2026-06-03T09:07:03.210Z

Allgemeines

"Wir haben gestern eine unfassbar schöne Meisterfeier gehabt"

FuPa stellt Meister vor: Der SV Nehren II sichert sich den Titel in der Kreisliga B6 Alb und steigt in die Kreisliga A auf.

von red · Heute, 20:15 Uhr · 0 Leser
Foto: Hans-Joachim Sterr/CTS-Sportfoto
Foto: Hans-Joachim Sterr/CTS-Sportfoto

Der SV Nehren II hat sich am Ende einer beeindruckenden Spielzeit den Titel in der Kreisliga B6 Alb gesichert. Mit 73 Punkten verwies das Team den TSV Gomaringen II auf den zweiten Platz und nimmt das Aufstiegsrecht für die Kreisliga A wahr. Trainer Tim Stopper zieht eine emotionale, aber sachliche Bilanz über den Erfolg und spricht über die Zukunft.

Ein historischer Tag und eine ausgiebige Meisterfeier

Die Erleichterung und die Freude nach dem lang ersehnten Erfolg waren im gesamten Verein spürbar. Nach einer strapaziösen, aber überaus erfolgreichen Spielzeit steht der SV Nehren II ganz oben. Trainer Tim Stopper blickt gegenüber FuPa mit Stolz auf die Ereignisse nach dem entscheidenden Schritt zurück: „Wir haben gestern eine unfassbar schöne Meisterfeier gehabt. Wir hatten noch nie so viele Fans bei einem Spiel und haben natürlich ausgiebig mit unseren Zuschauern gefeiert.“ Die Kulisse bildete den würdigen Rahmen für ein Team, das die Liga über Monate hinweg geprägt hat.

Der unerwartete Triumph eines Spitzenteams

Mit 24 Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage dominierte die Mannschaft die Spielzeit und erarbeitete sich ein herausragendes Torverhältnis von 111:15. Dennoch war dieser Durchmarsch an die Tabellenspitze keineswegs selbstverständlich oder von langer Hand geplant.

„Eine Meisterschaft kann man nicht planen“, betont Tim Stopper rückblickend auf die Entwicklung der vergangenen Monate. Er ergänzt: „Wir hatten von Beginn an das Ziel, unter den Top 3 mitzuspielen, aber dass wir so eine starke Runde spielen, hatte ich nicht erwartet.“ Am Ende reichten die erarbeiteten 73 Punkte, um den schärfsten Verfolger, den TSV Gomaringen II (70 Punkte, 121:27 Tore), auf Distanz zu halten.

Das unerschütterliche Fundament im Defensivverbund

Dass es am Ende für ganz oben gereicht hat, führt der Trainer vor allem auf zwei wesentliche Faktoren zurück: den Zusammenhalt und eine taktische Disziplin, die ihresgleichen sucht. „Wir haben einen unglaublichen Teamgeist in unserer Truppe, der Zusammenhalt ist wirklich außergewöhnlich“, lobt Tim Stopper das kollektive Gefüge.

Dieser Geist schlug sich direkt in der sportlichen Bilanz nieder: „Zudem war unsere starke Defensive sicher der entscheidende Faktor für den Titel. Wir haben kaum Gegentore bekommen, was uns in unserer Spielweise und der Art, wie wir aufgetreten sind, extrem geholfen hat.“ Nur 15 Gegentreffer in 26 Partien untermauern diese Analyse eindrucksvoll.

Individuelle Klasse und die nötige Portion Erfahrung

Die mannschaftliche Geschlossenheit wird durch herausragende Individualisten perfekt ergänzt, die dem Spiel des Meisters ihren Stempel aufdrückten. „Wie bereits erwähnt, haben wir eine extrem starke Defensive. Unsere Verteidiger sind sehr zweikampfstark und haben einen richtig guten Spielaufbau“, analysiert Tim Stopper die Qualitäten der Hintermannschaft. Ein besonderes Lob spricht er dabei dem Schlussmann und dem Top-Torjäger aus: „Zudem haben wir mit Alpay Özdemir den mit Abstand besten Torhüter der Liga. Unsere Offensive ist eine Klasse für sich, Florian Weberruß hat diese Saison 38 Tore erzielt.“

Ergänzt wird dieses Gerüst durch Akteure, die bereits höherklassig aktiv waren: „Wir haben viele Spieler im Team, die bereits viele Jahre höherklassig gespielt haben, und diese Erfahrung und Qualität hat natürlich auch einen entscheidenden Anteil an der Meisterschaft.“

Der Lohn auf der spanischen Urlaubsinsel

Nach den anstrengenden Wochen der Saison schaltet die Mannschaft nun sofort in den Feiermodus um, wobei die Festivitäten nicht auf den heimischen Rasen beschränkt bleiben. Auf die Frage nach einer geplanten Abschlussfahrt verrät Tim Stopper die Reisepläne der Meistermannschaft: „Wir fliegen heute zusammen mit Team 1 nach Mallorca und werden dort gemeinsam unseren Titel und die starke Saison von Team 1 feiern.“

Foto: Hans-Joachim Sterr/CTS-Sportfoto
Foto: Hans-Joachim Sterr/CTS-Sportfoto

Die Zukunft im Blick und ein Versprechen für die neue Liga

Der Trainer hat bereits die Weichen für das kommende Jahr gestellt. Das Aufstiegsrecht wird der Verein ohne Zögern wahrnehmen. Auf die entsprechende Nachfrage antwortet Tim Stopper kurz und prägnant mit einem klaren „Ja“.

Auch die Kaderplanungen laufen bereits im Hintergrund, um das Team optimal aufzustellen. „Unser Team bleibt soweit zusammen. Aus der A-Jugend stößt mit Jonas Klett ein vielversprechendes Talent hinzu“, erklärt der Trainer. Weitere Neuzugänge stehen hingegen noch aus: „Wir sind aktuell noch in Gesprächen mit Verstärkungen für die neue Saison, hier gibt es aber noch nichts Fixes zu vermelden.“

Die neue Rolle als Underdog in der höheren Spielklasse

Mit dem Aufstieg verändern sich zwangsläufig auch die Vorzeichen und die Erwartungshaltungen für die anstehende Spielzeit 2026/2027. Statt um die Meisterschaft geht es für den Aufsteiger fortan um den Ligaverbleib. „Das Ziel in der A-Liga kann nur der Klassenerhalt sein“, stellt Tim Stopper fest.

Er sieht der Herausforderung dennoch mit einer gesunden Portion Zuversicht entgegen: „Wir wollen die Rolle des Underdogs annehmen und versuchen, in der ersten Saison in der neuen Liga so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Ich kenne die Liga sehr gut und ich bin mir sicher, dass wir dort eine gute Rolle spielen werden.“