und das möglichst schnell.