2025-12-17T10:26:01.779Z

Allgemeines
– Foto: Sebastian Harbke/Veranstalter

Winter-Exer: Pfeffersport setzt sich spät und klar durch

Finale mit Deutlichkeit, lange Vorrunde formt den heutigen Abend in Bernau

Der Winter-Exer in Bernau hat am heutigen Samstag einen Hallenabend hervorgebracht, der von Beginn an auf Intensität gestellt war. Zehn Minuten Spielzeit in der Vorrunde, zwölf Minuten in den Halbfinals und ein kompakter Turnierbaum sorgten für klare Linien und abrupte Wendungen. Pfeffersport gewinnt das Finale deutlich gegen den SV Empor Berlin II und krönt einen Turnierverlauf, der von Stabilität, defensiver Ordnung und wachsender Durchschlagskraft geprägt ist.

>>> Hier geht es zum kompletten Spielplan und zu den Ergebnissen.

Turnierstruktur: Zwei Gruppen, kein Sicherheitsnetz
Der Winter-Exer wird in zwei Fünfergruppen ausgespielt. Jeder gegen jeden, vier Spiele pro Team, anschließend Halbfinale, Finale und sämtliche Platzierungsspiele. Diese Struktur lässt keine taktischen Umwege zu. Wer Punkte liegen lässt, muss sie in späteren Begegnungen teuer zurückholen. Die kurze Spielzeit von zehn Minuten in der Vorrunde verdichtet jede Aktion, Fehler wirken unmittelbar im Tabellenbild.

Gruppe A: Heinersdorf dominiert die Statik
In der Gruppe A setzt sich der BSV Heinersdorf an die Spitze. Vier Spiele, vier Siege, 12 Punkte und ein Torverhältnis von 9:3 sprechen eine klare Sprache. Heinersdorf startet mit einem 2:1 gegen den FC Concordia Wilhelmsruh 1895, legt ein 2:0 gegen den Berliner TSC nach und gewinnt anschließend 2:1 gegen den BSV Rot-Weiß Schönow. Zum Abschluss folgt ein 3:1 gegen die Exer Legenden.

Dahinter sichern sich die Exer Legenden mit 9 Punkten und 10:7 Toren Rang zwei. Siege gegen Concordia (3:1), Rot-Weiß Schönow (4:3) und Berliner TSC (2:0) bilden das Fundament, lediglich gegen Heinersdorf bleibt das Team ohne Punkte. Concordia Wilhelmsruh folgt mit 6 Punkten und 9:6 Toren auf Rang drei, Rot-Weiß Schönow kommt auf 3 Punkte, der Berliner TSC bleibt mit 0 Punkten und 0:10 Toren ohne Erfolgserlebnis.

Gruppe B: Pfeffersport wächst von Spiel zu Spiel
Die Gruppe B bringt ein anderes Bild hervor, aber mit klarer Spitze. Pfeffersport beendet die Vorrunde mit 10 Punkten und 10:2 Toren auf Platz eins. Ein 2:1 gegen Fortuna Pankow 46, ein 4:0 gegen SG Blankenburg und ein 4:1 gegen Borussia Pankow 1960 bilden die Basis, dazu kommt ein 0:0 gegen den späteren Finalgegner SV Empor Berlin II. Empor II folgt mit 8 Punkten und 7:1 Toren auf Rang zwei, geprägt von Siegen gegen Blankenburg (5:0) und Fortuna Pankow 46 (1:0) sowie zwei Unentschieden. Borussia Pankow 1960 erreicht 3 Punkte, Fortuna Pankow 46 und SG Blankenburg kommen jeweils auf 2 Punkte. Die Gruppe zeigt, wie wichtig defensive Stabilität ist: Pfeffersport kassiert in vier Spielen nur zwei Gegentore.

Der Übergang: Halbfinals als Bruchstelle
Mit den Halbfinals ändert sich der Charakter des Abends. Die Spielzeit wird auf zwölf Minuten erhöht, das Rechnen hat ein Ende. Pfeffersport trifft auf die Exer Legenden und setzt sich klar mit 6:1 durch. Die Struktur aus der Gruppenphase trägt auch hier: frühe Kontrolle, klare Aktionen, wenig Risiko. Das zweite Halbfinale wird zum emotionalen Höhepunkt der Vorschlussrunde. Der BSV Heinersdorf trifft auf den SV Empor Berlin II und verliert knapp mit 5:6. Für den bislang makellosen Gruppensieger ist es ein harter Einschnitt, der zeigt, wie schnell sich ein Turnier kippen kann.

Platzierungsspiele: Jeder Rang wird ausgefochten
Auch unterhalb der Finalisten bleibt die Intensität hoch. Der Berliner TSC gewinnt das Spiel um Platz neun mit 2:1 gegen die SG Blankenburg und beendet den Abend versöhnlich. Platz sieben sichert sich der FSV Fortuna Pankow 46 mit einem 3:1 gegen den BSV Rot-Weiß Schönow. Im Spiel um Platz fünf setzt sich Borussia Pankow 1960 mit 2:0 gegen den FC Concordia Wilhelmsruh 1895 durch. Das Spiel um Platz drei entscheidet der BSV Heinersdorf mit 5:3 gegen die Exer Legenden für sich und schließt das Turnier nach der Halbfinalenttäuschung mit einem Erfolg ab.

Finale: Pfeffersport bleibt konsequent
Das Endspiel bringt Pfeffersport und den SV Empor Berlin II zusammen. Beide Teams kennen sich aus der Vorrunde, dort endete das direkte Duell torlos. Im Finale zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Pfeffersport setzt sich klar mit 4:0 durch und lässt keine Zweifel am Turniersieg.

Ein Turnier mit klarer Handschrift
Der Winter-Exer 2026 bestätigt seinen Anspruch als anspruchsvoller Hallenwettbewerb. Die Vorrunde sortiert, die K.-o.-Spiele entscheiden, das Finale setzt den Schlusspunkt. Pfeffersport gewinnt, weil die Mannschaft über den gesamten Abend hinweg das stabilste Gesamtbild zeigt. Heinersdorf dominiert die Gruppe, scheitert knapp im Halbfinale, Empor II erreicht das Endspiel, kann dort aber nicht mehr gegenhalten. In Bernau beginnt das Fußballjahr mit einem Turnier, das wenig Raum für Zufall lässt und viel über Ordnung, Konsequenz und mentale Stärke erzählt.

Aufrufe: 03.1.2026, 23:00 Uhr
redAutor