
Am 24. Spieltag der Bezirksliga Braunschweig 4 trifft der RSV Göttingen auswärts auf die SG Bergdörfer. Während die Gäste in einer Ergebniskrise stecken, will der Tabellennachbar aus Fuhrbach seine positive Entwicklung fortsetzen. Die Ausgangslage verspricht ein intensives Duell auf Augenhöhe. Beide Teams stehen mit jeweils 29 Punkten im Mittelfeld der Bezirksliga Braunschweig 4 auf Rang fünf und sechs.
Die Gastgeber aus Bergdörfer gehen mit Rückenwind in die Partie. Das torlose Remis beim SV Rotenberg war zwar kein offensives Ausrufezeichen, verlängerte jedoch die stabile Phase der Mannschaft. Trainer Fabio Fröchtenicht sieht sein Team auf einem guten Weg und formuliert klare Erwartungen: „Ziel ist es, gegen den Tabellennachbarn zu Hause zu punkten. Nach drei Auswärtsspielen freuen wir uns, endlich wieder zu Hause in Fuhrbach zu spielen, und das wollen wir auch zeigen.“
Dabei richtet er den Blick vor allem auf die entscheidenden Momente im Spiel: „Entscheidend wird sein, in den Spielphasen konsequenter zu agieren und im letzten Drittel mit mehr Entschlossenheit als zuletzt aufzutreten.“ Die Bilanz der Rückrunde untermauert den Optimismus: „Die zehn Punkte aus den ersten fünf Rückrundenspielen bestätigen unseren positiven Weg, dieses Selbstvertrauen wollen wir in die kommenden Partien mitnehmen.“ In der Rückrunde musste man sich bisher nur dem Tabellenführer Landolfshausen/Seulingen geschlagen geben.
Ganz anders stellt sich die Situation beim RSV Göttingen dar. Die jüngste 2:5-Niederlage gegen TuSpo Petershütte offenbarte erneut defensive Schwächen. Zwar brachte Pfeifenschneider die Mannschaft früh in Führung (8.), doch danach geriet das Spiel zunehmend außer Kontrolle. Trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers durch Buschermöhle (78.) setzte sich Petershütte am Ende deutlich durch.
Trainer Lasse Ahl spricht offen über die aktuelle Lage: „Nachdem wir jetzt in einer echten Ergebniskrise stecken, brauchen wir endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis, nicht einfach gegen einen Gegner wie Bergdörfer, die momentan auf einer Welle surfen.“ Seit fünf Spielen wartet die Ahl-Elf auf einen Sieg (zwölfter Platz in der Formtabelle).
Aber auch personell sieht es für den RSV nicht gerade rosig aus: „Zudem plagen uns, pünktlich zur heißen Phase der Saison, ein paar Verletzungssorgen, die bei unserem großen Kader allerdings keinerlei Ausrede zulassen.“
Ein Blick auf das Hinspiel verstärkt die Herausforderung für den RSV: Mit 0:3 musste sich Göttingen damals deutlich geschlagen geben. Rusalo (41., 57.) und Bode (78.) sorgten für eine klare Angelegenheit zugunsten der SG Bergdörfer.
Die tabellarische Konstellation macht die Bedeutung der Partie deutlich. Hinter den Spitzenteams um TSV Landolfshausen/Seulingen und SC Hainberg kämpfen mehrere Mannschaften eng beieinander um die Positionen im gesicherten Mittelfeld. Ein Sieg könnte für beide Teams ein wichtiger Schritt sein, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.
Während die SG Bergdörfer ihre Heimstärke und den positiven Trend bestätigen will, steht der RSV Göttingen unter Zugzwang.