2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

„Wir haben uns auf den Abpfiff gefreut“: Wendessen schlägt Oker

Langzeitverletzung überschattet engen Sieg

von NB · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Friedhelm Brauner

Der SV Wendessen schlägt den VfL/TSKV Oker in einem intensiven Spiel mit 4:3. Trotz komfortabler Führung gerät der Gastgeber in der Schlussphase massiv unter Druck und bangt zudem um seinen Topstürmer Leon Grabowski.

Trainer Pascal Gos brachte es nach Abpfiff erschöpft auf den Punkt: „Wir haben uns schon auf den Abpfiff gefreut.“

Dabei begann die Partie aus Sicht der Gastgeber nahezu ideal. Waldemar Winter (33.) und Pascal Gos (37.) sorgten für eine frühe 2:0-Führung. Doch schon in dieser Phase deutete sich an, dass die Partie enger war, als es das Ergebnis vermuten ließ.

„Oker war ein sehr, sehr guter Gegner“, betonte Pascal Gos. „Wir haben zwar 3:1 zur Halbzeit geführt, aber das war nicht unbedingt so verdient, wie es aussah.“

Kurz vor der Pause überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst erhöhte Abed-El-Meneem Fakhreldine (45.) auf 3:1, ehe Chikezie Augustine Okolie praktisch im Gegenzug auf 2:3 verkürzte (45.).

Direkt nach Wiederanpfiff stellte erneut Waldemar Winter per Elfmeter (47.) den alten Abstand wieder her: 4:1. Doch wer dachte, das Spiel sei entschieden, sah sich getäuscht.

Die Gäste aus Oker, die tief im Abstiegskampf stecken, warfen in der Schlussphase alles nach vorne. Erneut Chikezie Augustine Okolie (72., 79.) traf doppelt und brachte sein Team bis auf 3:4 heran.

„Man hat gemerkt, dass die wollten, dass die gegen den Abstieg kämpfen“, sagte Pascal Gos. „Oker hat wirklich alles in die Waagschale geworfen.“

Die Schlussminuten gerieten zum offenen Schlagabtausch, in dem Wendessen zunehmend unter Druck geriet. „Ich glaube, wäre das Spiel länger gelaufen, dann wäre Oker dem 4:4 näher gewesen als wir dem 5:3.“

Dass es am Ende dennoch zum Heimsieg reichte, lag laut Gos auch an Nuancen: „Heute hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite.“

Überschattet wurde die Partie jedoch von einer schweren Verletzung von Leon Grabowski, der bereits in der 40. Minute ausgewechselt werden musste.

„Das ist natürlich maximal bitter für uns“, sagte Pascal Gos. „Er wurde mit dem Krankenwagen abgeholt und wird jetzt voraussichtlich mindestens den Rest der Saison ausfallen.“

Die Mannschaft reagierte emotional: „Der Sieg ist auch ihm gewidmet gewesen.“

Entsprechend ausgelaugt zeigte sich der Trainer nach dem Schlusspfiff: „Ich bin echt völlig im Arsch. Komplett am Ende, ich glaube, so geht es vielen von uns heute.“

Und weiter: „Solche Siege schmecken am Ende aber auch mehr als so ein 9:3 gegen Kissenbrück.“

In der Tabelle bleibt der SV Wendessen mit nun 35 Punkten im gesicherten Mittelfeld auf Rang sechs. Der VfL/TSKV Oker hingegen verharrt mit 23 Punkten auf Platz 14 und steckt weiter im Abstiegskampf.