Trainer Lars Koch (links) und die Mannschaft des Malterhausener SV.
Trainer Lars Koch (links) und die Mannschaft des Malterhausener SV. – Foto: Verein

"Wir fühlen uns in Sachsen-Anhalt willkommener als in Brandenburg"

Unser Fußball, unsere Vereine: Wie der Malterhausener SV im KFV Wittenberg eine sportliche Heimat gefunden hat

Mit der Serie "Unser Fußball, unsere Vereine" wollen wir die Amateure während der Zeit der irrsinnigen WM in Katar noch mehr in den Fokus setzen, wollen euch Clubs aus den untersten Spielklassen des Bundeslandes und ihre Geschichten vorstellen. Im zweiten Teil präsentieren wir den Malterhausener SV aus der Kreisliga Wittenberg.

Der Rivale aus Dennewitz macht es vor

Im Sommer 2019 hat sich der Malterhausener SV auf neue Wege begeben: Aus dem brandenburgischen Fußballkreis Dahme/Fläming zog es den Verein über die Landesgrenze Sachsen-Anhalts zum Kreisfachverband Wittenberg. Dort mischt der MSV seither in der Kreisliga mit - und darf in dieser Spielzeit sogar vom Aufstieg in die Kreisoberliga träumen. "Rückblickend muss man sagen, dass unser Wechsel genau die richtig Entscheidung war", sagt Lars Koch, Vereinspräsident und Herrentrainer in Personalunion, zufrieden.

Dabei hatte dieser Wechsel zweierlei Gründe. "Einerseits wollten wir weiterhin die Derbys mit dem SV Dennewitz haben, der diesen Schritt schon ein Jahr zuvor gegangen ist. Andererseits war der Beschluss mit kürzeren Fahrtwegen verbunden", erzählt Koch. Musste der MSV in der Kreisklasse Dahme/Fläming noch regelmäßig Touren von 80 Kilometern oder mehr zurückzulegen, sieht das in Wittenberg entspannter aus. "Wenn es in den Süden des Kreises geht, gibt es auch einige weitere Strecken, aber insgesamt kommen wir besser damit weg", so Koch.

Ziel ist der Aufstieg in die Kreisoberliga

An den Schritt zurück über die Landesgrenze - so wie ihn die SG Blau-Weiß Altes Lager nach nur einer Spielzeit im Sommer 2020 gegangen ist - haben die Verantwortlichen des MSV nie gedacht. "In Brandenburg haben wir uns gefühlt, als wären wir ein störendes Anhängsel, in Wittenberg hingegen waren wir vom ersten Tag an Willkommen", sagt Koch - und zählt gleich mehrere Vorteile auf: "Die Kommunikation mit den anderen Mannschaften funktioniert besser, die Gäste bringen mehr Zuschauer mit, das Umfeld gefällt uns einfach besser." Oder kurzum: "Wir fühlen uns ins Sachsen-Anhalt willkommener als in Brandenburg."

Das gilt auch für den Nachwuchs: Seit diesem Sommer spielen die E-Junioren des MSV ebenfalls im KFV Wittenberg mit. "Für uns gibt es aktuell keinen Weg zurück", sagt Koch. Stattdessen soll der Weg lieber eine Liga hochführen: "Mit unserer jungen und talentierten Mannschaft - wir haben aus dem Jahrgang 2004/05 viele talentierte Jungs aus unserem Nachwuchs dazubekommen, sollte es das Ziel sein, früher oder später in die Kreisoberliga aufzusteigen." Mit neun Siegen aus den zehn Spielen der Hinrunde stehen die Chancen gut, führt der MSV die Kreisliga vor dem ewigen Kontrahenten aus Dennewitz an. "Das Verhältnis zu ihnen ist eine Mischung aus Freundschaft und Rivalität", erzählt Koch und ergänzt mit einem Lachen: "Aber eigentlich müssen wir ihnen dankbar sein, dass sie den Weg nach Wittenberg vorgemacht haben." So ist der Malterhausener SV längst nicht nur eine Institution in seiner 400-Einwohner-Gemeinde, sondern auch im KFV Wittenberg."

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Aufrufe: 022.11.2022, 19:00 Uhr
Kevin GehringAutor

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