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„Wir geben alles und schauen, ob es reicht“

Der TuS Königschaffhausen will im Saisonendspurt den Klassenerhalt sichern +++ Markus Strack im fupa-Bezirksligatipp

von Jürg Schmidt (BZ) · 05.06.2025, 13:30 Uhr · 0 Leser
Markus Strack vom Trainerteam des TuS Königschaffhausen möchte sich nicht darauf verlassen, was auf anderen Plätzen geschieht, sondern den Klassenerhalt aus eigener Kraft realisieren.
Markus Strack vom Trainerteam des TuS Königschaffhausen möchte sich nicht darauf verlassen, was auf anderen Plätzen geschieht, sondern den Klassenerhalt aus eigener Kraft realisieren. – Foto: Verein

Das Trainerteam des TuS Königschaffhausen hofft, dass sich die Auftritte in der Bezirksliga nicht als kurzes Gastspiel erweisen. Dazu haben Dominik Ruth und Markus Strack auch allen Grund: Die Kaiserstühler stehen nur einen Punkt hinter dem zwölften Tabellenplatz, der den Ligaverbleib sichern würde. Am Samstag geht es nach Glottertal. Markus Strack spricht über die aktuelle Lage und tippt die Ergebnisse des 29. Spieltags.

fupa: Herr Strack, kommen wir doch noch einmal auf die 1:5-Niederlage gegen den FC Freiburg-St. Georgen zurück. Kurz vor der Pause hatten Sie ja zum 1:1 ausgeglichen. Was ist in der zweiten Halbzeit passiert?

Markus Strack: Wir waren nach der Pause am Drücker und hatten Chancen zum 2:1, mussten aber leider wegen einer Unachtsamkeit einen Elfmeter hinnehmen. Das war der Knackpunkt. Mit dem Ziel zu gewinnen hat es unsere Mannschaft nicht verarbeitet, dass sie für ihr Anrennen nicht belohnt wurde. Zur Vorgeschichte: Erst weniger Minuten vorm Warm-Up sind drei Spieler ausgefallen, dazu kam, dass wir bereits in der ersten Halbzeit einen verletzungsbedingten Wechsel vornehmen mussten. Das darf natürlich keine Ausrede sein, aber als Aufsteiger, wie wir es sind, können vier wichtige Spieler nicht einfach lückenlos ersetzt werden.

fupa: Werden die Personalnöte den Verein auch noch in den kommenden zwei Wochen begleiten?

Strack: Wir sehen derzeit von Woche zu Woche. Wir haben die Spieler oft über mehrere Spiele mitgezogen, und in Denzlingen (1:3) hat sich gezeigt, dass wir dem Tribut zollen mussten. Insgesamt muss aber gesagt werden, dass wir uns über die Rückrunde nicht beklagen können. Es war nun das erste Mal in der Rückrunde, dass wir zwei Niederlagen in Folge hinnehmen mussten. In der Rückrundentabelle stehen wir über dem Strich; wir haben es hauptsächlich in der Vorrunde versäumt, die Punkte mitzunehmen. Dem rennen wir leider etwas hinterher.

fupa: Das Gute ist, dass der Abstand zum zwölften Platz noch immer nur einen Punkt beträgt. Wie bewerten Sie die Chancen im Abstiegskampf?

Strack: Es werden natürlich immer weniger Spiele. Das Gute ist, dass noch viele Mannschaften in der Verlosung um den Klassenerhalt sind. Solange es möglich ist, werden wir alles dafür geben – trotz unseres Restprogramms, das mit Glottertal und Waltershofen natürlich ambitioniert ist. Wir geben alles und schauen, ob es reicht. Die Strukturen in der Mannschaft und im Verein sind so „gesund“ aufgestellt, dass wir auch bei einem Abstieg nicht auseinanderfallen würden.

fupa: Sie haben das Restprogramm angesprochen. Blickt man da auch auf die restlichen Spiele der Gegner? Macht das in dieser Phase der Saison Sinn?

Strack: Wir haben wirklich noch nie auf die Paarungen der anderen Teams geschaut. Was wir selbst in der Hand haben, versuchen wir zu beeinflussen. Es gibt Woche für Woche Überraschungen in der Liga – gerade die Teams, die unten stehen, punkten. Wir müssen die eigenen Aufgaben erledigen. Wenn wir das nicht umsetzen, müssen wir sowieso nicht auf andere sehen.

fupa: Am Samstag geht es für Ihre Mannschaft zum SV Rot-Weiss Glottertal. Die Rückrunde des Gegners war nicht so berauschend, aber darauf sollte niemand bauen. Wie sieht Ihre Einschätzung der Glottertäler aus? Auf welche Stärken des Gegners muss Ihr Team achten?

Strack: Glottertal verfügt über eine sehr gute Offensive, es ist eine ausgeglichene erfahrene Mannschaft. Für mich ist nicht erkenntlich, weshalb sie nicht so viele Punkte geholt haben und selbst noch für den Klassenerhalt punkten müssen. Aber vielleicht ist es ganz gut, wenn wir auf einen Gegner treffen, der selbst noch etwas tun muss. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man ohne Druck viel unbekümmerter spielt und sich mehr zutraut. Daher könnte es uns guttun, wenn es auch für den Gegner noch um etwas geht. Letztlich liegt es aber an unserer Haltung, wie die Chancen auf ein Erfolgserlebnis stehen.

Markus Stracks Spieltag-Tipps:

SC Reute – SF Oberried

Donnerstag, 19.15 Uhr (Waldeckstadion Reute)

Ich würde auf ein 2:2 tippen.

SG Simonswald/Obersimonswald – SG Ihringen/Wasenweiler

Samstag, 16 Uhr (Schlossbergstadion Simonswald)

2:0.

SV Blau-Weiß Waltershofen – SG Prechtal/Oberprechtal

Samstag, 16 Uhr (Krebsbachstadion Waltershofen)

2:2.

FC Denzlingen II – SG Freiamt-Ottoschwanden

Samstag, 16.30 Uhr (Einbollenstadion Denzlingen)

3:1.

SV Rot-Weiss Glottertal – TuS Königschaffhausen

Samstag, 17.30 Uhr (Eichbergstadion Glottertal)

Das eigene Spiel lasse ich mal sein.

FC Freiburg-St. Georgen – FC Bad Krozingen

Pfingstsonntag, 15 Uhr (An der Bozener Straße, Freiburg)

1:1.

SV Au-Wittnau – FC Emmendingen

Pfingstsonntag, 15.30 Uhr (Burgblick-Stadion Wittnau)

1:2.

SV Biengen – TV Köndringen

Pfingstsonntag, 16.15 Uhr (Sportplatz Biengen)

0:3.