
Der TSV Wustrau steht zwei Spieltage vor dem Ende der Saison als vorzeitiger Meister der Kreisoberliga Prignitz/Ruppin fest und sichert sich damit den Aufstieg in die Landesklasse. Nach einer dominanten Spielzeit mit der besten Offensive und Defensive der Liga richtet der sportliche Leiter Max Döbbelin den Blick bereits auf das bevorstehende Pokalfinale und die kommenden Aufgaben in der höheren Spielklasse.
Die tabellarische Dominanz des neuen Meisters
Die sportliche Bilanz des TSV Wustrau spricht eine deutliche Sprache. Nach 24 absolvierten Spieltagen steht das Team mit 20 Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 91:15 unangefochten mit 62 Punkten an der Tabellenspitze. Der schärfste Verfolger, der SV Union Neuruppin 1990, liegt mit 50 Punkten (16 Siege, zwei Unentschieden, sechs Niederlagen; 65:29 Tore) bereits klar zurück. Damit ist dem Spitzenreiter der Aufstieg in die Landesklasse nicht mehr zu nehmen.
Spontane Freude auf dem Sportplatz und der Fokus auf das Double
Der entscheidende Schritt zur Meisterschaft löste im Verein großen Jubel aus, auch wenn die Konzentration für die anstehenden Aufgaben hochgehalten wird. „Gestern ging es bei uns auf dem Sportplatz natürlich etwas länger. Wir haben diesen besonderen Tag sehr genossen und gemeinsam gefeiert“, berichtet Max Döbbelin gegenüber FuPa über die ersten emotionalen Stunden nach dem Titelgewinn.
Die Mannschaft bleibt aber fokussiert: „Dennoch richten wir unseren Fokus weiterhin auf die verbleibenden Saisonspiele und insbesondere auf das Pokalfinale am 26. Juni in Neuruppin.“ Die große Party vor heimischer Kulisse folgt erst planmäßig zum Saisonabschluss: „Unsere offizielle Meisterfeier findet erst am letzten Spieltag, dem 20. Juni, gegen Wittenberge II auf unserem Sportplatz in Wustrau statt. Dort möchten wir gemeinsam mit unseren Fans, Sponsoren und Unterstützern den Meistertitel ausgiebig feiern.“
Das Erreichen eines von Beginn an klar definierten Saisonziels
Der Erfolg kommt für die Verantwortlichen nicht von ungefähr, da die Ziele von vornherein ambitioniert und präzise formuliert wurden. „Unser klares Ziel vor der Saison war es, den Kreismeistertitel zu gewinnen und den Aufstieg zu schaffen“, erklärt Max Döbbelin rückblickend. Die Mannschaft hielt dem Druck der eigenen Erwartungen stand und lieferte über die gesamte Saison hinweg die passenden Ergebnisse: „Dementsprechend haben wir unser gestecktes Ziel erreicht und sind natürlich sehr stolz darauf.“
Das gewachsene Wir-Gefühl als Fundament des Erfolgs
Als Hauptgrund für die konstant starken Leistungen nennt der sportliche Leiter das außergewöhnliche Mannschaftsgefüge, das sich über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt hat. „Ein ganz entscheidender Faktor war der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und im gesamten Verein. In den vergangenen zwei Jahren haben wir ein besonderes Wir-Gefühl entwickelt, das uns in vielen Situationen getragen hat“, betont Max Döbbelin.
Zudem gibt es optimale sportliche und emotionale Rahmenbedingungen rund um das Team: „Hinzu kam die große Euphorie rund um die Mannschaft. Außerdem hatten wir einen breiten Kader, wodurch wir Verletzungen gut kompensieren konnten. Die hohe Trainingsbeteiligung und die Bereitschaft jedes Einzelnen, seinen Beitrag zum Erfolg zu leisten, haben ebenfalls maßgeblich zur Meisterschaft beigetragen.“
Die statistische Überlegenheit und eine historische Heimbilanz
Die taktische Ausrichtung des TSV Wustrau vereinte im Saisonverlauf eine extrem sichere Defensive mit einer brandgefährlichen Angriffsreihe. „Neben dem bereits angesprochenen starken Zusammenhalt zeichnet uns vor allem unsere defensive Stabilität aus. Wenn man sich die Tabelle anschaut, sieht man, dass wir sowohl die beste Defensive als auch die beste Offensive der Liga stellen“, analysiert Max Döbbelin.
Ein statistischer Wert sticht dabei auf der eigenen Anlage besonders hervor: „Besonders bemerkenswert ist dabei, dass wir in unseren Heimspielen bislang lediglich ein Gegentor kassiert haben. Dazu tragen auch unsere beiden starken Torhüter bei, die uns über die gesamte Saison hinweg viel Sicherheit gegeben haben.“
Die richtige Balance zwischen Jugend und Erfahrung im Kader
Auch das Angriffsspiel und die Altersstruktur der Mannschaft harmonierten im Verlauf der Meistersaison perfekt miteinander. „In der Offensive verfügen wir über schnelle, kreative und spritzige Spieler, die immer für Tore und entscheidende Aktionen gut sind“, beschreibt Max Döbbelin die Qualitäten im Vorwärtsgang.
Das Gesamtgefüge präsentiert sich dabei als harmonische Einheit: „Außerdem haben wir eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen, hungrigen Akteuren, die ihre ersten Erfahrungen im Männerbereich sammeln und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Insgesamt herrscht eine sehr gute Harmonie innerhalb der Mannschaft. Wir spielen aus einer sicheren Defensive heraus und können unsere Qualitäten im Umschaltspiel und in der Offensive gezielt einsetzen.“
Der Reiseplan von Wustrau bis nach Mallorca
Nach dem Ende aller sportlichen Pflichtspiele wird die erfolgreiche Saison auch geografisch ausgedehnt gefeiert, um den Erfolg gebührend ausklingen zu lassen. „Zunächst steht unsere Meister- und Abschlussfeier am 20. Juni auf unserem Sportplatz in Wustrau an“, erläutert Max Döbbelin den feststehenden Ablauf. Im Anschluss daran zieht es einen Teil des Kaders in den Süden: „Ein Teil der Mannschaft wird anschließend noch gemeinsam nach Mallorca reisen, um die erfolgreiche Saison dort entsprechend ausklingen zu lassen.“
Die kompromisslose Annahme des erarbeiteten Aufstiegsrechts
Zweifel an dem nächsten großen Schritt in der Vereinsgeschichte lässt der sportliche Leiter gar nicht erst aufkommen. Der sportliche Lohn der vergangenen Monate wird ohne Zögern realisiert: „Ja, wir werden das Aufstiegsrecht wahrnehmen und in der kommenden Saison in der Landesklasse antreten.“
Die laufenden Kaderplanungen für die neue Spielklasse
Die personellen Weichen für das Abenteuer in der Landesklasse werden im Hintergrund bereits intensiv gestellt, wobei der Verein primär auf Kontinuität setzt. „Die Kaderplanungen laufen bereits. Der Großteil der Mannschaft wird zusammenbleiben“, gibt Max Döbbelin einen Einblick in den aktuellen Stand.
Dennoch wird es intern und extern kleine Veränderungen geben: „Zwei Spieler werden künftig in unserer zweiten Männermannschaft spielen und ein Spieler wird den Verein verlassen. Parallel führen wir Gespräche mit potenziellen Neuzugängen, konkrete Zusagen gibt es aktuell jedoch noch nicht.“
Der Blick nach vorn mit Realismus und Demut
Für die neue Spielzeit 2026/2027 bleibt der Aufsteiger bodenständig und richtet seine Zielsetzung ganz pragmatisch an den neuen Gegebenheiten der höheren Liga aus. „Unser Ziel für die erste Saison in der Landesklasse ist ganz klar der Klassenerhalt“, gibt Max Döbbelin die Richtung vor. Dennoch verfolgt der Verein eine klare, langfristige Vision für die Zukunft: „Darüber hinaus möchten wir uns langfristig in der Liga etablieren und den Verein Schritt für Schritt weiterentwickeln.“