
Der Wintercup des SV Oberzell hat gehalten, was sein kompakter Spielplan versprach: vier Mannschaften, keine Umwege, keine Ausreden. Zwei Halbfinals, ein Spiel um Platz drei und ein Finale – alles an einem Tag, alles über 60 Minuten. Am Ende setzte sich der FV Ravensburg durch und gewann das Endspiel gegen den TSV Berg mit 2:1. Für den Gastgeber SV Oberzell blieb nach einem dramatischen Auftakt im Elfmeterschießen und einer Niederlage im Spiel um Platz drei nur der vierte Rang. Der Wintercup zeigte damit in wenigen Stunden die ganze Wucht der Vorbereitung: harte Läufe, enge Entscheidungen, klare Ergebnisse.
Halbfinale eins: Oberzell liefert Berg einen großen Kampf
Im ersten Halbfinale traf der SV Oberzell auf den TSV Berg – und das Spiel entwickelte sich sofort zu einem zähen Ringen. Nach 60 Minuten stand es unentschieden. Das Spiel lebte von Spannung und Nervenstärke, nicht von spektakulären Offensivaktionen. Erst im Elfmeterschießen wurde die Entscheidung erzwungen: Der TSV Berg gewann mit 5:4 nach Elfmeterschießen und zog ins Finale ein. Für Oberzell war dieses Ausscheiden besonders bitter, weil das Team über die volle Spielzeit nicht bezwungen werden konnte und erst vom Punkt den Kürzeren zog.
Halbfinale zwei: Ravensburg entscheidet früh durch Lauenroth
Das zweite Halbfinale brachte den FV Ravensburg und den VfB Friedrichshafen zusammen – und hier fiel die Entscheidung bereits während der regulären Spielzeit. Ravensburg gewann mit 1:0, das Tor erzielte Tim Lauenroth. Der Treffer reichte, weil Ravensburg die knappe Führung über die gesamte Spielzeit verteidigte. Für Friedrichshafen blieb am Ende die Erkenntnis, dass in solchen Turnieren ein einziger Moment genügt, um das gesamte Spiel zu bestimmen. Ravensburg hingegen zog mit der Effizienz eines Spitzenteams ins Endspiel ein.
Spiel um Platz drei: Friedrichshafen dreht auf und schlägt Oberzell
Für den Gastgeber SV Oberzell blieb nach dem verlorenen Elfmeterschießen nur noch das Spiel um Platz drei. Dort wartete mit dem VfB Friedrichshafen ein Gegner, der nach dem Halbfinal-Aus eine Reaktion zeigen musste – und genau diese Reaktion kam. Friedrichshafen gewann das Spiel um Platz drei mit 3:1. Die Tore fielen deutlich zugunsten des Verbandsligisten: Dennis Blaser, Kai Kramer und Massimo Caltabiano trafen für den VfB. Oberzell geriet damit früh unter Druck und konnte den Rückstand nicht mehr korrigieren. Für Friedrichshafen war der dritte Platz ein versöhnlicher Abschluss, für Oberzell blieb nach zwei Niederlagen an einem Tag nur die Enttäuschung.
Finale: Ravensburg entscheidet das Duell gegen Berg
Im Finale traf der TSV Berg auf den FV Ravensburg – und hier wurde Ravensburg seiner Favoritenrolle gerecht. Der Oberligist gewann das Endspiel mit 2:1 und sicherte sich den Turniersieg. Beide Tore für Ravensburg erzielte Daniele Gabriele. Berg hielt dagegen und kam ebenfalls zum Torerfolg, doch am Ende setzte sich die höhere Effizienz und Abschlussstärke Ravensburgs durch. Damit krönte der FV Ravensburg einen Turniertag, an dem er ohne Gegentor im Halbfinale blieb und im Finale offensiv den entscheidenden Punch setzte.