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Ligabericht

Winzenheimer entzaubern den Bezirksliga-Primus

Im Top-Spiel sorgt ein 5:1 gegen Mörschied für erstaunlich klare Verhältnisse +++ Der VfL Rüdesheim geht derweil in Burglichtenberg unter +++ Zwei Absagen aufgrund von Trauerfällen

von Michael Heinze · 20.09.2026, 20:22 Uhr · 0 Leser
Winzenheims Ömer Degirmenci (weißes Trikot) setzt sich hier im Kopfballduell gegen seinen Mörschieder Gegenspieler durch.	Foto: Sebastian Bohr
Winzenheims Ömer Degirmenci (weißes Trikot) setzt sich hier im Kopfballduell gegen seinen Mörschieder Gegenspieler durch. Foto: Sebastian Bohr

Region (MIH). Am achten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Nahe hat TuS Winzenheim zwei Tage nach der Pleite beim TuS Pfaffen-Schwabenheim den bisherigen Primus TuS Mörschied entzaubert und von der Spitze verdrängt. Die Partie der Merxheim/Monzingen/Meddersheim beim SV Buhlenberg wurde wegen eines Trauerfalls innerhalb der Vereinsfamilie abgesagt. Der Verein trauert um seinen 22 Jahre alten Spieler Nils Menschel, der am 12. September bei einem Unfall ums Leben kam. Aufgrund eines Trauerfalls im Vorstand wurde auch das Duell der SG Guldenbachtal gegen Aufsteiger SG Soonwald abgesagt.

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„Es war ein Topspiel, dass wir absolut verdient gewonnen haben“, sprach TuS-Coach Ercan Ürün von der „besten Saisonleistung“ seiner Jungs und hängte halb im Flachs, halb im Ernst an: „Ich weiß nicht genau, ob unser OB Emanuel Letz das Glück gebracht in diesem Kirmesspiel vor 150 Zuschauern. Fest steht, dass er öfters mal zu unseren Heimspielen kommen müsste – dann gewinnen wir auch.“ Nach der Pleite in Pfaffen-Schwabenheim habe sein Team „eine super Reaktion gezeigt, die Jungs waren alle heiß und haben prima performt“. Torfolge: 1:0 Vladimir Borovskij (1.), 2:0 Levi Mukamba (25.), 3:0 Borovskij (35.), 4:0 Mukamba (43.), 4:1 Eigentor Klaudio Rexhepi (83.), 5:1 Ciya Ürün (86.).

„Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen – spielerisch, kämpferisch und läuferisch“, redete Rüdesheims Co-Trainer Emre Duran Klartext. „Das war mit Abstand unser schlechtestes Spiel. Wir haben nichts von dem Sieg von letzter Woche mitgenommen und durch einfache Fehler wieder alles aus der Hand gegeben. Eine desolate Darbietung ohne kämpferisches Engagement – sobald wir im Rückstand geraten, hängen die Köpfe.“ Torfolge: 1:0 (3.), 2:0 (20.), 3:0 (35.), 4:0 (43.), 5:0 (65.), 6:0 (75.).

„Ein gerechtes Unentschieden“, so die Einschätzung von Fürfelds Trainer Sebastian Kilp. „Ein sehr umkämpftes Spiel mit wenig Highlights.“ Dem 0:1 durch Christian Henns 20-Meter-Böller ging eine schöne Kombination über vier, fünf Stationen voraus. Torfolge: 0:1 Christian Henn (27.), 1:1 Wladislaw Sontag (43.).

„Leider haben wir uns selbst geschlagen“, haderte Pfaffen-Schwabenheims Trainer Beyutullah Kurtoglu. „Der Gegner hatte nur eine Torchance aus dem Spiel heraus bis zu 80. Minute und wir haben in der 74. Minute durch einen Elfmeter – Nachtreten an Mehmet Can – und Roter Karte für Kirns Torwart Finn Schäfer 1:0 geführt. Danach schenken wir dem Gegner das Spiel mit einer Zeitstrafe gegen Abd Alrahman Abd Almahmoud in der 81. Minute und einer Roten Karte gegen Ersan Bocut in der 89. Minute.“ In 9:11-Unterzahl kassierten die Platzherren zwei Traumtore jeweils aus 30 Metern. Kurtoglus Fazit: „Unsere naiven letzten 15 Minuten sind bestraft worden. Wir haben ein super Spiel gemacht, sind aber leer ausgegangen – unfassbar, aber wahr.“ Torfolge: 1:0 Jonah Röhlinger (74., Foulelfmeter), 1:1 Nico Schweig (84.), 1:2 Jordan Siewe Ngueguim (88.).

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Torfolge: 1:0 Raphael-Miguel Allhofer (13.), 2:0 Maximilian Ulbig (19.), 3:0 Marcel Lichtenberger (29., Elfmeter), 3:1 Martin Gert (32.), 3:2 Davyd Sielin (62.), 4:2 Ulbig (73.), 5:2 Lean Hoferichter (90.+2). Gelb-Rot: Idar-Oberstein (67.).

Torfolge: 0:1 Noah Donner (10.), 0:2 Alya Diallo (14.), 0:3 Johannes Schell (44.), 1:3 Jonas Isenbruck (70.), 1:4 Diallo (74.), 1:5 Jerrit Braun (87.), 1:6 Schell (89.).