2026-04-29T13:32:52.058Z

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„Wir gucken, dass wir da vielleicht ein Spielverderber spielen können"

Emslage vor Mammutaufgabe in Atenlingen

von p.s. · Gestern, 23:03 Uhr · 0 Leser
– Foto: René Diebel

Wenn am Sonntag der ASV Altenlingen den VfL Emslage empfängt, prallen zwei Extreme der Tabelle aufeinander. Altenlingen geht als Tabellenzweiter in den 26. Spieltag, hat bislang 53 Punkte gesammelt und gehört damit weiter zum engsten Kreis im Aufstiegsrennen hinter Spitzenreiter SV Union Lohne. Trotzdem erklärt Oliver Peters, warum sich seine Mannschaft nicht verstecken will.

Formkurve: Derby-Euphorie trifft auf Spitzenteam

Der VfL Emslage reist allerdings nicht ohne Selbstvertrauen an. Der 25. Spieltag brachte einen emotional wichtigen 1:0-Derbysieg gegen die SF Schwefingen. Nach langer Durststrecke war es ein seltener Moment der Erleichterung im Saisonverlauf.

Auf der anderen Seite steht ein Altenlingen, das seine Ambitionen unterstreicht: Erst am Donnerstag gewann das Team sein Nachholspiel gegen VfL Weiße Elf Nordhorn mit 3:1 und blieb damit voll im Rhythmus im engen Aufstiegsrennen.

„Kompletter Underdog“ trifft auf Offensivmacht

Emslages Trainer Oliver Peters findet vor dem Duell klare Worte zur Rollenverteilung und zum Gegner:

„Nach dem Derby-Sieg war natürlich die Freude groß bei uns – Erleichterung, Freude über drei Punkte, über einen Sieg, mal wieder nach langer, langer Zeit und sich belohnt zu haben.“

Doch die Realität sei schnell zurück:

„Jetzt sieht es so aus, dass man Altenlingen vor der Brust hat. Für mich eine der besten Mannschaften der Liga. Wahrscheinlich auch einer der besten Trainer der Liga. Sehr viel Offensiv-Power, großer Kader mit viel Qualität.“

Besonders deutlich wird Peters bei der Einschätzung der Kräfteverhältnisse:

„Von daher wird das eine Mammutaufgabe für uns. Da brauchen wir nicht drüber diskutieren, dass wir da kompletter Underdogs sind.“

Trotzdem sieht er einen möglichen psychologischen Ansatzpunkt:

„Am Ende war es gegen Werlte nur ein knapper Sieg aus Altenlingens Sicht. Es ist ein bisschen Freude, Lockerheit, Erleichterung auch bei uns reingekommen. Das kann uns vielleicht ein bisschen Auftrieb geben.“

Die Personalsituation bleibt jedoch angespannt:

„Personell wird es am Sonntag eher schwierig bei uns.“

Und die Erwartungshaltung ist klar formuliert:

„Es erwartet keiner von uns was. Altenlingen spielt noch eine Rolle im Aufstiegs- und Meisterschaftsrennen. Von daher werden die Druck haben. Wir gucken, dass wir da vielleicht ein Spielverderber spielen können.“

Statistik: Hinspiel als Warnung

Auch die direkten Duelle sprechen eine deutliche Sprache. Emslage kassierte in dieser Saison bereits eine 0:7-Niederlage gegen Altenlingen in der Liga – ein Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse schonungslos offenlegte.

Fazit: Alles spricht für Altenlingen – aber Emslage kommt mit Mut

Rein sportlich scheint die Rollenverteilung eindeutig: Altenlingen jagt die Spitze, Emslage kämpft ums Überleben. Doch der Derbysieg gegen Schwefingen hat gezeigt, dass der Tabellenletzte noch lebt – und genau auf diesen kleinen Funken Hoffnung setzt Trainer Oliver Peters.

Für Altenlingen hingegen ist die Rechnung klar: Jeder Punktverlust könnte im engen Aufstiegsrennen entscheidend sein. Entsprechend groß dürfte der Druck sein, den Favoritenstatus am Sonntag auch auf dem Platz zu bestätigen.