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"Wir begrüßen die Aktion des VfL Sittensen sehr"

von Andreas Meier · 06.08.2026, 18:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: IMAGO IMAGES

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Sittensen. Der Spielabbruch des VfL Sittensen gegen Horstedt nach angeblichen homophoben Beleidigungen seitens eines Gäste-Spielers sorgte für Aufsehen. Der LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt in Niedersachsen-Bremen e.V. nahm in einem Gespräch mit FuPa dazu Stellung.

Der VfL Sittensen verließ nach homophoben Beleidigungen in einem Kreisklassenspiel geschlossen den Platz, um so ein Zeichen gegen Homophobie im Amateursport zu setzen. Was halten Sie von dieser Aktion?

Wir begrüßen die Aktion des VfL Sittensen sehr und danken dem Verein bzw. der Mannschaft für diese klare Haltung gegen Homophobie im Sport.

Der ATS Buntentor hatte kurz zuvor bei einem vergleichbaren Vorfall weitergespielt, und durch zwei Tore des betroffenen Spielers noch gewonnen. Im Nachhinein hat der Bremer Verein diese homophoben Beleidigungen in den sozialen Netzwerken publik gemacht. Helfen solche Aktionen tatsächlich weiter?

Veröffentlichungen und dadurch angestoßene Diskussionen in den sozialen Netzwerken helfen, um auf die zum Teil bestehende Homophobie im Sport hinzuweisen.

Kritiker dieser Aktionen sprechen davon, die betroffenen Spieler und Vereine sollten sich mal nicht so anstellen. Der Ton auf dem Sportplatz sei eben rauher, das gehöre dazu, Ohren zu und durch. Und letztlich hätte das alles nichts mit Homophobie zu tun. Was entgegnen sie solchen Meinungen?

Homophobie sollte auch im Sport keinen Platz haben. Auch Homophobie im Sport muss als solche klar benannt werden. Es ist wichtig, dass gegen Homophobie im Sport auch vorgegangen wird.

Was sollte dagegen seitens der Vereine (auch Profivereine), Verbände und der Politik getan werden?

Das Thema Homophobie und auch alle anderen Beleidigungen im Sport sollten durch die Vereine, Verbände und die Politik klar verurteilt werden. Wichtig wäre auch eine Aufklärungsarbeit von Spielern, Verantwortlichen und Fans.

Was würden Sie gerne allen Menschen, die den Fußball so lieben, auf dem Weg geben?

Spaß am Fußballspielen und Fußball schauen zu haben, ohne andere Menschen zu beleidigen oder zu diskriminieren.