»Wir hoffen das Beste, rechnen aber auch mit dem Schlimmsten...«
Sportlich und finanziell angeschlagen: Viktoria Aschaffenburg steht eine unruhige Winterpause bevor
Quo vadis, SV Viktoria Aschaffenburg? Eines steht fest: Nach der abschließenden 0:1-Heimniederlage gegen die SpVgg Bayreuth wird es eine ungemütliche Winterpause am Schönbusch werden. Direkt im Anschluss an die Pressekonferenz am vergangenen Freitag, auf der die beiden Trainer Daniel Soldevilla und Lukas Kling Rede und Antwort standen, ergriff der frisch gewählte SVA-Vorstandsvorsitzende Matthias Hartmann das Mikrofon.
Mit ernster Miene verkündete er: "Ich hätte mir natürlich auch lieber ein anderes Ergebnis gewünscht. Es ist jetzt so, wie es ist. Ich möchte mich in Namen des Vereins bei allen Helfern und für die Unterstützung bedanken. Ich wünsche euch frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und wie heißt es so schön: Wir hoffen das Beste, rechnen aber auch mit dem Schlimmsten. Es kann eigentlich nur noch aufwärts gehen. Ich setze fest darauf, dass jetzt ein wenig Ruhe einkehrt über die Wintermonate und dann starten wir im neuen Jahr durch." So wirklich optimistisch klang das alles nicht, und Hartmanns frommer Wunsch nach Ruhe dürfte eher ein Wunsch bleiben...
Konnten nach der Entlassung von Aytac Sulu nicht die erhoffte Trendwende herbeiführen (von links): Jürgen Bleistein, Daniel Soldevilla und Gerald Mai. – Foto: Sportfoto Zink / Melanie Zink
Zu groß sind die Baustellen bei der Viktoria. Der Effekt des Trainerwechsels ist wirkungslos verpufft. Das Interimstrainertrio bestehend aus Daniel Soldevilla, Jürgen Bleistein und Gerald Mai hat nicht die gewünschte Trendwende herbeiführen können. Im Gegenteil: Drei Spiele, drei Niederlagen gegen Fürth II, Hankofen und Bayreuth lautet die niederschmetternde Bilanz. Der Absturz Richtung Tabellenende geht unvermindert weiter. FuPa hat bei der Viktoria angefragt, ob es in der jetzigen Konstellation auch nach der Winterpause weitergeht, oder ob in der freien Zeit nun ein neuer Übungsleiter gesucht wird? Die Vorstandschaft möchte zu dem Thema aktuell nichts sagen, wurde uns übermittelt.
Auch finanziell ist die Situation beim SVA bekanntlich extrem kritisch. 150.000 Euro müssen bis März aufgetrieben werden, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Das gab der Verein Anfang November auf der Mitgliederversammlung bekannt. Ob sich die Lage dahingehend schon ein wenig entspannt hat? Auch dazu wollte die Vorstandschaft keine Auskunft geben.