
Manuel Moser kann die aktuelle Saisonphase realistisch einschätzen. "Das waren jetzt zwei Gegner, gegen die du natürlich verlieren kannst", sagt der Trainer der SG Heidelberg-Kirchheim nach den beiden Niederlagen gegen Bruchsal (1:5) und in Pforzheim (0:5).
Dennoch ist er weit davon entfernt das schönreden zu wollen und spricht die Defizite klar an: "Gerade für unseren jüngeren Spieler ist diese Saison spürbar, wie anspruchsvoll der Erwachsenenfußball auf Verbandsliga-Niveau sein kann." Zuletzt waren diese Erfahrungen besonders hart, "weil Bruchsal und Pforzheim unsere Fehler eiskalt bestraft haben."
Diese Woche standen zur Aufarbeitung viele Gespräche an. Laut Moser ist, "alles in Ordnung, wir bekommen das aus den Köpfen bis zum Samstag." Dann kommt mit dem SV Waldhof Mannheim II ein für ihn, "unberechenbarer Kontrahent."
Dieses Heimspiel im Sportzentrum Süd (Anpfiff, 14.30 Uhr) ist der Auftakt zu den vier 2025 ausstehenden Begegnungen, in denen es darum geht, die Ausgangslage für die Rückrunde spürbar zu verbessern. Der Coach nimmt sich dafür auch selbst in die Pflicht und sagt: "Da bin ich zusammen mit meinem Trainerteam gefordert." Die Trainingsarbeit wird sich, wenig überraschend, auf das Defensivverhalten ausrichten. Schön spielen ist dann nicht primär wichtig. "Ganz ehrlich, mir ist es egal wie wir gewinnen, Hauptsache wir gewinnen", gibt sich der 38-Jährige kämpferisch.
Offensiv muss er in den wichtigen Spielen vor der Winterpause komplett auf Stürmer Simon Reiß verzichten. Der 23-jährige Torjäger hat eine Krankheit verschleppt und muss mehrere Wochen sportlich kürzertreten. Währenddessen laufen die Personalplanungen für die Winter. "Wir haben zu zwei Spielern Kontakt, aber ob sich Wintertransfers verwirklichen lassen, ist immer eine schwierige Sache", verrät Moser, der zu 95 Prozent davon ausgeht, "dass wir mit der gleichen Truppe in die Rückrunde gehen."