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Wintercup: Übles Einsteigen beendet Finale vorzeitig

Eintracht Bad Kreuznach verlässt in Hackenheim gegen den SC Idar wegen Verletzung ihres Spielers nach 70 Minuten das Feld

von Jochen Werner · 10.02.2026, 18:30 Uhr · 0 Leser
Chancenwucher betrieb die Eintracht im ersten Durchgang. Weder Malik Schäfer (vorne) noch Deniz Darcan kriegt den Ball unter, SC-Abwehrspieler Kevin Kraus kann nur zuschauen.	Foto: Jochen Werner
Chancenwucher betrieb die Eintracht im ersten Durchgang. Weder Malik Schäfer (vorne) noch Deniz Darcan kriegt den Ball unter, SC-Abwehrspieler Kevin Kraus kann nur zuschauen. Foto: Jochen Werner

Hackenheim. Der SC Idar-Oberstein ist Sieger der fünften Auflage des Dirk-Silvery-Wintercups des TuS Hackenheim. Das Finale gegen die SG Eintracht Bad Kreuznach dauerte allerdings nur 70 Minuten, dann verließ die Eintracht-Fußballer beim Stand von 0:2 aus ihrer Sicht das Feld. Vorausgegangen war die Verletzung von Leo Blenske, der ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, nach einem brutalen Foulspiel. Wegen der Bitte des FC Schmittweiler-Callbach, statt gegen die SG Fürfeld gegen die SpVgg Ingelheim antreten zu dürfen, gab es keine weiteren, „richtige“ Platzierungsspiele.

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Im ersten Abschnitt hatte der Verbandsligist aus der Kurstadt mehr Spielanteile und mehr Chancen als der SC, das Tor erzielte jedoch Lennert Arend, der eine flache Hereingabe von der rechten Seite locker eindrückte (12.). Für die Eintracht vergaben Chinedu Willrich per Schlenzer (14.), Leo Blenske per Kopf (32.) und Deniz Darcan mit einem 18 Meter-Kracher (45.+1) die aussichtsreichsten Möglichkeiten. Nach dem Wechsel war das Bild ähnlich. Wieder war der Oberligist die Mannschaft, die aus wenig viel machte, nach einer Stunde durch Florian Zimmer auf 2:0 stellte. Dann kam die Aktion, die nicht nur Kreuznachs Sportchef Mario Spreitzer kritisch sah. Das Einsteigen eines SC-Spielers gegen Blenske war der vorgezogene Schlusspunkt. Die Eintracht brach die Partie daraufhin ab. „Die Gesundheit ist mir wichtiger. Immerhin war es ein Freundschaftsspiel“, so Spreitzer, der wie Trainer Thorsten Effgen bis dahin „megazufrieden über so eine richtig geile Trainingseinheit“ war. Eine bessere hätten sich beide Mannschaften kaum vorstellen können. „Und dann machst du mit einer einzigen Aktion alles kaputt“, sagte Spreitzer kopfschüttelnd. Über die Schwere der Verletzung konnte die Eintracht am Sonntagabend noch keine Angaben machen.

TuS-Spielertrainer Tim Hulsey konnte sich gegenüber den ersten drei Testspielen innerhalb der Wintervorbereitung wiederholen. „Wir fühlen uns auf einem guten Weg“, so der 37-Jährige. Vor allem im Spiel gegen den Ball waren die jüngsten Auftritte richtig gut. So auch gegen den Bezirksligisten. Jasper Brede (12.) und Tim Hulsey (37.) sorgten vor dem Pausenpfiff für klare Verhältnisse, denn defensiv ließ der TuS nichts anbrennen, überzeugte auch läuferisch. In den zweiten 45 Minuten schraubten Lukas Röder (64., 75.), Deniz Dasli (80.), Henrik Sperling (82.) und Pierre Merkel (86.) am Ergebnis. „Sicher war auch das nur ein Test. Aber wir haben unter der Woche schon trotz der Niederlage gegen Idar viel Lob kassiert. Jetzt haben wir an die Leistung angeknüpft, auch wenn die Gegner nicht vergleichbar sind“, so Hulsey.

Mit einem klaren Ergebnis endete die Partie der beiden Landesligisten. Derjenige aus dem Osten gewann auch in dieser Höhe absolut verdient gegen den aus dem Westen. Allerdings: Der FC war mit einer Rumpftruppe angereist, Trainer Murat Yasar musste auf eine Handvoll Stammspieler verzichten und konnte auch nicht auswechseln, während die Ingelheimer aus dem Vollen schöpfen konnte. Fabian Commes (17.), Leon Reitemeyer (22.) und Jonathan Trost (42.) trafen vor der Pause. Nach dem Wechsel konnte Dennis Köhler (75.) per Elfmeter verkürzen, dann stellten Noah Mukanya (80.) und Francesco Teodonno (83.) den Erfolg für die Rotweinstädter sicher.