2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Gleich zwei Rosenberger (in Blau-Weiß) lässt der Raigeringer ins Leere laufen. Mit einem Treffer in der Nachspielzeit entführten die Hüttenstädter einen Punkt aus dem Pandurenpark.
Gleich zwei Rosenberger (in Blau-Weiß) lässt der Raigeringer ins Leere laufen. Mit einem Treffer in der Nachspielzeit entführten die Hüttenstädter einen Punkt aus dem Pandurenpark. – Foto: Frank Kokott

Winkler-Truppe aus Königstein der Gewinner der Runde 16

Während der TSV die Hausaufgabe gegen Köfering erfolgreich löst, remisieren Primus Raigering und Rieden, Ursensollen strauchelt sogar +++ Kellerkinder begehren bis auf Köfering allesamt auf

Der 16. Spieltag der Kreisliga Süd verlief so ganz nach dem Geschmack des bisherigen Tabellenvierten TSV Königstein (2./32). Die Ergebnisse der Konkurrenz im oberen Tabellendrittel waren den Winkler-Männern bereits in der Frühphase ihrer die Runde abschliessenden Partie (16 Uhr) gegen den SV Köfering bekannt und verliehen ihnen wohl einen zusätzlichen Motivationsschub, ihre Aufgabe erfolgreich zu lösen. Da musste sich Spitzenreiter SV Raigering (1./35 - 1:1 gegen Rosenberg) mit einem Punkt zufrieden geben, die DJK Ursensollen (4./31 - 2:4 gegen Luhe-Wildenau II) setzte ihr Heimspiel gar in den Sand und auch der 1. FC Rieden (3./31 - 0:0 in Hirschau - ein Spiel weniger) ließ Federn, so dass ein Dreier für die Königsteiner das Vorrücken auf Platz 2 bedeutet hätte. Und - sie holten sich beim 5:1 gegen den abstiegsgefährdeten Gast den erhofften Heimsieg und grüßen als neuer "Vize" auf den Fersen des Tabellenführers aus Raigering.

"Die Kellerkinder mucken auf", so könnte man - bis auf eine Ausnahme - die Ergebnisse der Mannschaften überschreiben, die sich einen nervenaufreibenden Kampf um den Ligaerhalt liefern. Nur der SV Köfering (14./7 - 1:5 in Königstein) blieb ohne Ertrag, die Mitstreiter im Tabellenkeller hingegen sammelten kräftig lebenswichtiges Zählbares und das sogar in der Fremde. Da überraschte der ASV Haselmühl (13./11 - 2:1 in Vilseck) in seiner Partie, genauso wie der SC Luhe-Wildenau (12./15 - 4:2 in Ursensollen) und auch der FC Edelsfeld (11./16 - 2:1 in Freudenberg) bei ihren Auswärtsaufgaben die Anhängerschar mit einem vollen Ertrag. Schließlich rang der TuS WE Hirschau (10./17) mit dem 1. FC Rieden (3./31) dem nächsten Favoriten Zählbares ab.

Insgesamt gesehen ein wohl sehr ärgerliches Ergebnis für den Tabellenführer, hätte er die Partie im ersten Spielabschnitt doch schon zu seinen Gunsten entscheiden können, ja müssen. Nach dem frühen Führungstreffer liessen die Panduren allerdings gleich eine Vielzahl an sehr guten Möglichkeiten liegen und wurden quasi in letzter Sekunde dafür bestraft. Die nach dem Pausentee verbesserten Gäste nutzten eine ihre wenigen Einschußchancen eiskalt und sorgten dafür, dass der SVR mit einem Punkt leben musste.

"Wir hatten in beiden Halbzeiten große Möglichkeiten auf das 2:0. Haben es leider verpasst und dann macht der Gast mit der zweiten Torchance den glücklichen Ausgleich. Insgesamt ein gutes Spiel von uns", so die kurze Zusammenfassung von SVR-Coach Martin Kratzer.

"Es war das erwartet schwierige Auswärtsspiel beim Tabellenführer. Nachdem wir in den ersten 20 Minuten nicht wirklich in der Partie waren und das ein oder andere Gastgeschenk verteilt haben, kamen wir aber besser in die Partie, spielten mit mehr Mut und hatten gute Aktionen. In der zweiten Halbzeit waren wir dann sehr griffig und hatten viel den Ball. Raigering blieb im Umschaltspiel allerdings immer gefährlich und kam dadurch auch zu Chancen. Kurz vor Abpfiff dann die Belohnung für eine starke zweite Halbzeit durch unseren letzten Angriff. Großes Kompliment ans gesamte Team, jeder hat alles investiert um zu punkten. Nun müssen wir es einfach hinkriegen, über die vollen 90 Minuten mit so viel Überzeugung zu spielen", sagte der Spielertrainer der Gäste, Dennis Kramer.

Tore: 1:0 Jakob Sabisch (16.), 1:1 Antonio La Pegna (90.+4) - Schiedsrichter: Adrian Kohn - Zuschauer: 200

Den abstiegsgedrohten Gästen gelang ein Blitzstart, den schon in der 2. Minute zappelte die Kugel im Netz der DJK, da wären die Seinen noch etwas schläfrig gewesen, meinte Coach Thomas Kotzbauer später. In Folge fing sich die Heimelf, es entstand ein offener Schlagabtausch, bei dem der Tabellenzweite allerdings zu nahezu keiner Phase seine Qualitäten auf den Platz brachte. Mit einem 1:1 ging es in die Kabinen, in Halbzeit 2 avancierte Gästeangreifer Xavier Siemski dann zum "Matchwinner", mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von nur neun Zeigerumdrehungen stellte er die Zeichen für den SC auf Sieg, der - weil die direkte Konkurrenz auf den gesichterten Plätzen durchwegs punkten konnte - eminent wichtig war.

"Es war ein gebrauchter Tag für uns. Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen und hatten in einigen Situationen auch nicht das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite", sagte ein enttäuschter DJK-Spielertrainer Thomas Kotzbauer im kurzen Rüclblick.

"Meine Mannschaft hat sich endlich für ihren Aufwand der letzten Wochen belohnt. Wir haben uns defensiv stabilisiert und offensiv immer wieder Nadelstiche gesetzt. Aufgrund der ersten 25 Minuten der ersten Halbzeit und vor allem der Leistung in der 2. Halbzeit geht der Sieg aus meiner Sicht in Ordnung. Wir sind auf dem richtigen Weg, werden weiter intensiv arbeiten, um uns zu verbessern beziehungsweise zu stabilisieren", so ein sehr zufriedener Gästetrainer Dieter Scheler.

Tore: 0:1 Leon Ertel (2.), 1:1 David Weber (34.), 1:2, 1:3 und 1:4 Xavier Siemski (67./73./76.), 2:4 Fabian Meier (90.) - Schiedsrichter: Sebastian Nemetz - Zuschauer: 80

Einen im Kampf um den Ligaerhalt eminent wichtigen Dreier holte sich der FCE im Gastspiel beim Tabellenfünften. Kleiner Platz, tiefes Geläuf, da blieben spielerische Höhepunkte eher die Ausnahme, gekämpft wurde hingegen um jeden Zentimeter. Dem SVF gelang eine frühe Führung, als Fabian Göbl einen Steckpaß von Sebastian Bauer aufnahm und zum 1:0 einnetzte. Die Gäste blieben unbeeindruckt und egalisierten bereits neun Zeigerumdrehungen später. Fabian Spies wuchtete eine Flanke von Jan Wolf per Kopf in die Maschen. Danach lieferten sich die Kontrahenten einen Abnützungskampf, ehe die Heimelf zur Schlußoffensive blies. Chancen blieben ungenutzt, die "Bestrafung" dafür folgte, als Alexander Traeger nach einem der wenigen Gegenangriffe der Gäste in der Schlußphase einlochte, was den späten "Knockout" für die Heimelf bedeuten sollte.

"Wir mussten heute alle Unruhen außenrum ausblenden und uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Allerdings sahen die Zuschauer ein wohl eher schlechteres Kreisligaspiel, geprägt von Fehlern und Schwierigkeiten mit schlechtem Untergrund. Eigentlich entwickelte sich ein klassisches Kampfspiel - ohne viele Highlights, was auf ein gerechtes Unentschieden rauslief. Allerdings gelang Edelsfeld in der Schlussphase noch der „Lucky Punch“, so Michael Roith, spielender Co-Trainer beim SVF.

"Für uns ein sehr wichtiger Sieg, wenngleich er am Ende auch etwas glücklich war. Auf dem engen und tiefen Platz entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel. Die frühe Führung der Hausherren konnten wir durch einen mustergültigen Angriff egalisieren. Ab der 70. Minute bekam die Heimelf das Spiel immer mehr in den Griff. Freudenberg verpasste in dieser Phase die Führung. Durch einen der wenigen Gegenstöße erzielten wir jedoch den Siegtreffer. Nach einigen unnötigen Niederlagen war das ein glücklicher und wichtiger Sieg", so ein sehr zufriedener Gästetrainer Martin Dehling.

Tore: 1:0 Fabian Göbl (7.), 1:1 Fabian Spies (16.), 1:2 Alexander Traeger (89.) - Schiedsrichter: Markus Schreiner - Zuschauer: 105

In einer hart umkämpften Partie trennten sich beide Teams letztendlich gerecht mit einem torlosen Remis. Der 1. FC Rieden hatte zwar über die gesamte Partie mehr Ballbesitz, die Gastgeber hielten aber mit Einsatzwillen und Leidenschaft gut dagegen. Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste etwas besser in die Partie, ohne sich aber viele hochkarätige Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Die beste Chance, in Führung zu gehen, vergab Jonas Hofrichter in der 18. Minute, als sein Abschluss nur knapp am rechten Pfosten vorbeistrich. Auf der anderen Seite verpasste Lukas Schärtl in der 34. Minute die dickste Gelegenheit der Platzherren im ersten Spielabschnitt.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen zuerst wieder die Vilstaler das Kommando und um ein Haar hätte Sven Florek (49.) zur Gästeführung eingeköpft. Als Simon Schlosser in der 70. Minute für zehn Minuten des Feldes verwiesen wurde, schöpfte der FCR nochmal Hoffnung, das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden zu können, doch zehn aufopferungsvoll kämpfende Hirschauer konnten dies eindrucksvoll verhindern. Glück für die Scheibel-Truppe in der 76. Minute, als ein Geschoss von Tobias Gnan an die Querlatte donnerte und in der 81. Minute, als eine brenzlige Situation kurz vor der Torlinie geklärt werden konnte. In der Nachspielzeit nochmal zwei gute Situationen für Rieden, ein Torerfolg blieb an diesem Nachmittag aber auf beiden Seiten verwehrt. (Quelle: Spielbericht Peter Gattaut, FCR)

"Das Unentschieden ist am Ende ein gerechtes Ergebnis. Beide Mannschaften hatten ihre Torchancen beziehungsweise Phasen im Spiel. Insgesamt gesehen war es ein gutes Kreisligaspiel von beiden Mannschaften. Wir haben heute - wie schon in den letzten Wochen - erneut eine mannschaftlich und taktisch geschlossene Leistung auf den Platz gebracht und dem Favoriten aus Rieden einen großen Kampf geliefert. Dies sollte uns für die letzten beiden Spiele des Jahres positiv stimmen", so der Hirschauer Spielertrainer Andi Meyer am Sonntagabend.

"Ein am Ende gerechtes Ergebnis in einem guten Kreisligaspiel. Wir hatten zwar mehr Spielanteile und in der zweiten Hälfte auch zwei bis drei Einschußchancen, aber auch kurz vor dem Ende Glück bei einem Hirschauer Lattentreffer", so Gästetrainer Bernd Scheibel.

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Fabian Schwaiger - Zuschauer: 170 - Zeitstrafe für Simon Schlosser (TuS WE/70.)

Als eine "klare Kiste" entwickelte sich das Heimspiel des TSV gegen das Tabellenschlußlicht, welches sich nahezu über die gesamte Distanz pausenlosen Angriffen der Heimelf ausgesetzt sah. Vom frühen Gegentreffer unbeeindruckt, glich Königstein nur wenig später aus, danach entwickelte sich eine Partie in grundsätzlich nur eine Richtung. Der erst 19jährige Simon Lederer durfte sein Torkonto mit einem Dreierpack auf 16 Treffer erhöhen, ehe Sturmpartner Benedikt Guttenberger per Strafstoß sein zehntes Saisontor erzielen und damit den Schlußpunkt setzen konnte.

"Bis auf eine brenzlige Situation gleich in der Anfangsphase, als die Gäste einen indirekten Freistoß erhielten - daraus resultierte das Gegentor - haben wir nichts mehr zugelassen und die Partie in einer souveränen Art und Weise heruntergespielt. Hoch überlegen haben wir unseren Gast weit in seine Hälfte zurückgedrängt, am Ende muss Köfering eigentlich froh sein, nicht noch höher verloren zu haben. Unter dem Strich steht eine beeindruckend absolvierte Heimaufgabe gegen einen über weite Strecken total unterlegenen Gast", so das Resümee von TSV-Coach Roland Winkler.

"Königstein war in allen Belangen die bessere Mannschaft. Unsere Situation, in dieser Ausgangslage, in der wir uns befinden, ist sehr bedrohlich, das streitet keiner ab. Doch in dieser Verfassung, in der wir uns momentan befinden, muss man zaubern können, um in eine andere Spur zu kommen. Der Sieg für Königstein war gerechtfertigt", sagte Gästetrainer Christian Helleder.

Tore: 0:1 Armin Gegic (4.), 1:1 Stefan Pirner (11.), 2:1, 3:1 und 4:1 Simon Lederer (33./65./80.), 5:1 Jakob Guttenberger (83./Strafstoß) - Schiedsrichter: Stefan Dormann - Zuschauer: 85

Gebrauchter Tag für den FVV, "Big Points" für den Gast in einer Partie, die der abstiegsgefährdete ASV verdient für sich entschied. Dabei erwiesen sich die Gäste - wie erwartet - als ein Gegner, der alles auspacken würde, um Zählbares zu holen. Dennoch schien sie der ein oder andere Akteur der Heimelf zu unterschätzen, anders ist deren Auftreten wohl nicht zu erklären. Selbst zwei Phasen, die die Gäste aufgrund von Zeitstrafen mit einem Mann weniger bestreiten mussten, nutzte der Gastgeber nicht zu seinen Gunsten aus. Am Ende stand ein "lebenswichtiges" 2:1 für die Schuster-Elf auf der Anzeigetafel, welches den Abstand zum einzigen Direktabstiegsplatz auf vier Punkte anwachsen lässt.

"Glückwunsch an Haselmühl - sie haben mit Kampfgeist und Leidenschaft verdient gewonnen. Von meiner Mannschaft bin ich heute sehr enttäuscht. Wir haben uns mit zu vielen Fehlern selbst geschlagen und dem Gegner zu oft Geschenke gemacht. Einige hatten nicht die richtige Einstellung - kein Einsatz, kein Wille, kein Zweikampfverhalten. So können wir nicht auftreten. Nächste Woche erwarte ich eine Reaktion", so ein angefressener FVV-Coach Tobias Graßler.

"Riesen Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben diesmal wirklich alles gegeben und uns den Dreier absolut verdient. Wir haben es dem Gegner immer schwer gemacht. Auch als wir 20 Minuten in Unterzahl waren, fiel Vilseck nicht viel ein. Wir hätten den Deckel noch viel früher draufmachen können, aber am Ende zählen nur die drei Punkte. Wie wichtig diese sind, sieht man, wenn man die anderen Ergebnisse des Spieltags anschaut", so Dominik Schuster, Trainer des ASV.

Tore: 0:1 Aaron Preischl (14.), 1:1 Jona Lang (28.), 1:2 Markus Dötterl (76.) - Schiedsrichter: Christoph Spöth - Zuschauer: 100 - Zeitstrafen für Matthias Kaminski (2.) und Adrian Meier (60./beide Haselmühl)

Lange bote die junge Gästeelf ihrem Gastgeber in einer kampfbetonten Begegnung bestens Paroli, die Vilstaler hatten mehr Mühe, als ihnen lieb war. Als die Greger-Elf in der beginnenden Schlußphase langsam die Spielführung an sich riß und auf die Führung drängte, versetzte ihr der Gast mit dem 0:1 einen Rückschlag. Nach kurzer Schockstarre zeigte Schmidmühlen dann Moral, arbeitete mit großem Engagement daran, zumindest einen Punkt zu sichern und wurde schließlich in der "Overtime" noch dafür belohnt.

"Es war ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen gegen eine junge, gute Mannschaft. Wir hatten nach zwei Minuten die große Chance, nach einem Fehler von Weiden-Ost in Führung zu gehen. Leider liessen wir diese liegen. Danach taten wir uns sehr schwer und der Gegner stellte uns vor Probleme. Erst Mitte der zweiten Halbzeit waren wir dann richtig am Drücker und genau in dieser Phase verteidigten wir eine Aktion schlecht und gerieten in Rückstand. Wir kämpften uns zurück und verdienten uns den Ausgleich. Ich denke auch, es war ein gerechtes Unentschieden", sagte SVS-Spielercoach Alex Greger.

"Die Zielsetzung war, unsere Weiterentwicklung zu zeigen und den Fokus darauf zu legen, unser eigenes Spiel durchzusetzen und mit mehr Überzeugung als im Hinspiel zu agieren. Ich denke, das ist uns heute gut gelungen. Mit dem Punktgewinn sind wir zufrieden und setzen unsere Serie des Ungeschlagenseins von fünf Spielen in Folge weiter fort", so ein zufriedener Gästetrainer Tim Schlesinger.

Tore: 0:1 Daniel Heisig (73.), 1:1 Joel Lichtenfeld (90.+4) - Schiedsrichter: Hans Mayer - Zuschauer: 120 - Zeitstrafen für Paul Siegert (90.+2/Weiden) und Adrian Robinson (90.+6/Schmidmühlen)

Aufrufe: 010.11.2025, 10:00 Uhr
Werner SchaupertAutor