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Allgemeines

Winterbach schießt Frust von der Brust, Ingelheim geht unter

Viererpack von Elias Pfenning beim 7:0-Erfolg in Trippstadt +++ Hackenheim vergibt "dicke Dinger" +++ Weinsheimer Blitzstart

von Jochen Werner · 06.09.2026, 20:15 Uhr · 0 Leser
Einen Überflieger-Spieltag gab es für die SG Weinsheim (schwarzes Trikot) mit dem 1:0 gegen die SG Rieschweiler	Foto: Bohr
Einen Überflieger-Spieltag gab es für die SG Weinsheim (schwarzes Trikot) mit dem 1:0 gegen die SG Rieschweiler Foto: Bohr

Region. So geht Freischießen. Dem SV Winterbach gelang als bisheriges Schlusslicht beim TSG Trippstadt sein bislang höchster Landesliga-Sieg. Dem bislang in dieser Spielzeit noch glücklosen Elias Pfenning gelang beim 7:0-Erfolg dabei gleich ein Viererpack. Gut im Rennen ist die SG Weinsheim, die nach zwei Auswärtsdreiern jetzt auch zuhause einen Sieg eintütete. Viel mehr möglich gewesen wäre für den TuS Winterbach, der sich bei der Zweiten des SC Idar mit einem 2:2 zufrieden geben musste. Im Osten erlebte die SpVgg Ingelheim in der Südpfalz beim TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim ihr Waterloo.

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Landesliga West

TSG Trippstadt – SV Winterbach 0:7 (0:3). – Der Knoten ist geplatzt. Und wie. Ohne den im Urlaub befindlichen Coach Torben Scherer brannte die Elf vom Felsen im Pfälzer Wald ein Feuerwerk ab. „Es hat perfekt angefangen. Wir haben als Mannschaft komplett das umgesetzt, was wir in der Kabine besprochen hatten.“ Elias Pfenning, der als spielender Co-Trainer die Verantwortung übernommen hatte, war begeistert. Gut zwei Minuten waren auf der Uhr, als Henry Schneberger von rechts tief spielte, Pfenning wieder zu ihm durchsteckte und Marius Reidel in der Mitte nur noch einschieben musste. Diese erste Führung in der Saison überhaupt gab dem SVW Sicherheit. „Jeder hat sein Herz auf dem Platz gelassen, und wir haben unseren Plan von der ersten bis zur letzten Minute durchgezogen“, so Pfenning. Logische Folge: ein Doppelpack (24., 26.), erst ein Eigentor, dann war wieder Reidel zur Stelle. Im zweiten Durchgang war es dann der Stürmer allein, der trotz vieler Gelegenheiten die Kugel im TSG-Tor Unterbrachte, das allerdings gleich viermal: per Hattrick innerhalb von fünf Minuten (73., 77., 78.) und zum Abschluss noch per Elfmeter nach überhartem Einsatz an ihm selbst (90.+2). Für den Strafstoß reichte das Adrenalin noch. Statt nach Hause führte Pfennings Weg dann aber direkt ins Krankenhaus, diagnostiziert wurde erst einmal eine starke Prellung in der Schulter. Ein Ausfall in den kommenden Partien ist wahrscheinlich. „Das Spiel war aber ein tolles Erlebnis, das wir uns auch davon nicht kaputt machen lassen“, bilanzierte der 23-Jährige.

Winterbach: Kretzschmar – Blaum, Fett, Leister – Schneberger (82. Wingenter), E. Becker, Kunz, Stumm – L. Becker (79. Weber), Reidel (72. Görlek) – Pfenning

SG Weinsheim – SG Rieschweiler 1:0 (1:0). – „Irgendwie hat uns das Tor das Genick gebrochen.“ Der das sagte, war nicht etwa Gästecoach Sebastian Reinert, sondern Luca Redschlag. Der Weinsheimer Spielertrainer haderte nicht mit dem Treffer an sich, für den Max Bernhard schon in der allerersten Minute verantwortlich zeichnete. Sondern mit der fehlenden Konzentration seiner Jungs im Abschluss in der Folgezeit. Bis zur Pause dominierte seine Mannschaft fast nach Belieben, nach Wiederanpfiff machte sie das teilweise wilde Spiel der Westpfälzer mit. Chancen gab es dabei gleich für mehrere Begegnungen. „Letzten Endes sind wir froh, dass wir den Sieg über die Zeit gebracht haben. Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um relativ sorgenfrei in die kommenden Aufgaben gehen zu können.“

Weinsheim: Kilian – Spachtholz, Saadalla Ayoob, Zimmermann (72. Redschlag), Z. Jalkama – A. Kurpejovic (80. Kienle), E. Jalkama (80. Kuss), A. Halili (87. Schnell), Feller (75. Weber) – Bernhard, B. Kurpejovic

SC Idar II – TuS Hackenheim 2:2 (0:0). – „Wir hatten viele ,dicke Dinger‘ auf dem Fuß.“ TuS-Trainer Tim Hulsey blickte wehmütig auf die erste Stunde zurück. Allein dreimal Aluminium traf seine Elf da, hatte weitere fast hundertprozentige Chancen. Zählbares gab es erst in den letzten 12 Minuten, als Noel Schywalski richtig aufdrehte. Erst ein Volley ins lange Eck zur Führung (78.), nach dem Ausgleich dann ein perfekt und satt getretener Freistoß an den Innenpfosten zum 2:1 (86.). Dass es nicht reichte, lag auch an einer Zeitstrafe und einem Flipperball im Strafraum, den Deniz Dasli noch abfälschte (88.).

Hackenheim: Reekers – Merk, Protzel, Sperling – Wollmann (86. Oertel), Gäns (61. Twardawski), Dasli, Steyer – Schywalki – Stellpflug, Merkel (73. Shvartsburd)

Landesliga Ost

TSV Billigheim-Ingenheim – SpVgg. Ingelheim 8:0 (2:0). – In der ersten Hälfte sah lange Zeit wenig nach einem Kantersieg aus. Laurent Werners 2:0 unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff fiel aber zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt. Sechs Gegentore in Abschnitt zwei sprechen dann eindeutig für sich. Ein Neustart gegen den ASV Fußgönheim ist angesagt.

Ingelheim: Haas – Vogelsberger (78. Wischkowski), Parlak, Schmitt, Commes, Tzieply, Stavridis, Schien, Scherer (69. Deisen), Yüksel (59. Lüdgen), Teodonno (70. Cakici)