2026-01-09T09:36:09.492Z

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Steffen Meuer erzielte das 2:0 für den MSV Duisburg.
Steffen Meuer erzielte das 2:0 für den MSV Duisburg. – Foto: Robin Bogaletzki

"Wink des Schicksals" - Tor statt Bank für Steffen Meuer

Steffen Meuer erzielte den Treffer zum 2:0 für den MSV Duisburg. Wäre es nach dem Unparteiischen gegangen, hätte er da aber schon längst auf der Bank gesessen.

Es gibt Geschichten, die schreibt so nur der Fußball. Steffen Meuer erzielte am Freitagabend den Treffer zum 2:0-Endstand für den MSV Duisburg im Auswärtsspiel beim SC Wiedenbrück mit einem perfekt getroffenen Volleyschuss. Das passierte in der 89. Minute. Wäre es nach dem Schiedsrichter gegangen, hätte der Angreifer zu diesem Zeitpunkt schon auf der Bank gesessen. Wie der Torschütze den Treffer gesehen hat.

Viel Verwirrung herrschte nach 77 Minuten auf der Duisburger Bank. Eigentlich wollte Trainer Dietmar Hirsch doppelt wechseln und unter anderem Meuer vom Platz nehmen. "Wir hatten überlegt ihn rauszunehmen, dann hat Michelbrink aber signalisiert, dass er raus möchte. Es war also ein Wink des Schicksals. Mit dem Tor heute ist er wieder voll zurück in der Spur", sagte der Übungsleiter im Anschluss. Auf dem Platz nahm der Offensivspieler die Situation ähnlich wahr: "Ich wusste, dass ich eigentlich nicht runter sollte, der Schiedsrichter hat mich aber runtergeschickt. Zum Glück konnte sich die Situation dann noch aufklären."

Aus MSV-Sicht kann das nur genau so unterschrieben werden. "Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und haben wieder ein Standardtor gemacht. Den Gegner sind wir früh angelaufen, haben dann aber vor der Pause etwas nachgelassen. Das zweite Tor müssen wir viel früher machen", analysierte er den Spielverlauf, um dann auf sein Tor zu sprechen zu kommen. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit gab es einen der zahlreichen Eckbälle für die Gäste, getreten von Maximilian Dittgen. "Ich habe zu Dittgen gesagt, er soll auf den zweiten Pfosten spielen. Dass er dann so überragend kommt und ich ihn perfekt treffe, ist natürlich super. Ich habe gleich gesehen, dass er gut kommt, aber es standen so viele Leute dazwischen, da kann er auch mal hängenbleiben", schilderte er seinen perfekten Volleyschuss. In der Folge brachen auf dem Rasen und den Rängen alle Dämme. Minutenlang wurde die Mannschaft nach dem Abpfiff von den eigenen Fans gefeiert. Meuer freute sich zwar über den Sieg und sein Tor, mahnte zugleich aber an, dass die Meisterschaft noch nicht in trockenen Tüchern sei. "Wir schauen immer nur von Spiel zu Spiel und bereiten uns jetzt auf Schalke vor", betonte er abschließend.

Aufrufe: 08.3.2025, 09:15 Uhr
Marcel EichholzAutor