Den ersten Rückschlag musste der FV bereits nach elf Minuten hinnehmen, als Pforzheim durch einen Distanzschuss von Cemal Durmus aus rund 25 Metern in Führung ging.
Fehlende Präzision im zweiten Durchgang
Zwar blieb das Spiel in der ersten Hälfte offen, doch nach der Pause gelang es Ravensburg nicht, die Partie in die eigene Richtung zu lenken. „In der zweiten Halbzeit haben wir zwar versucht, mehr Fußball zu spielen, haben im letzten Drittel aber häufig die falschen Entscheidungen getroffen“, sagte Soyudogru.
Entscheidend war aus seiner Sicht nicht nur die mangelnde Präzision in der Offensive, sondern auch die Fehleranfälligkeit im eigenen Spiel. „Das zweite Gegentor entsteht durch einen Ballverlust im Spielaufbau, beim dritten sind wir gleich zweimal zu spät.“ Die zwei Tore erzielten Benjamin Causevic (68.) und Yasin Raouafi (72.). So setzte sich Pforzheim am Ende mit 3:0 durch. Der Ravensburger Trainer formulierte das ohne Ausflüchte: „Insgesamt war es kein gutes Spiel von uns, die Niederlage ist verdient.“
Ein kleiner Rückschlag nach dem Heimsieg
Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Türkspor Neckarsulm hatte Ravensburg auf weiteren Rückenwind gehofft. Entsprechend bewertet Soyudogru die Niederlage in Pforzheim auch als Dämpfer: „Nach dem Erfolg letzte Woche hätten wir gern nachgelegt, aber solche Spiele gehören dazu. Wichtig ist jetzt, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und am Mittwoch gegen Mannheim eine Reaktion zu zeigen.“ In der Tabelle rutschte der FV Ravensburg mit weiter 42 Punkten auf Rang sechs ab.
Dass Pforzheim am Ende als Sieger vom Platz ging, lag für den Ravensburger Trainer vor allem an der größeren Entschlossenheit des Gegners. „Pforzheim hat deutlich mehr zweite Bälle gewonnen und war entschlossener in den Zweikämpfen. Wir haben uns in einigen Situationen den Schneid abkaufen lassen.“
Der Blick geht sofort nach vorn
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt allerdings nicht. Bereits am Mittwoch wartet mit dem Nachholspiel gegen den Tabellenzweiten VfR Mannheim die nächste große Herausforderung auf den FV Ravensburg. Soyudogru erwartet eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft: „Es wird definitiv ein richtig schweres Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Wir müssen uns am Mittwoch klar steigern, ein anderes Gesicht zeigen und unbedingt eine Reaktion auf die heutige Leistung zeigen.“
Personelle Lage bleibt unverändert
Personell gibt es vor der nächsten Aufgabe kaum neue Hoffnung. „Die personelle Situation ist unverändert. Am Mittwoch wird voraussichtlich keiner der verletzten Spieler zurückkehren, sodass wir aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem gleichen Kader wie heute antreten werden“, erklärte der Trainer.