2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Trotz aller Bemühungen der Heimvereine: In der Bezirksliga ging am Wochenende (fast) nichts.
Trotz aller Bemühungen der Heimvereine: In der Bezirksliga ging am Wochenende (fast) nichts. – Foto: André Nückel/Symbo

Wintereinbruch stoppt den kompletten Spielbetrieb

Bezirksliga West: Alle Partien abgesagt oder abgebrochen – In der Mitte-Staffel unterliegt Ahbach dem Spitzenreiter knapp.

Alle für das Wochenende angesetzten Partien der Bezirksliga West wurden entweder abgesagt oder abgebrochen. Nur in der Bezirksliga Mitte, in Ahbach, konnte gespielt werden.

SG Saartal-Irsch - SG Franzenheim abgesagt

Rund 150 Zuschauer hatten sich bereits auf der Sportanlage in Irsch eingefunden, ehe Schiedsrichter Cedric Clemens das Trier-Saarburger Derby kurz vor dem geplanten Anstoßtermin in Abstimmung mit Vertretern beider Seiten absagte. Die Entscheidung war nachvollziehbar, da der Rasen am frühen Samstagabend zusehends gefror und aufgrund der beiden Partien zuvor an einigen Stellen uneben war. Das wiederum hätte im Spiel für zusätzliche Gefahr gesorgt. Die Begegnung soll noch in diesem Jahr nachgeholt werden.

SV Schleid – FSV Salmrohr abgesagt

Auch diese Partie wurde aufgrund des gefrorenen Rasenplatzes in Schleid abgesetzt. Neuer Termin für das Nachholspiel ist Mittwoch, der 25. März 2026 um 20 Uhr in Schleid.

SV Lüxem – SG Geisfeld abgesagt

Aufgrund der anhaltenden Minustemperaturen wurde das Spiel, das auf dem Wittlicher Kunstrasen stattfinden sollte, wegen erhöhter Verletzungsgefahr aufgrund des frostigen Untergrunds abgesetzt. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

SG Zewen – TuS Mosella Schweich abgesagt

Weil auch der Kunstrasenplatz in Zewen gefroren war und das Risiko erhöhter Verletzungsgefahr zu hoch war, wurde auch diese Partie abgesetzt. Auch hier steht ein neuer Termin noch aus.

SV Sirzenich – SG Ellscheid – abgesagt

Die Partie auf dem Rasenplatz in Sirzenich ist kurzfristig ausgefallen, da Schiedsrichter Johannes Klingel die Gefahr von Verletzungen der Spieler als gegeben ansah. Zuvor hatten beide Mannschaften ihre Bereitschaft erklärt, spielen zu wollen, da der Rasen auf der oberen Schicht frostfrei gewesen sein soll. Die tieferen Rasensegmente sollen aber gefroren gewesen sein. Über einen neuen Termin wollen sich beide Vereine zeitnah einigen.

SV Tawern – SG Ruwertal/Gutweiler - Absage

Auch diese Partie fiel den winterlichen Witterungsverhältnissen zum Opfer. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn begann es auch in Tawern zu schneien. Schnell war der Kunstrasenplatz mit einer leichten Schneedecke überzogen und die Rutsch- und Verletzungsgefahr groß. Da der Platz zudem auch gefroren war, sah es Schiedsrichter Marc Schiry als zwingend notwendig an, die Partie ausfallen zu lassen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Falls sich die Vereine, die von sämtlichen Spielabsagen betroffen sind, nicht bis Anfang der Woche einigen, wolle Staffelleiter Bernd Hurth eine Neuansetzung auf Mittwoch, den 3. Dezember vornehmen. „Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn sich die betreffenden Vereine, auf einen Mittwoch im März kommenden Jahres einigen“, lässt Hurth Flexibilität durchblicken.

SG Wiesbaum – SV Niederemmel – Abbruch

Die Partie in Hillesheim wurde in der 36. Minute beim Stand von 1:0 für die SG Wiesbaum abgebrochen. Grund des Abbruchs war der einsetzende starke Schneefall in der 20. Minute und die daraus resultierende erhöhte Verletzungsgefahr aller Akteure. Die Hausherren gingen in der 23. Minute nach einer Kombination über Daniel Gurin und Tobias Müller durch Marco Michels in Führung. Wenige Minuten später setzte ergiebiger Schneefall ein, in dessen Ergebnis Schiedsrichter Nicolas Becker die Partie für etwa zehn Minuten zunächst unterbrach. „Die Linien waren durch den Schnee auf dem Kunstrasen in Hillesheim nicht mehr zu erkennen, sodass der Platz zwischenzeitlich mit Besen geräumt werden musste. Als ob ich ein Vorahnung von dem Szenario hatte, brachte ich einen gelben Spielball vorsorglich mit, der nach der Unterbrechung zunächst auch zum Einsatz kam. Es hat dann aber weiter geschneit, sodass der Schiedsrichter das Spiel aufgrund der immer größer werdenden Verletzungsgefahr abbrach“, sah Wiebaums Spielertrainer Marco Michels ein abruptes Ende eines womöglich erfolgreichen Bezirksligaspiels. Niederemmels Trainer Sascha Kohr, der aufgrund seiner erst jüngst erfolgten Operation an den Bandscheiben gar nicht erst in die Vulkaneifel mitgereist war, meinte, dass „das Spielfeld einer Schlittschuhbahn glich. Christoph Kettern und Benedikt Vogedes, die das Team gemeinsam coachen sollten, berichteten mir, dass nach der ersten Unterbrechung und weiteren Schneefällen kein normales Fußballspiel mehr möglich gewesen ist. Es wurde rutschig und die Partie zu einem Lotteriespiel. Danach ist der Schneefall immer stärker geworden, da half auch der gelbe Ball nichts mehr. Die Gesundheit der Spieler steht an erster Stelle, sodass der Abbruch auch richtig war.“

Bezirksliga Mitte

TuS Ahbach – SV Untermosel Kobern-Gondorf 1:2 (1:1)

Gegen den Tabellenführer der Bezirksliga Mitte musste sich der TuS Ahbach mit 1:2 knapp geschlagen geben und kassierte seine sechste Saisonniederlage. Marvin Richard traf vom zweiten Pfosten zur frühen Gästeführung – 0:1 (13.). Ahbach schüttelte sich und fand nur acht Minuten später eine zeitnahe Antwort, als Nico Clausen nach Steckpass von Luka Cläsgens egalisierte – 1:1 (21.). Kobern blieb nach dem Seitenwechsel fokussiert und agierte mit sehr viel Intensität und etlichen Positionswechseln, in deren Ergebnis das 2:1 für die Gäste fiel. Jannis Schneider verwertete einen Pass in den Rücken der Ahbacher Abwehr zum 2:1-Siegtreffer. Die Hausherren versuchten in der Schluss-Viertelstunde einiges, um doch noch zum Ausgleich zu kommen, doch Leon Nahrings und Nico Clausen sowie Peter Grün besaßen nicht das Spielglück. Ahbachs Coach Roger Stoffels konstatierte, dass „die Jungs an ihre Leistungsgrenze gegangen sind und wir uns einen Punkt verdient gehabt hätten. Kobern war sehr gut besetzt und hatte neun Spieler auf der Reservebank.“ Womit sich der Ostbelgier nicht einverstanden erklärte, war die Spielleitung des Schiedsrichters Leo Glabach. „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass vier Koberner Spieler mit anderen Rückennummern aufgelaufen sind als auf dem Spielbogen des Schiedsrichters standen. Das sorgte für Unruhe und Unverständnis. Es ist ärgerlich, wenn der Referee seiner Pflicht, uns die Änderungen mitzuteilen, nicht nachkommt. Weil wir auch unseren Unmut darüber äußerten, glitt ihm das Spiel komplett aus der Hand mit dem Ergebnis, dass er allein neun Mal Gelb gegen Spieler von uns zeigte – auch weil in einigen Aktionen im Strafraum der Pfiff ausblieb, nachdem Spieler einfach umgenietet wurden. An der Niederlage ist der Schiri letztlich nicht schuld, da sind wir bei uns.“

Aufrufe: 024.11.2025, 13:30 Uhr
Andreas Arens / Lutz SchinköthAutor